phenomenelle

visuelle

LITFEST homochrom

Video on Demand meets Lesbenfilme

Mehrere DVDs auf Regenbogenflagge

Lesbische Filme online schauen

Filme oder Serie im Netz ansehen oder ausleihen, erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Dank immer schneller werdender Internetverbindungen, des Ausbaus der Benutzerfreundlichkeit und des Angebots an Filmen gibt es alleine in Deutschland über ein Dutzend Anbieter von Online-Videotheken.

Aber wie sieht es auf diesen Plattformen mit Lesbenfilmen aus, oder generell Filmen die inhaltlich mehr bieten als heterosexuelle Lebenswelten? Einige dieser Portale wie Lovefilm.de bieten neben ihrer VOD Bibliothek auch einen DVD Versand an. Dort findet ihr dutzende Klassiker des Lesbenfilms wie „Better than chocolate“ oder „Women love Women“, aber auch einige interessante aktuelle Filme. Die wenigsten sind leider als Stream auf den heimischen Computer verfügbar. Anders Maxdome.de, die neuerdings in ihrer Online-Videothek eine „Queer Cinema“ Reihe anbieten mit 288 Filme (Stand 29.5.2012). Die interessierte Lesben findet dort ebenfalls vermehrt viele Klassiker, die sie sicherlich schon in ihrem DVD Regal stehen. Das gleiche gilt für vergleichbare Portale wie iTunes und Videoload.de.

Echtes Video on Demand von Frauen für Frauen

Eine Alternative bieten 3 Portale aus Übersee. Allerdings muss ich natürlich voraus schicken, dass diese nur für Frauen interessant sind, die zumindest über Grundkenntnisse in Englisch verfügen. Die Filme werden im Original gezeigt, meist in Englisch oder wenn anderssprachig mit englischen Untertiteln.

Alle Angebote werden von Lesben für ein lesbisch/queeres Publikum betrieben. Deshalb finde ich es besonders wichtig, diese Portale zu unterstützen. Das treibt die Sichtbarkeit von Frauen gerade im Filmbereich voran. Ich erinnere gern daran, dass unter den Wettbewerbsfilmen in Cannes 2012 kein einziger Film einer weiblichen Regisseurin war. An der überragenden Qualität der Beiträge männlicher Filmemacher kann es kaum gelegen haben, denn die meisten der gezeigten Filme wurden von Kritikern zerrissen. Hier nun aber die 3 verschiedenen Video-on-Demand Portale:

tello films

Diese Plattform wurde vor einigen Jahren von Christin Mell und Nicole Valentine in Chicago gegründet. Sie ist spezialisiert auf eigene Inhalte, speziell auf Webserien wie Cowgirl Up, eine Western Serie mit diversen US Celesbians wie Bridget McManus. Neu und auch sehr sehenwert „I hate Tommy Finch“ mit Nicole Pacent, die einigen sicherlich von der preisgekrönten Webserie „Anyone but me“ bekannt sein dürfte. Das Team von Tellofilms arbeitet an weiteren spannenden Projekten wie das Drama „The Thowaways“, das die Situation von Obdachlosen LGBT Jugendlichen in Chicago erzählt. Die derzeit 9 exklusiven Webinhalte kosten all-inklusive 3,99 $ monatlich.
Homepage tello films
Facebook-Fanseite tello films

BuskFilms

Filmproduzentin und Regisseurin Andrea Wing gründete das Portal in Kanada. Auch ihr Hauptantrieb war der Mangel an lesbischen Inhalten im Web. BuskFilms zeigt sicherlich das breiteste Spektrum von lesbischen/queeren/Trans* Filmschätzen. Im Moment sind es über 60, unterteilt in Comedy, Dokumentationen und Drama, die ihr wohl in den wenigsten heterogenen Online-Videotheken findet. Das Team ist gut vernetzt innerhalb der Filmfestivalcommunity und so lassen weitere und aktuelle Filme nicht lange auf sich warten. Die Preise bewegen sich für eine Nutzungsdauer von 48 Stunden zwischen 1,99 $ bis zu 4,99 $ pro Film, je nach Aktualität und Länge.
Homepage Busk Films
Facebook-Fanseite BuskFilms

OneMoreLesbian

Diese Seite hat den größten Bekanntheitsgrad bei den Onlinemedien für Lesben. Gründerin ist die kalifornische Filmproduzentin Shirin Papillon. Sie band auf OML viele lesbische Videoinhalten aus anderen Portalen ein, was die Seite schnell im lesbischen World Wide Web bekannt machte. Natürlich alles kostenlos. Vor einiger Zeit ergänzten die Macherinnen ihr Angebot um eine Online-Videothek, die besonders für Romantik-Fans interessant sein dürfte. Dort findet ihr den Filmklassiker „Desert Hearts“ neben neueren Herz-Schmerz-Produktionen wie „Elena Undone“ oder „Hannah Free“, aber auch preisgekrönte Dokumentationen stehen zum Streamen bereit. Die Preise varieren hier zwischen 0,99 $ und 3,99 $ für eine Nutzungsdauer von 48 Stunden pro Film.
Homepage OneMoreLesbian
Facebook-Fanseite OneMoreLesbian

phenomenelle Filmnächte wünscht euch die Redaktion!

Related Posts

One thought on “Video on Demand meets Lesbenfilme”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Anzeige


Anzeige LITfest homochrom 06.–08.08.2021

visuelle

  • Fernsehinfos vom 18.06. bis zum 01.07.2022
  • Fernsehinfos vom 04. bis zum 17. Juni 2022
  • Buchtipp: Daniela Schenk: Mein Herz ist wie das Meer
  • Buchtipp: Elke Weigel – „Wind der Freiheit“
  • Buchtipp: „Riss in der Zeit“ von Ahima Beerlage
  • Filmtipp zum 75. Geburtstag von Ilse Kokula
  • Ilka Bessin: Abgeschminkt – Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede
  • Interview und Verlosung zu 25 Jahre „Krug & Schadenberg“
  • Der Schottische Bankier von Surabaya: Ein Ava-Lee-Roman
  • CD-Review: LAING sind zurück mit neuem Album
  • Interview: „Diversity muss von der Führung kommen“
  • 5 Serien für Fans starker TV-Charaktere …
  • „Danke Gott, dass ich homo bin!“ – Filmreview von „Silvana“
  • Buchrezi: „Lesbisch. Eine Liebe mit Geschichte“
  • Rückblick auf die NorthLichter
  • DVD-Rezi: „Call My Agent“ – Staffel 2
  • Berlin: Etwas andere Pride Parade am 23. Juni 2018 …
  • Buchrezi: Carolin Hagebölling „Ein anderer Morgen“
  • Ausstellungseröffnung „Lesbisches Sehen“ im Schwulen Museum Berlin
  • „The Einstein of Sex“ – Stück über Magnus Hirschfeld
  • „Here come the aliens“ – Das neue Album von Kim Wilde
  • Album-Review: Lisa Stansfield „Deeper“
  • Theater X: Deutschlands vergessene Kolonialzeit
  • Berührend humorvoll: die Serie „Call My Agent“ – mit lesbischer Hauptfigur