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Vegan Challenge

Mein Fazit: Home Sweet Home

Hochlandrind sagt Danke

Als der Monat begann fürchtete ich noch, was mir zu essen bliebe. Ich wollte nicht mit einer Möhre auf dem Sofa enden.
Dabei muss nur hier und da ein nicht veganes Produkt durch ein veganes Produkt ersetzt werden. So lässt sich selbst eine fertige Kuchen-Backmischung veganisieren. Nicht einmal der Gang zum Bioladen ist nötig. Jeder Supermarkt bzw. jede Drogerie hat das passende Alternativprodukt im Regal stehen.

Ich hatte erst vor (aus Angst zu verhungern), mich strikt an Attila Hildmanns Buch zu halten. AH Buch erleichterte mir den ersten Schritt. Nahm mir die Angst vor dem Unbekannten „VEGAN“. Dank dem Buch habe ich viele, mir bisher unbekannte Zutaten wie z.B. das weiße Mandelmus, lieb gewonnen. Überstunden, Verabredungen etc. ließen letztendlich wenig Spielraum (und Lust) zum Kochen nach Buch-Anleitung. So habe ich immer wieder einzelne mir bekannte Rezepte nur abgewandelt. Statt Milch, Sojamilch, statt Sahne, Sojacuisine. Das Ergebnis schmeckte nicht nur, sondern war auch leichter bekömmlich.

Vegan on the Road

Hier gibt es nichts schön zu reden: Da bleibt Veganerin auf der Strecke. Es fiel mir oft schwer, auf der Speisekarte ein veganes Gericht zu finden. Dann verbrachte ich ein Wochenende in einer fremden Stadt: Das Frühstücksbuffet des Hotels gab zusammengerechnet ein totes Tier her, aber natürlich weder Sojamilch noch vegane Ersatzprodukte. Bei einer längeren Autofahrt hatte ich meine Sojamilch im Kofferraum für den Coffee2go. Milchkaffee gibt es an jeder Raststätte, aber keine Sojamilch. Mich mit einem veganen Outdoor-Survival-Pak vorbereiten zu müssen nervte.

Mein Körper

Fühle ich mich besser? Fitter? Gesünder? Viele klagen über Schlappheit. Ich habe bereits lange vor unserem veganen Monat ein Vitamin-Saft-Konzentrat sowie Vitamintabletten, die sowohl Eisen als auch B12 beinhalten, eingenommen. Sicherlich war dies hilfreich, weil immer wieder zu lesen ist, dass Veganer auf eine ausreichende Zufuhr von Eisen und B12 achten sollen. Ich fühle mich richtig gut. Keinesfalls beabsichtigt hab ich ganz nebenbei 3kg abgenommen. Dabei habe ich mich weder bewusst kalorienarm ernährt, noch auf Süßigkeiten verzichtet. Denn auch Schokolade, Chips und Co. sind teilweise vegan und in jedem Supermarkt zu finden.

Wie vegan bin ich

Ich werde zu Hause auch in Zukunft zum größten Teil vegan leben. Ich leide an chronischer Gastritis und allein der Umschwung von Fleischesserin zur Vegetarierin hatte zur Folge, dass sich meine Probleme drastisch verbesserten und ich auf die tägliche Einnahme von Säureblockern verzichten konnte. Bin ich unterwegs, werde ich mich weiterhin den vegetarischen Alternativen zuwenden. Und auch hier und da sicherlich einem oder mehreren Stücken Schokolade.

Was sich für mich verändert hat

  • Ich esse und genieße mein Essen bewusster.
  • Es fühlt sich gut an, dass für mein Essen kein Tier leiden musste.
  • Bioläden haben ihren Schrecken für mich verloren.
  • Ich habe gelernt, dass Veganer kein komisches Menschenvolk sind.
  • Mein Geschmack hat sich verändert. Ich nehme z.B. Gewürze und Zucker viel intensiver wahr.
  • Ich kaufe gezielter ein und werfe weniger weg.
  • Ich traue mich zu kochen.
  • Zukünftig, wann immer es geht, kommt mir nur Sojamilch in den Kaffee.
  • Der Matcha-Tee hat den Einzug in meinen Tagesablauf gefunden.

Ich kann nur jedem empfehlen – traut euch! Ihr werdet überrascht sein. Versucht es, ein paar Tage, eine Woche oder einen ganzen Monat. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten. Ihr werdet die Welt von einer anderen Seite aus sehen. Auch wenn mir der Einstieg schwer gefallen ist, mir hat dieser Monat sehr viel gebracht.

Mein Dank gilt besonders phenomenelle: Danke, dass ihr dieses Experiment auf die Beine gestellt habt! Ohne euch hätte ich es nicht geschafft!

Fruktonautin

Vorkenntnisse: “Vegan for fit” gelesen, ansonsten als Teilzeitvegetarierin eher dürftige Vorkenntnisse
Erwartungen: Meinem Körper etwas Gutes zu tun. Spass. Ausgefallene Gerichte. Herauszufinden ob ich als Veganerin überleben kann.

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