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phenomenelle des Tages: Yoko Ono

Von Sabine Arnolds | Am 18. Februar 2013
Kategorien: informelle, LeStory | Mit 1 Kommentar

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Yoko Ono (geb. 18.2.1933)

Yoko Ono 2007Bis heute hält sich bei manchen hartnäckig das Gerücht, diese Frau sei dafür verantwortlich, dass sich die Beatles getrennt haben. Nein, ist sie nicht. Was hätte sie davon auch gehabt? 1966 lernen sie und John Lennon sich bei einer Ausstellung kennen. Da ist Yoko Ono bereits eine Avantgarde-Künstlerin, eine Pionierin der Fluxus-, der Konzept- und Performance-Kunst.

Geboren wird Yoko Ono in Tokio in eine wohlhabende Familie. Der Vater, ein ehemaliger Pianist, arbeitet für eine Bank. Zeitweise wächst sie in den USA auf. Nach dem II. Weltkrieg und dem Schulabschluss studiert sie zunächst Philosophie in Japan, ab 1952 aber Musik in den USA. Bald komponiert sie auch selbst. Sie heiratet, bricht ihr Studium ab und geht mit dem Ehemann nach New York. In beider Wohnung trifft sich die künstlerische Avantgarde der Stadt.

Die Pionierin der Performance und Konzept Kunst

Yoko Onos Kunst setzt auf die Idee, bezieht das Publikum mit ein, wartet auf seine Reaktion. In Cut Piece, einem ihrer bekanntesten Werke, sitzt die Künstlerin auf dem Boden, eine Schere neben sich. Wer vorbei geht, soll ein Stück der Kleidung abschneiden, Stück für Stück wird ihr Körper enthüllt.

Ono trennt sich vom ersten Mann, heiratet erneut, bekommt eine Tochter. Zeitweise lebt sie wieder in Japan. Eigentlich will sie sich ein wenig aus dem Rampenlicht zurückziehen als sie John Lennon trifft. Sie verlieben sich auf den ersten Blick, heißt es. Sie lassen sich von ihren Partnern scheiden und heiraten 1969. In Amsterdam geben sie anlässlich der Flitterwochen eine Pressekonferenz im Hotelzimmer. In Pyjamas demonstrieren sie für den Weltfrieden. Dieses Bed-In wiederholen sie in den nächsten Wochen, nehmen die Single Give Peace A Chance auf. Gemeinsam gründen sie die Plastic Ono Band, deren Musik experimentell orientiert ist. 1970 trennen sich die Beatles endgültig. Fans und Medien stacheln sich gegenseitig auf, der geballte Hass trifft Yoko Ono. Die “Hexe”, die die Beatles auseinander brachte. Erst viele Jahre später beruhigen sich die Gemüter.

Friedenspreis gegen den Hass LennonOno Grant

Den Hass münzt Ono “in positive Energie um”, zusammen mit John Lennon entstehen neue Musikstücke. Doch die Beziehung geht auch durch Krisen. John ist untreu, Yoko trennt sich. Sie finden wieder zusammen. 1975 wird Sohn Sean geboren, der Ex-Beatle wird Hausmann. Erst 1980 entsteht ein neues Album. Double Fantasy enthält Lennons Woman, ein Lied, das er Yoko und allen Frauen widmet. Er wird posthum ein Hit. Denn am 8. Dezember des Jahres erschießt Marc Chapman John vor dem gemeinsamen Wohnhaus in New York, dem Dakota Building.

Anfangs pflegt Ono vor allem das Werk ihres Mannes. Ab Ende der 80er widmet sie sich verstärkt wieder eigenen künstlerischen und musikalischen Ideen. Anlässlich des 50. Jahrestages von Hiroshima spielt sie gemeinsam mit Paul McCartney. Retrospektiven ihrer Werke werden gezeigt. 2002 stiftet Yoko den Friedenspreis LennonOno Grant for Peace, der seitdem jedes Jahr verliehen wird. Ein Remix ihres Stücks Walking on thin Ice schafft es auf Platz 1 der Charts. Immer wieder engagiert sie sich, für den Frieden, für Gleichberechtigung und für gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

Foto: By Caio do Valle (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Weiterführende Links und Quellen

 

Sabine Arnolds

Ist eine der beiden Gründerinnen von phenomenelle. Die Idee spannende Geschichten um Frauen gesammelt auf einer Seite zu erzählen und ihr eigenes Online-Magazin herauszugeben, treibt sie schon mehrere Jahre um. Ein Lebenstraum wird Wirklichkeit.

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Ein Kommentar

  1. phenomenelle des Tages vom 2.10.2013: Annie Leibovitz2. Oktober 2013 um 07:00Antworten

    [...] in den USA, nur knapp geschlagen von einem noch berühmteren Bild: Ein Porträt von John Lennon und Yoko Ono, ebenfalls fotografiert von Annie [...]

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