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Daniela Weber

Lesbischer Bettentod? Und was Ihr dagegen tun könnt.

Von Gastautorin Daniela Weber | Am 1. Juli 2015
Kategorien: Featured, Partnerschaft, spezielle | Mit 1 Kommentar

Stock Foto: Two women in bed with telephone, © Everett Collection/Shutterstock

Fotocredit: © Everett Collection/Shutterstock

So weckt Ihr die Lust neu

Zu Beginn läuft es im Bett zumeist super, beide können die Hände nicht voneinander lassen. Irgendwann aber kehrt Alltag ein und die anfängliche Leidenschaft lässt nach. Es kann sogar so weit gehen, dass sie gar keinen Sex mehr miteinander haben, weil die Eine plötzlich nicht mehr will.

Falls es Dir und Euch auch so geht, und es dafür keine schwerwiegenden Gründe oder tiefgreifenden Probleme gibt, ist „darüber müssen wir nun 1000mal reden“ – womöglich noch gepaart mit Vorwürfen oder Jammern – selten ein geeignetes Mittel, das Besserung verspricht. Im Gegenteil. Es ist abtörnend.

Vielfach wird die Ansicht vertreten, dass sich beide zum Sex überwinden sollten, auch wenn sie gerade keine große Lust darauf haben – nach dem Motto: Der Appetit kommt mit dem Essen. Das kann gut gehen, muss aber nicht. Im schlimmsten Fall geht es nach hinten los, weil sich ein Part unter Druck gesetzt fühlt und in Folge dessen eine Abneigung entwickelt.

Mehr Pep und runter vom Sockel

Meiner Ansicht nach gibt es bessere Möglichkeiten, darauf zu reagieren. Zwei davon stelle ich hier vor:

  • Verpasst Eurer Beziehung mehr Pep!
  • Holt Sex von dem imaginären Sockel!

Denn bei vielen mutiert Sex irgendwann zu einem ‚da muss jetzt aber wirklich alles passen‘-Ding: Gerade geduscht, sauber rasiert, passende Hintergrundmusik, Duftkerzen, die ideale Lichtkomposition verbunden mit dem Auftrag, dass alles ganz doll romantisch und mit einer ‚beide müssen aber unbedingt kommen‘-Garantie verbunden wird, für die natürlich die jeweils andere zuständig ist.

Perfektionswille vertreibt die Lust

Wofff! Was für ein Druck! Da vergeht doch eher Lust, als dass sie möglich gemacht wird. Bitte werft diesen Perfektionsgedanken schnellstmöglich in den Müll, denn er tut euch alles andere als gut. Seid lieber spontan. Nicht geduscht? Ist das wirklich schlimm? Stoppeln? Bringen die dich wirklich aus der Stimmung?

Lust braucht kein Brimborium, nutzt einfach den Augenblick. Wenn Ihr gerade auf der Couch sitzt, Orange ist the new Black schaut und Ihr euch zwischendurch diesen einen vielsagenden Blick zuwerft, dann lasst Ruby einfach mal Ruby sein und habt Spaß. Das habt Ihr am Anfang auch gemacht, und da war es euch völlig wurscht, ob die Couch bequem ist. Habt einfach Quickies zwischendurch und zeigt Euch, dass und wenn Ihr gerade scharf seid.

Der Lustkiller: Druck

Zudem solltet Ihr euer Nähe-Distanz-Verhältnis mal unter die Lupe nehmen. Oft ist man sich zu nah. Zu nah? Ja, zu nah. Die Spannung fehlt. Die Partnerin wird als selbstverständlich erachtet. Man kennt sie, muss sich nicht mehr so viel Mühe geben. Und Flirten fällt ganz weg. Und falls nicht, so ist es zumindest zielorientiert, soll also unbedingt ins Bett oder wohin auch immer führen.

Dieses Zielorientierte solltet Ihr Euch in dem Falle, dass es im Moment nicht so läuft, wie Ihr es euch wünscht, schleunigst aus dem Kopf schlagen. Die andere spürt es immer und das setzt unter Druck. Und Druck hat selten den gewünschten Effekt, sondern tötet Lust.

Außergewöhnliches macht spannend

Flirtet stattdessen mal wieder. Macht Komplimente. Schickt Euch mal wieder erotische Nachrichten, und damit ist nicht der Wochenend-Einkaufszettel per WhatsApp gemeint. Bittet sie mal wieder um ein Date. Überrascht die Liebste. Unternehmt etwas Außergewöhnliches. Ein Walzer auf dem Parkplatz vielleicht? Doch vor allem gilt: Unternehmt auch Dinge getrennt. Mit neuen Eindrücken entsteht auch wieder Spannung in Eurem Leben und damit auch zwischen Euch, ganz einfach deshalb, weil Ihr damit auch spannender werdet.

Und all das erst einmal ohne Ziel. Genießt euch einfach mal wieder, euren Umgang miteinander. Die Lust kommt dann schon wieder.

Einen spannenden und aufregenden Sommer wünscht euch Daniela Weber.

Infos zu Daniela Weber
Daniela Weber: Coaching für LesbenDaniela Weber arbeitet seit 2009 als Coach für Kommunikation, Flirt und Partnerschaft und hat sich seit 2012 auf Lesben spezialisiert. Die Welt und die Liebe für Frauen ein bisschen besser und leichter zu machen, ist dabei ihre Hauptmotivation. Privat lebt sie mit ihrer Frau und zwei kleinen Fellmonstern in München.

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Ein Kommentar

  1. wolke21. September 2015 um 23:35Antworten

    Endlich mal ein gelungener Artikel zu diesem Thema:
    Realitätsnah, sympathisch und – entspannt.
    Danke!

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