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phenomenelle des Tages: Ula Stöckl

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Ula Stöckl (geb. 5.2.1938)

Ihre Leidenschaft gehört dem Film, ob vor oder hinter der Kamera, ob als Dozentin oder Kuratorin. Nach mittlerer Reife und Sekretariatsausbildung studiert sie aber zunächst in Paris und London Sprachen. 1963 beginnt sie das Studium am Institut für Filmgestaltung in Ulm, der Talentschmiede des neuen deutschen Film. Der erste Kurzfilm Antigone entsteht 1 Jahr später, eine Reportage, die sich in die Historie des klassischen Stoffs begibt.

Mit ihrem Abschlussfilm Neun Leben hat die Katze dreht sie den ersten feministischen Film Deutschlands, lange bevor das Genre tatsächlich als eigenständiges entsteht. Stöckl entwickelt früh eine eigene Bildsprache, arbeitet mit Montagen, Phantasien und Metaphern. Sie sprengt Genrekonventionen, schafft eine filmische Realität, in der auch Träume, Ängste und Ungesagtes ihren Platz bekommen. Für ihren bekanntesten Film Der Schlaf der Vernunft erhält sie 1984 den Bundesfilmpreis.

Zeitweise tritt sie vor allem als Darstellerin in Erscheinung. Ab Anfang der 80er Jahre gibt sie ihr Wissen weiter und unterrichtet Filmstudent_innen, zunächst an der Deutschen Film- und Fernsehakademie, dann an der Hollins University und seit vielen Jahren an der University of Central Florida. 1978 gründet sie mit anderen Frauen das erste europäische Frauenfilmfestival in Paris, dem sie 15 Jahre treu bleibt. Weitere Festivals wie Berlin und Venedig holen sie in ihr Auswahlgremium. In Berlin agiert sie als Schirmfrau des feministischen Pornofilmpreises PorYES.

Weiterführende Links und Quellen

Videoquelle YouTube: Auszug aus Ula Stöckls Langfilmdebut NEUN LEBEN HAT DIE KATZE (1968).

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