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Lesbische Hitserie “Orange is the New Black” für 12 Emmys nominiert

Von Sabine Arnolds | Am 10. Juli 2014
Kategorien: kulturelle, TV | Mit 0 Kommentaren

Chancen auf den wichtigsten Fernsehpreis der Welt

Orange is the New Black, © https://www.facebook.com/OITNBErstmals könnte eine Serie mit starken lesbischen Charakteren bei der Verleihung der Emmys, den US-amerikanischen Fernsehpreisen, richtig absahnen. Vor wenigen Stunden gaben Join Mindy Kaling und Carson Daly die Nomierten für die 66. Emmy Awards bekannt. Der Gefängnis-Serie Orange is the New Black, von Fans liebevoll OITNB abgekürzt, gelang es dabei, gleich 12 Nominierungen zu ergattern. Damit behauptet sie sich als Emmy-Neueinsteigerin gut, etwa gegenüber Netflix-Schwester-Serie House of Cards (16 Nominierungen) und dem Fantasy-Dauerbrenner Game of Thrones (19 Nominierungen).

Taylor Schilling, die für ihre Rolle als ehemalige Drogenkurierin und Knastneuzugang Piper Chapman als beste Hauptdarstellerin in einer Comedy Serie nominiert wurde, hat dabei gegenüber Komödien-Großkalibern wie Lena Dunham (Girls), Melissa McCarthy (Mike & Molly), Edie Falco (Nurse Jackie), Amy Poehler (Parks And Recreation) sowie Julia Louis-Dreyfus (Veep) wohl eher Außenseiterchancen.

Die 12 Nominierungen im Überblick

Bis zur Verleihung am 25. August 2014 könnt ihr OITNB für folgende Auszeichnungen im Bereich Comedy Serie die Daumen drücken:

  • Beste Hauptdarstellerin: Taylor Schilling
  • Beste Nebendarstellerin: Kate Mulgrew (Galina ‘Red’ Reznikov)
  • Beste Gastdarstellerin: Natasha Lyonne (Nicky Nichols), Uzo Aduba (Suzanne “Crazy Eyes” Warren) und Laverne Cox (Sophia Burset)
  • Beste Regie: Jodie Foster (ja, DIE Jodie Foster)
  • Bestes Drehbuch: Liz Friedman und Jenji Kohan
  • Bestes Casting: Jennifer Euston
  • Bester Schnitt: William Turro, Michael S. Stern und Shannon Mary Mitchell
  • Beste Serie

Laverne Cox macht jetzt schon Geschichte: Sie ist die erste offen lebende Trans-Schauspielerin, die jemals für einen Emmy nominiert wurde. Und gerade erst wurde die Schauspielerin und Aktivistin von der britischen Zeitung The Guardian zur einflussreichsten lesbischen, schwulen, bisexuellen oder transgender Person in der World Pride Power Liste 2014 gekürt – vor Talkshow-Ikone Ellen DeGeneres und Turmspringer Tom Daley.

OITNB fristet in Deutschland ein Schattendasein

International ist OITNB seit Beginn der 1. Staffel im Juni 2013 ein Hit beim Publikum und bei der Kritik. Besonders die Diversität und die Tiefe der Charaktere sowie ein feines Fingerspitzengefühl für den Wechsel zwischen Drama und Komödie werden gelobt. Staffel 2 lief vor wenigen Wochen erneut mit allen 13 Folgen gleichzeitig per Internetstream an. Nur in Deutschland fristet die lesbische Netflix-Hitserie bislang ein trauriges Schattendasein. Zwar befindet sich Staffel 1 wohl mittlerweile in der Synchronisation. Noch ist aber nicht bekannt, wann deutsche Serien-Fans dieses Juwel mit einem außergewöhnlichen Cast endlich zu Gesicht bekommen. Vielleicht klappt es zum Ende des Jahres avisierten Start von Netflix Deutschland. Wir drücken jedenfalls die Daumen.

Foto: Jill Greenberg © 2013, Quelle FB-Seite Orange is the New Black

Sabine Arnolds

Ist eine der beiden Gründerinnen von phenomenelle. Die Idee spannende Geschichten um Frauen gesammelt auf einer Seite zu erzählen und ihr eigenes Online-Magazin herauszugeben, treibt sie schon mehrere Jahre um. Ein Lebenstraum wird Wirklichkeit.

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