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Fußball-Fotopreis für Bild mit lesbischem Paar

Von Sabine Arnolds | Am 10. September 2015
Kategorien: kulturelle | Mit 0 Kommentaren

Fotowettbewerb 1. Preis: ©2015 Anna Aicher/BMH & Lette-Verein

Fotocredit: 1. Preis: ©2015 Anna Aicher/BMH & Lette-Verein

Starke Zeichen für Vielfalt und gegen Homphobie

Fotografieschülerin Anna Aicher gewinnt den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Fotopreis “Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie” mit einem bewegenden Bild, das ein lesbisches Paar in einer innigen Umarmung zeigt. Der besondere Clou an dem Bild, es setzt in doppelter Hinsicht ein Zeichen für Vielfalt, in dem es sowohl gegen Homophobie als auch gegen Rassismus klar Stellung bezieht. Aicher, Schülerin im vierten Semester des Fachbereichs Fotografie, setzte sich gegen Janis Kaiser und Nina Raasch durch, die mit ihren ebenfalls beeindruckenden Bildern Platz 2 und 3 des Wettbewerbs belegten. Auch Carolin Küppers, Jurymitglied und Referentin bei der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, ist voll des Lobes über das Sieger_innenbild:

Auch wenn wirklich viele herausragende Bilder eingereicht wurden, waren wir uns in der Jury schnell einig, was den ersten Preis betrifft. Das Foto von Anna Aicher hat uns überzeugt, weil es besonders vielschichtig und emotional herüber kommt. Beeindruckend fanden wir, dass das Bild eine Momentaufnahme darstellt. Es entstand spontan bei einem internationalen Frauen*-Fußball-Turnier von Discover Football. Damit zeigt das Bild deutlich, wie vielfältig sich der Fußball jenseits des Mainstreams bereits gestaltet und welche Begegnungen er ermöglichen kann.

Fotowettbewerb 2. Preis: ©2105 Janis Kaiser/BMH & Lette-Verein

2. Preis: ©2105 Janis Kaiser/BMH & Lette-Verein
Eine typische Männer-Umkleidekabine mit Schließfächern: Zwei beinhalten eher heterosexuell codierte Utensilien und Kleidung, wohingegen sich im Schließfach links u. a. auch Fotos von Männern und ein pinker Regenschirm befinden.

NinaRaasch3

3. Preis: ©2015 Nina Raasch/BMH & Lette-Verein
Der jubelnde Fußballer liebt Lars und zeigt das stolz und freudig.

Gemeinsam mit der Stiftung Lette-Verein vergab die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) in diesem Jahr erstmalig den neuen Fotopreis. Schüler_innen des Lette-Vereins im Fachbereich Fotografie setzten sich in ihren Arbeiten mit „König Fußball“ auseinander – und machten das „Unsichtbare“ sichtbar: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Trans- und Intergeschlechtliche Menschen. Der Preis will einen Beitrag dazu leisten, dass sie alle ihre Lebensweisen im Sport nicht länger verstecken müssen.

Fotoausstellung bis Ende Dezember 2015

In der Jury des Fotopreises beurteilten Felix Hoffmann (Hauptkurator c/o Berlin), Sebastian Bickerich (Antidiskrimierungsstelle des Bundes), Dr. Carolin Küppers (Bundesstiftung Magnus Hirschfeld), Stefanie Schulte (DFB), Frank Schumacher (Juryvorsitz/ Abteilungsleiter des Ausbildungsganges Foto-Design im Lette-Verein) sowie Prof. Dr. Martin Schweer (Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie Universität Vechta) die Arbeiten. Wer sich selbst einen Überblick über alle eingereichten Fotos verschaffen möchte, kann dies bis zum Jahresende im Foyer des Lette-Vereins in Berlin tun. Die Arbeiten sind dort zu sehen:

Fotoausstellung | Fotopreis “Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie“
bis zum 31. Dezember 2015 |  Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr (außer in den Schulferien)
Foyer Lette-Verein Berlin • Viktoria-Luise-Platz 6 • 10777 Berlin (Schöneberg) | Der Eintritt ist frei.

Der Text des Artikels basiert auf einer Pressemitteilung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Hintergrund
Zentrale Ziele der gleichnamigen Bildungs- und Forschungsinitiative „Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sind die Akzeptanz sexueller Vielfalt und der Abbau von Homo- und Transphobie auf allen Ebenen des (Fußball-)Sports. Hintergrund: Im Juli 2013 unterzeichneten erstmals gemeinsam Spitzenfunktionäre des Sports, Bundesminister und Vertreter von Fußballvereinen die „Berliner Erklärung“ gegen Homophobie und für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport. Bis heute haben 54 Vereine und Institutionen diese Erklärung unterschrieben.

Sabine Arnolds

Ist eine der beiden Gründerinnen von phenomenelle. Die Idee spannende Geschichten um Frauen gesammelt auf einer Seite zu erzählen und ihr eigenes Online-Magazin herauszugeben, treibt sie schon mehrere Jahre um. Ein Lebenstraum wird Wirklichkeit.

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