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Konkursbuchverlag

Lesetipp: “Wie ein Versprechen”

Von Gastautorin Jess Doenges | Am 26. September 2013
Kategorien: kulturelle, LITelle | Mit 1 Kommentar

Buchumschlag Wie ein VersprechenDina Harms zieht 1928 vom Land in die Stadt Hamburg, um dort auf eine Hauswirtschaftsschule zu gehen. Glück für sie, denn sie lernt Freundin Ida kennen. Ansonsten ist es eher eine kurze Stippvisite; sie fliegt von der Schule.
Bei einer Party darf sie die Kamera eines Freundes von Idas Bruder Simon ausprobieren und die Fotografie lässt sie nicht mehr los – Momente festhalten und experimentieren, das ist ihr Wunsch und später Passion.
Sie trifft auf dem Schulweg immer mal auf Siegfried Lohmann, der ihr nach dem Schulverweis sofort einen Job in seinem Fotoladen anbietet, weil er ihr Talent längst erkannt hat.
Schon bald fotografiert sie nicht nur Kinderportraits und Hochzeiten, sondern auch Werbung für einen Nachtclub und nicht ganz ungefährliche Demonstrationen.

Bei ihrer Arbeit lernt sie Selene kennen, die sie fasziniert. Selene nimmt sie mit – zu politischen Kundgebungen und in die Oper und vor allem auf einen Weg zu sich selbst – Dina lernt, sich zu behaupten – auch gegen Selene, die zwar eine Beziehung mit Dina führen möchte, aber Angst hat, zu sehr geliebt zu werden. Außerdem trägt sie ein Familiengeheimnis mit sich herum, hinter das Dina zu kommen versucht.

Autorin Stefanie Zesewitz beschreibt noch viel mehr Lebensgeschichten, die alle irgendwie bei Dina zusammenlaufen.
Ida, die mit Dinas Liebe zu Selene ein Riesenproblem zu haben scheint, deren Bruder, dessen Freund Friedrich, Dinas eigene Familie – alle Personen und alles, was in diesen Jahren geschieht, sind so wahnsinnig “nah”.

Dieses Buch habe ich kaum aus der Hand legen können. Es ist spannend, berührend und unglaublich gut recherchiert von der ersten bis zur letzten Seite und kann locker mit Büchern wie “Die Bücherdiebin” oder “Der Junge, der Träume schenkte” mithalten.
Der bedrückend-schleichende Beginn der Nazizeit, die Ängste aber auch die Euphorie der Menschen – es ist alles so nachvollziehbar und man kann mit jedem Einzelnen mitfühlen.

Ich wünsche mir noch viel, viel mehr solche Bücher dieser Autorin!

 

Stefanie Zesewitz: Wie ein Versprechen
Querverlag
ISBN: 978-3-89656-214-2

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Ein Kommentar

  1. Buchrezi: Donaunebel von Stefanie Zesewitz17. September 2015 um 12:01Antworten

    [...] schon bei Zesewitz’ Buch Wie ein Versprechen wollte ich nur noch abtauchen und immer weiterlesen. Ich ließ mich mitreißen, wenn Geheimnisse [...]

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