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Buchrezi – Tania Witte: bestenfalls alles

Von Jess Doenges | Am 23. April 2015
Kategorien: kulturelle, LITelle | Mit 0 Kommentaren

Buchcover Bestenfalls Alles282 Seiten prall gefülltes Leben. Mit Dummheiten, Weisheiten, Liebe(skummer), Freundinnen und Familie – sowas macht für mich ein gutes Buch aus. Und das charakterisiert auch Tania Wittes “bestenfalls alles”.
Ich fand auf jeder zweiten, dritten Seite Sätze, die ich mir merken, notieren wollte, oder Sätze, die dermaßen gut Gefühlszustände beschreiben, dass diese Geschichte nicht nur ein Roman ist, sondern irgendwie auch ein Teil von mir als Leserin. Lebensgeschichte ist das, was uns ausmacht. Aber auch unsere sozialen Kontakte und die Vorstellung die wir von uns selbst oder Beziehungen haben – und Leben ist dann das, was wirklich stattfindet, überraschend, ungebremst.
Tekgül Carragher ist happy – sie kann sich endlich von ihrem langen Haar trennen, hängt den Modeljob an den Nagel und hat die Zusage der Kunsthochschule, auf die sie schon so viele Jahre wartet.
Nicoletta, ihre beste Freundin, sowie ihre Eltern Ian und Filiz, Marte und George, Johanna, Frau Schäfer, Sandyunmanu und deren Hund Rutherford begleiten sie durch ihren Alltag, ihre Gedanken und die Auseinandersetzung mit dem Leben.
Und plötzlich ist alles ganz anders. Tekgül muss lernen, dass Pläne etwas sind, worüber das Leben nur lachen kann. Als dann auch Nicoletta genau das auf ganz andere Art zu spüren bekommt, fahren die beiden zusammen mit Hund Rutherford von  Berlin in die Schweiz, wo Nicolettas Vergangenheit ihre Wurzeln hat. Frau Schäfer und Sandyunmanu heiraten in Irland und überlassen Tekgül den Hund, sodass direkt ein Bild von Sommer und Freiheit und dicken Hundepfoten entsteht, noch bevpr die Fahrt beginnt.
“Erst, wenn das Problem, mit dem du dich gerade herumquälst, etwas ist, was dir in einem Jahr immer noch wichtig ist, ist es eins. Falls nicht, ignorier es. Falls doch: Geh es an”, weiß Tekgül von ihrer Mutter. Und sie geht es an. Sie lernt dabei nicht nur Dinge über die Vergangenheit ihrer Freundin Nicoletta, sondern auch, wie wichtig neben den eigenen Wurzeln auch die eigene Geschichte ist – das, was man aus dem Leben macht, was man einst geschenkt bekommen hat. Sie spürt, dass die Liebe ihrer Freunde aber auch die Liebe ihrer Partnerin zwar Arbeit bedeutet aber auch Sicherheit. Und was sie so ganz nebenbei am Bodensee macht und was die geheimnisvollen SMS bedeuten, die Nicolettas Handy rülpsen lassen, das solltet Ihr unbedingt selbst herausfinden :O) Ich habe mir jedenfalls Tania Wittes andere Bücher auch gleich bestellt.

Tania Witte: bestenfalls alles
Querverlag

14,90 €
ISBN: 978-3-89656-224-1

 

Jess Doenges

Jess kommt aus dem Rheinland, aber liebt die kleinen CSDs in ihrer Wahlheimat Baden-Württemberg, vor allem den grenzübergreifenden CSD am See in Konstanz. In ihrer Welt gibt es Playmobilelfen und Glitzer, aber auch einen sturen Gerechtigkeitssinn. Schokolade muss immer im Haus sein. Wenn sie keine Theaterkarten verkauft schreibt sie Dies und Das und liebt einfach das Leben, weil sie den Krebs überlebt hat und alles fotografieren möchte, was ihr vor die Linse kommt, momentan am liebsten ihre Katzen Caramel, Kleinerhong, Shirin, Samsi & Harry.

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