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6. Filmfest homochrom in Köln und Dortmund

Von Daniela Zysk | Am 18. September 2016
Kategorien: Film, kulturelle | Mit 0 Kommentaren

Schon zum sechsten Mal findet in Köln und Dortmund nun das Filmfest homochrom im Oktober 2016 statt. Als eigentlich eines der jüngsten LGBT* Filmfestivals ist es aber schnell unter der Führung von Festivalleiter Martin Wolkner zu einem der größten des Landes aufgestiegen.

Allerdings werden jedes Jahr die Sorgenfalten von Martin Wolkner größer, da es immer schwieriger wird, das Festival finanziell zu stemmen.
Zwar gibt es Förderungen der Stadt Köln und Dortmund, aber diese sind kaum oft mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.
Martin Wolkner schreibt auf der homochrom Homepage:

Das Filmfest hat dank seiner Qualität immer neue Förderer überzeugt, uns mit vierstelligen Beträgen zu unterstützen. Obwohl sich mehr Leute einbringen und mitarbeiten, verbleibt der Großteil der Verantwortung bei mir als Festivalleiter und homochroms Mädchen für alles. Leider stellt sich die Frage, wie lange die drei ursprünglichen Sponsoren noch ausreichen. Denn viel Herzblut und eine geringe Aufwandsentschädigung reichen nur für ein Leben in prekärsten Verhältnissen. Miete, Lebensunterhalt und eine Krankenversicherung kann man davon nicht bezahlen.

So hoffen er und die vielen helfenden Hände vom Verein, dass es auch in diesem Jahr viele Besucher_innen in die Filme lockt, um darüber die Zukunft des Festivals zu sichern.

Die Termin für das Festival:
11-16/10/2016, Köln
20-23/10/2016, Dortmund

homochrom 2016

Neben den Kurzfilmen gibt es folgende Langspielfilme mit lesbisch-queerem Inhalt zu sehen:

Brides to Be
Robin (Angela DiMarco) und Jenna (Carollani Sandberg) werden heiraten. Um die Vorbereitungen selbst zu erledigen, fährt das Paar schon einen Abend vorher zu dem wunderschönen Landhaus, wo die Zeremonie gefeiert werden soll. Ihr guter Freund Nate (Jesse Lee Keeter) begleitet sie und will ihnen dabei zur Hand gehen. Obwohl nicht alles wie erhofft funktioniert, ist Robin voller Vorfreude und Tatendrang. Jenna hingegen hat Probleme, ihr Gelübde zu schreiben. Sie wird von Zweifeln geplagt – und mit ihnen erwachen paranormale Kräfte, die drohen, die beiden Liebenden auseinanderzureißen…
Trailer:

BORN TO FLY: ELIZABETH STREB VS. GRAVITY (präsentiert von der LAG Lesben in NRW)
Schwerkraft ist kein Gegner, sondern Elizabeth Strebs größter Tanzpartner. Die 1950 geborene, lesbische Choreografin und ausgebildete Tänzerin ist Action-Architektin und Bewegungsvisionärin. Seit weit über 40 Jahren arbeitet sie an “Pop Action”, wie sie es nennt. Es ist eine extreme, avantgardistische Art von kontrollierter, aber waghalsiger Bewegung im Raum mit spektakulärer und teils gefährlicher Anordnung. Beinahe wie Stuntleute fliegen, fallen und prallen ihre Tänzer. Sie springen gegen Plexiglasscheiben, ducken sich vor schwingenden Stahlträgern, springen von Brücken. Und sie riskieren ihre Gesundheit dabei. Der Film dokumentiert Strebs Arbeit und ihre Motivation sowie die ihre draufgängerischen Kompaniemitglieder. Selbst die Art, wie Streb ein Abendessen mit ihrer Lebenspartnerin plant, spricht Bände.

The Handmaiden
Die japanische Kolonie Korea in den 1930ern. Die Dame Hideko (Min-hee Kim) ist eine reiche japanische Erbin, aber noch sehr jung und fragil. Deswegen lebt sie unter der Verantwortung ihres Onkels Kouzuki (Cho Jin-woong). Ein Hochstapler gibt sich als japanischer Graf Fujiwara (Ha Jung-woo) aus und engagiert die Diebin Sook-hee (Kim Tae-ri) aus den Armenviertel. Als Dienstmädchen soll Sook-hee das Haus der Dame infiltrieren und für den Grafen werben. Denn Fujiwara plant, Hideko zu ehelichen, sie dann in eine Anstalt einzuweisen und das Geld einzusacken. Aber entgegen Fujiwaras Plan ist Sook-Hee überwältigt von Hidekos Schönheit. Langsam und prickelnd kommen sich Bedienstete und Herrin näher…
Eine Neuverfilmung des Romans “Solange du lügst” von Sarah Waters. Hier findet ihr das Buch:https://www.krugschadenberg.de/produkt/solange-du-luegst/

LIBERTY’S SECRET – THE 100% ALL-AMERICAN MUSICAL (präsentiert von Phenomenelle)
Der konservative Senator Kenny Weston (John Lepard) möchte gern der nächste Präsident der Vereinten Staaten werden. Allerdings gibt es ein Problem: Seine Kampagne gilt bereits vor der Nominierung zum Partei-Kandidat als tot. Glücklicherweise kommt seinem Team bestehend aus Dick Dinkler (Rusty Mewha), Yolanda Jones (Alfrelynn J. Roberts) und Nicole Levine (Cara AnnMarie) eine verzweifelte letzte Idee. Ein sympathischeres Gesicht soll frischen Wind bringen. Ein Gesicht wie das der jungen, unschuldigen und singenden Pfarrerstochter Liberty Smith (Jaclene Wilk). Sie soll als “zusätzliche Wortführerin” – im Grunde aber als Gallionsfigur – auf Stimmenfang für den Senator gehen. Für das Goldkehlchen ist es eine Gelegenheit, ihrer Leidenschaft, dem Singen, nachzugehen und ein bisschen herumzukommen. Erst unterwegs wird ihr richtig klar, wie wenig sie von Politik und der ungewohnten Öffentlichkeit umzugehen weiß. Doch alles läuft wie geplant: Liberty gewinnt die Herzen und Westons Umfragewerte steigen. Allerdings nur, bis sich Liberty und Kommunikationsleiterin Nicole zu nahe kommen…

S&M Sally
Die butche Jamie (Michelle Ehlen) findet heraus, dass ihre Femme-Freundin Jill (Jen McPherson) bereits BDSM-Erfahrungen hat. Jamie überkommen Ängste, Jill nicht zu genügen. Darum schlägt sie vor, gemeinsam einschlägige Clubs zu besuchen und zu experimentieren. Allerdings ist das alles doch nicht ganz so einfach für Jamie. Aus irgendeinem Grund glaubt Jamie, die dominante Rollen zu übernehmen. Jill hingegen ist da ganz anderer Ansicht. Und während die lesbischen Frauen ihre BDSM-Ausflüge machen, experimentieren ihre Freunde Lola (Shaela Cook) und David (Scott Keiji Takeda) anderweitig. Das Heteropaar hat den polyamorösen Sebastian (Adrian Gonzalez) kennen gelernt und möchte sich auf einen Dreier einlassen. Aber auch bei denen kollidieren Fantasien mit echten Gefühlen.

WOMEN WHO KILL
Die 38-jährige Morgan (Ingrid Jungermann) und ihre Ex-Freundin Jean (Ann Carr) betreiben einen in ihrer Region beliebten Podcast über Serienmörderinnen und führen dafür auch gerne mal Interviews in Gefängnissen, z.B. mit Lila (die Oscar-nominierte Annette O’Toole aus “Superman III” und “Stephen Kings Es”). Morgan hat Bindungsprobleme und ist doch ko-abhängig recht eng mit Jean. Als sie die mysteriöse Simone (Sheila Vand) bei ihrer Schicht im genossenschaftlichen Supermarkt kennen lernt, sind alle Hemmungen vergessen. Ihre Freundinnen warnen Morgan, sich nicht zu schnell auf eine Beziehung einzulassen, und Jean hegt sogar Zweifel an Jean. Doch für Morgan scheint Jean das Beste zu sein, was ihr jemals passiert ist – bis sie selbst erste Anzeichen bemerkt und jemand im Supermarkt stirbt. Also geht sie zusammen mit Jean genauso akribisch auf Spurensuche wie bei ihren Podcasts. Aber hat sie nur Beziehungsängste oder ist ihr Leben wirklich in Gefahr?

Alle weiteren Infos und die Filmtrailer findet ihr hier:
http://www.homochrom.de/filmfest-2016

Trailer für das Filmfest:

Daniela Zysk

Co-Gründerin von phenomenelle. Sie erlebte ihre ersten Lesbenbabyschritte in der schwäbischen Provinz und war dann später in Köln in mehreren LGBTIQ Organisationen tätig, wo sie u.a. den WomenPride gründete und im Moment das Filmfestival homochrom unterstützt. Sie ist ein unverbesserlicher Happy-End Freak und findet die Vernetzungsmöglichkeiten dank der Social Networks das Größte seit der Erfindung von kalten koffeinhaltigen Getränken.

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