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phenomenelle des Tages: Arundhati Roy

Arundhati Roy (geb. 24.11.1961)

Arundhati RoyMit ihrem ersten und bislang einzigen Roman Der Gott der kleinen Dinge gelingt der Inderin 1997 eine Sensation. Spannend und mit vielen Persepektivwechseln erzählt sie einerseits die Geschichte der zweieiigen Zwillinge Rahel und Estha, anderseits verzahnt sie große Themen wie soziale Spannungen, sexuelle Ausbeutung und Umweltzerstörung mit den „kleinen Dingen“ des Lebens. Als erste Inderin gewinnt sie – erstmals mit einem Debütroman – den wichtigen Booker Prize. Seitdem schreibt sie vor allem Essays und Sachbücher und nutzt ihre Popularität, um ihren politischen und sozialen Anliegen Gehör zu verschaffen. Roy gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Aktivist_innen für Umweltschutz, Frieden und Globalisierungskritik.

Jüngst gelang sie in die Schlagzeilen, weil sie wagte, die konservative Einstellung von Mahatma Gandhi in Bezug auf das indische Kastensystem zu kritisieren. Damit einhergehend stellte sie auch in Frage, ob er als Verfechter des gewaltlosen Widerstands ernst zu nehmen sei, denn eben jenes Kastensystem beruhe auf Gewalt. Sie hält ihn trotz aller Kritik für eine „prophetische Figur“, auch aufgrund seiner an der Modernisierung. Derzeit arbeitet sie an einem neuen Roman.

Foto: By Jean-Baptiste LABRUNE from Cambridge, MA, USA (Arundhati Roy) [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons

Text aktualisiert am 24.11.2014

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