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Lesbische Serien streamen: Teil 1 – Amazon Prime

Von Daniela Zysk | Am 12. Mai 2015
Kategorien: Featured, kulturelle, TV | Mit 0 Kommentaren

LGBT-Inhalte und -Meilensteine

Wir stellen euch ja bei phenomenelle immer wieder neue Serien und Filme mit lesbischem Inhalt vor, die allerdings nicht immer legal in Deutschland zu sehen sind. Nun haben wir uns mal die drei bekanntesten Streamingdienste in Deutschland vorgenommen und euch eine Liste von Serien und Filmen zusammengestellt, die ihr dort gegen eine geringe Gebühr der jeweiligen Dienste anschauen könnt.
Als Grundlage dienten uns Maxdome (7,99 Euro monatlich), Netflix (ab 7,99 Euro monatlich) und Amazon Prime (49 Euro jährlich).

In Teil 1 möchte ich euch diverse Serien bei Amazon Prime vorstellen. Ich füge auch bei einigen Titeln persönliche Kommentare bei. Denkt aber daran, dass Geschmäcker verschieden sind. Außerdem laufen einige Serien parallel bei mehreren Streamingdiensten. Also alles ohne Gewähr. Ich freue mich auch, wenn ihr mir ergänzende Tipps geben könnt.
Und überall gilt: Spoilerwarnung!

Serien bei Amazon Prime:

Transparent

Inhalt: Die Serie dreht sich um das Leben der Familie Pfefferman. Politik-Professor Mort lebt ebenso in Los Angeles wie seine Exfrau Shelly und die drei gemeinsamen erwachsenen Kindern Sarah, Josh und Ali. Aller Leben ändert sich schlagartig als der transsexuelle Mort sich outet und fortan unter dem Namen Maura lebt.
Kommentar: Absolut sehenswert alleine wegen Maura. Tochter Sarah bestätigt leider einige Vorurteile die manche Lesbe gegenüber bisexuellen Frauen hat. Ich freu mich trotzdem auf Staffel 2.
Als Ex-Frau von Maura ist Judith Light zu sehen. Bekannt aus der 80er Jahre Serie Wer ist hier der Boss. Sie unterstützt bereits seit 20 Jahren aktiv LGBT-Rechte. Schon zu Zeiten als dies der Karriere noch nicht unbedingt förderlich war.
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Once Upon a Time (aka Swan Queen)

Inhalt: Die Serie handelt von Emma Swan, die an ihrem 28. Geburtstag Besuch von ihrem zehnjährigen leiblichen Sohn Henry bekommt, den sie nach seiner Geburt zur Adoption freigegeben hatte. Dieser führt sie nach Storybrooke, Maine. Ihm zufolge warten dort alle Bewohner früher Figuren aus Kindermärchen, können sich aber nicht mehr daran erinnern. Dort trifft Emma auf die böse Königin Regina und die Funken fliegen. Im Guten wie im Bösen.
Kommentar: http://www.phenomenelle.de/allgemein/swan-queen-a-lesbian-storyline-made-by-lesbians/
Wenn euch Staffel 1 gefallen hat, tut euch einen Gefallen und schaut diese als Wiederholung. Alles nach Staffel 1 fällt durch den Bechdel Test und strotz nur von Unlogik der Storyline.
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The Walking Dead

Inhalt: The Walking Dead spielt im Südosten der Vereinigten Staaten, und erzählt vom Kampf einer kleinen Gruppe Überlebender nach einer weltweiten Zombie-Apokalypse.
Kommentar: Ab Staffel 4 ist auch die lesbische Tara Chambler dabei und sie lebt sogar in der aktuellen 6. Staffel immer noch.
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The Good Wife

Inhalt: Hauptfigur Alicia Florrick muss von einen Tag auf den anderen von der Staatsanwaltsgattin an Ehemann Peters Seite ihr eigenes Leben und das ihrer Kinder selbst in den Griff bekommen. Ex-Studienkollege Will nimmt sie als Anfängerin in seiner erfolgreichen Kanzlei auf. In bislang 6 Staffeln folgt das Publikum ihrem Aufstieg zu einer erfolgreichen Anwältin, die außerdem zwischen zwei Männern schwankt. Die Fälle der Woche setzen aktuelle Prozesse und gesellschaftliche Entwicklungen in spannende Folgen um.
Kommentar:
Neben Alicia kommen als starke weibliche Figuren Kanzleichefin Diane Lockart (erfrischend trocken Christine Barranski) und die toughe Ermittlerin Kalinda Sharma (Archie Panjabi) hinzu. Nicht immer ermittelt sie mit feiner englischer Art. Ihre Motive bleiben – auch in Beziehungen – oft im Dunkel. Besonders in den ersten Staffeln bekommt sie Gelegenheit ihre erotische Anziehungskraft mit unterschiedlichen Partner_innen auszuleben, ganz ihrem Motto “not gay but flexible”. Ein passendes Zitat über Kalinda aus der Serie: “I know plenty of people who knew their sexuality. Then they met Kalinda.” Hauptdarstellerin und Produzentin Julianna Margulies war angeblich so eifersüchtig auf Kalindas Erfolg bei Fans und Kritiker_innen, dass sie dafür sorgte, dass die Rolle weniger Raum bekam.
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Under the Dome

Inhalt: In dem Mysterydrama wird die US-Kleinstadt Chester’s Mill mit einer unsichtbaren Kuppel von der Außenwelt abgetrennt. Während das Militär die Gegend außerhalb der Kuppel abriegelt und versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen, sind Recht und Ordnung innerhalb der Stadt schon nach wenigen Tagen bedroht..
Kommentar: Auch ein lesbisches Paar ist gemeinsam mit ihrer Tochter unter der Kuppel gefangen. Das Originalbuch von Stephen King hat mir besser gefallen, auch ohne Lesben. http://www.phenomenelle.de/kulturelle/lesbische-moms-in-under-the-dome/
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Mord mit Aussicht

Inhalt: Sophie Haas, erfolgreiche und ehrgeizige Kölner Kriminalkommissarin, wird in ein kleines Nest in der Eifel versetzt.
Kommentar: In Staffel 1 verliebt sich Dorfpolizistin Bärbel in eine Schreinerin. Wer die Serie nur wg. der lesbischen Storyline anschaut, sollte allerdings bei Staffel 1 bleiben, für alle anderen sind auch Staffel 2 und 3 sehr unterhaltsam.
http://www.rosalieundco.de/2011/09/26/mord-mit-aussicht-walzing-mathilde/

The Fosters

Inhalt: Polizistin Stef Foster und Vize-Schuldirektorin Lena Adams ziehen gemeinsam die adoptierten Zwillinge Mariana und Jesus sowie Stefs Sohn Brandon aus erster Ehe auf. Ihr beschauliches Leben gerät durcheinander als das Paar die rebellische Callie und ihren Bruder Jude in die Familie aufnehmen.
Kommentar: Eine echte Familienserie, die für den Disney-Sender ABC Family produziert wird. Entsprechend “harmlos” gestaltet sich die Beziehung der lesbischen Mütter, die dafür für jedes Problem eine Lösung wissen. Der Titel ist im Original doppeldeutig, denn Foster-Parents sind als Eltern, die Pflegekinder aufnehmen. Auf 2,5 Millionen Fans bringt es die Facebook-Seite der Serie. In einer der beeindruckendesten Szenen aus Staffel 1 stellt sich Stef Foster ihrem homophoben Vater entgegen.
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Star Trek Voyager

Inhalt: Die Serie handelt von der Reise der USS Voyager, die am anderen Ende der Galaxie gestrandet ist. Unter der Führung des weiblichen Captains Kathryn Janeway macht sich der dritte Ableger der Enterprise durch unbekanntes Gebiet auf einen langen Weg nach Hause.
Kommentar: Janeway und Seven of Nine, mehr braucht Frau eigentlich nicht dazu zu sagen. Auch wenn die Zwei in der Serie nie liiert waren, so war die Fantasie der lesbischen Fans doch stärker. Es gibt sehr viele Fanfiction Geschichten über das Möchtegern-Paar. Auch Halb-Klingonin B’leana Torres war ein Objekt lesbischer Fan-Begrierde. Den ersten Startrek-Kuss zwischen zwei Frauen gab es übrigens bei Star Trek: Deep Space Nine.
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Glee

Inhalt: In Glee geht es um einen neu gebildeten Schulchor, der mit einer Gruppe von Außenseiter_innen besetzt ist. Zusammen versuchen sie das scheinbar Unmögliche, nämlich gut und erfolgreich zu werden.
Kommentar: http://www.phenomenelle.de/kulturelle/die-brittana-hochzeit-ein-tv-happy-end/
Das Thema Homosexualität spielt in dieser Serie mehrfach eine Rolle. Die lesbische Variante nimmt mit den beiden Cheerleaderinnen Brittany und Santana Gestalt an. Mit allerlei Irrungen und Wirrungen werden sie von “Friends with Benefits” zu einem lesbischen Hochzeitspaar.
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Die Nanny

Inhalt: Die lebenslustige und schlagfertige New Yorkerin Fran Fine trifft auf den reichen Broadwayproduzenten Maxwell Sheffield, der gerade dringend eine neue Nanny für seine recht eigenwillige Kinderschar sucht.
Kommentar: Als Schwester von Maxwell ist zwischendurch die Schauspielerin Sophie Ward zu sehen. Diese spielte erst 1994 im Film Eine unerhörte Affäre / A Village Affair eine lesbische Frau, um sich dann 1996 von ihrem Mann zu trennen. Der Grund: Sie hatte sich in die US-Autorin Reena Brennan verliebt. Das Paar ist heute immer noch zusammen.

Eine schrecklich nette Familie

Inhalt: Die Serie stellte die heile Comedywelt der Bill Cosby Show oder Familienbande aus den 80ern auf den Kopf. Erstmals stand eine völlig unharmonische und kaputte Arbeiterfamilie im Mittelpunkt einer Familienserie.
Kommentar: Ja, diese Serie ist sexistisch und primitiv, aber ich habe sie geliebt und selten wieder so gelacht wie damals vor dem TV. Vor allem wegen Marcy D’Arcy oder wie sie auch genannt wurde “der nachbarliche Chicken McNugget”. Am Anfang der Serie noch eine Frau, die von der Gleichberechtigung in der Ehe überzeugt ist, verwandelt sie sich von Staffel zu Staffel mehr und mehr in eine Feministin, die Al Bundis gezielten Anfeindungen gekonnt entgegenzutreten weiß. Marcy wurde von Amanda Bearse verkörpert, die schon im Jahr 1993 ihr Coming-Out hatte, als die Serie noch lief. Es gibt eine lustige Folge in der Bearse die coole lesbische Kusine von Marcy spielt.
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Rookie Blue

Inhalt: Die Serie zeigt den Alltag von fünf Polizist_innen des fiktiven 15. Reviers, die direkt von der Polizeiakademie kommen und sich bewähren müssen.
Kommentar: http://www.phenomenelle.de/kulturelle/tv-serie-rookie-blue-die-lesbische-pathologin/
In Staffel 4 entwickelt sich zwischen der unterkühlten (und bisher heterosexuellen) Polizistin Gail Pecks und der charmanten und geouteten Pathologin Holly eine Beziehung. Ausgang bisher ungewiss.
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Buffy the Vampire Slayer

Inhalt: “In jeder Generation wird eine Auserwählte geboren. Sie allein muss sich gegen Vampire, Dämonen und die Mächte des Bösen stellen. Sie ist die Jägerin.“ Nur dumm, wenn sie gerade erst 16 ist, auf die High School geht und sich in der Kleinstadt neu zurecht finden muss. Dabei will Schülerin Buffy eigentlich nur Schulpflichten, Cheerleading und Jungs unter einen Hut bringen. Doch ihre Berufung zwingt sie in insgesamt sieben Staffeln die Welt vor bösen Mächten zu retten. Nebenbei kämpft sie mit den Schwierigkeiten des Erwachsen werden. Unterstützt wird Buffy von ihrer Wahlfamilie, bestehend aus den beiden Best Buddys, Nerd Willow und Außenseiter Xander sowie Schulbibliothekar und Wächter Giles.
Kommentar: Serienschöpfer Joss Whedon schuf mit Buffy die erste seiner selbstbewussten feministischen Frauenfiguren in Gestalt eines blonden All American Girl. Für die lesbischen Fans gab es ab Staffel 4 eine besondere Überraschung. BFF Willow verliebte sich in Tara. Die beiden wurden das erste offizielle lesbische Paar in einer US-amerikanischen Drama-Serie. Explizite Lippenbekenntnisse verhinderte die Sender-Zensur lange Zeit, so dass die Serienmacher_innen sich dazu gezwungen sahen, Kreativität walten zu lassen. Bis heute hassen einige Fangirls Whedon dennoch dafür, dass er Tara in Staffel 6 sterben ließ. Auch wenn der Hype abgenommen hat, existieren weiter Fanboards, die Tara und Willow gewidmet sind. Das bekannteste: The Kittenboard.
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Fotocredit: Facebook Fanseite “The Fosters”

Daniela Zysk

Co-Gründerin von phenomenelle. Sie erlebte ihre ersten Lesbenbabyschritte in der schwäbischen Provinz und war dann später in Köln in mehreren LGBTIQ Organisationen tätig, wo sie u.a. den WomenPride gründete und im Moment das Filmfestival homochrom unterstützt. Sie ist ein unverbesserlicher Happy-End Freak und findet die Vernetzungsmöglichkeiten dank der Social Networks das Größte seit der Erfindung von kalten koffeinhaltigen Getränken.

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