phenomenelle

kulturelle

LITFEST homochrom

Film: A Million Happy Nows – Lesbisches Leben und Lieben mit Alzheimer

Once upon a time gab es eine berühmte Daily Soap mit dem Titel Guiding Light in Deutschland bekannt unter dem Namen Springfield Story. Vor Ende der Serie 2009 gaben sich die Produzent_innen einen Ruck und bauten dort eine lesbische Storyline zwischen der reichen und arroganten Hotelbesitzerin Olivia und der netten, mütterlichen Natalia ein. Das Ergebnis war spektakulär und die Fanbase erreichte in kurzer Zeit große Ausmaße in aller Welt. Dass das Paar, von den Fans liebevoll Otalia abgekürzt, am Schluss der Serie ein Happy-End aber keinen offiziellen Kuss bekam, lassen wir mal beiseite.

OtaliaWed03-1

Mit dem Ende der Serie kam auch mehr oder weniger das Ende der TV-Karriere der Schauspielerinnen Chrystal Chappell (Olivia) und Jessica Leccia (Natalia).

Die Erstere erkannte aber schon sehr bald das Potential einer lesbischen Fanbase und startete kurz nach Ablauf der Serie per Crowdfunding eine eigene Webserie mit dem Titel „Venice The Series„, diese konnte allerdings nur die hartgesottensten Fangirls glücklich machen. Auch wenn sich in der Webserie Chappell und Leccia schon nach 20 Sekunden endlich küssen durften.

Aber das schien auch mehr Übung für die Produktionsfirma Open Books von Chappell gewesen zu sein, denn die darauf folgende Produktionen hatten mehr Qualität, so z. B. die Kooperation mit Bella Books bei der Webserie Beacon Hill-The Series.

Jetzt versucht Open Books zusammen mit der Autorin Marisa Calin den Sprung auf die große Leinwand mit dem Film A Million Happy Nows. In dem wieder Chappell und Leccia zusammen zu sehen sein werden, auch wieder als Liebespaar nach dem Motto Never Change a winning Team.

a million happy nows 1Im Film spielt Chappell den Serienstar Lainey Allen. Sie möchte nach 20 Jahren aus dem Business aussteigen, da sie vom Jugendwahn des Fernsehens frustriert ist. Zusammen mit ihrer Partnerin und Publizistin Eva Morales (Leccia) zieht sie in ihr Wochenendhaus um das restliche Leben gemeinsam und in Ruhe zu genießen. Durch diesen Schritt kommen plötzlich kleine Veränderungen im Verhalten von Lainey zu Tage und Eva schlägt einen Besuch beim Arzt vor. Der Film zeigt das Leben des Paares nach der schweren Diagnose Alzheimer.

Zu sehen ab Herbst 2015 auf diversen LGBT Festivals.

Weiter Infos:
Offizielle Webseite: http://amillionhappynows.com/
Facebook Fanseite: https://www.facebook.com/amillionhappynows

Trailer:
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=XTyL3_Wv8cI[/youtube]

Fotocredit: Facebook Fanseite A Million Happy Nows & Screenshot Guiding Light

Related Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anzeige


Anzeige LITfest homochrom 06.–08.08.2021

visuelle

  • Fernsehinfos vom 20.11. bis zum 03.12. 2021
  • Fernsehinfos vom 1. bis zum 19. November 2021
  • Buchtipp: Daniela Schenk: Mein Herz ist wie das Meer
  • Buchtipp: Elke Weigel – „Wind der Freiheit“
  • Buchtipp: „Riss in der Zeit“ von Ahima Beerlage
  • Filmtipp zum 75. Geburtstag von Ilse Kokula
  • Ilka Bessin: Abgeschminkt – Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede
  • Interview und Verlosung zu 25 Jahre „Krug & Schadenberg“
  • Der Schottische Bankier von Surabaya: Ein Ava-Lee-Roman
  • CD-Review: LAING sind zurück mit neuem Album
  • Interview: „Diversity muss von der Führung kommen“
  • 5 Serien für Fans starker TV-Charaktere …
  • „Danke Gott, dass ich homo bin!“ – Filmreview von „Silvana“
  • Buchrezi: „Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte“
  • Rückblick auf die NorthLichter
  • DVD-Rezi: „Call My Agent“ – Staffel 2
  • Berlin: Etwas andere Pride Parade am 23. Juni 2018 …
  • Buchrezi: Carolin Hagebölling „Ein anderer Morgen“
  • Ausstellungseröffnung „Lesbisches Sehen“ im Schwulen Museum Berlin
  • „The Einstein of Sex“ – Stück über Magnus Hirschfeld
  • „Here come the aliens“ – Das neue Album von Kim Wilde
  • Album-Review: Lisa Stansfield „Deeper“
  • Theater X: Deutschlands vergessene Kolonialzeit
  • Berührend humorvoll: die Serie „Call My Agent“ – mit lesbischer Hauptfigur