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phenomenelle des Tages: Tamara de Lempicka

Von Sabine Arnolds | Am 16. Mai 2013
Kategorien: informelle, LeStory | Mit 1 Kommentar

Tamara de Lempicka (16.5.1898–18.3.1980)

Tamara Łempicka ssj 20060914 - croppedDie bisexuelle Malerin versteht es wie keine zweite, Talent und geschicktes Marketing miteinander zu verbinden. Sie ist ehrgeizig und will unbedingt nach oben, laut pocht sie an den Einlasstüren der ‘Oberen Zehntausend’ der Pariser Gesellschaft der 1920er und 30er Jahre. Und die Pforten öffnen sich weit.

Geboren in eine wohlhabende Familie zeigt sich früh, dass sie einen starken eigenen Willen hat. Nach der Scheidung vom Vater heiratet ihre Mutter erneut. Tochter Tamara mag das nicht akzeptieren und zieht kurzer Hand zu einer Tante nach St. Petersburg. Ein Leben ohne finanzielle Sorgen wartet auf sie. Mit 18 Jahren heiratet sie den Anwalt Tadeusz Lempicki, nach der russichen Revolution ist es mit dem Luxusleben vorbei. Das Paar geht nach Paris ins Exil. Eine Tochter kommt zur Welt. Als ihr Mann keine Arbeit findet, beschließt sie, den Lebensunterhalt für die Familie zu bestreiten.

Sie nimmt Malunterricht, unter anderem bei einem Kubisten. Doch sie will nicht nur Künstlerin sein, sondern auch von ihrer Kunst leben. Geschickt wählt sie einen Malstil, der in den Trend der Zeit passt. Ihre Art-Deco-Porträts werden ebenso ein Renner wie ihre Aktbilder. De Lempicka versteht es, den Bildern auch eine erotische Spannung zu verleihen, die ankommt. 1939 flieht sie aus Paris vor den Nazis in die USA und erobert Hollywood. Wer auf sich hält, lässt sich von de Lempicka porträtieren. Und oft passiert auch ein bisschen mehr. Zu ihren Liebhaber_innen gehören Frauen wie Männer.

Anfang der 60er Jahre zieht sie sich zurück, ihre Kunst entspricht nicht mehr der Zeit. Die Nachfrage nimmt ab. Erst nach ihrem Tod erleben de Lempickas Werke ein Revival.

Foto: By Paweł Cieśla Staszek_Szybki_Jest (Own work by Paweł Cieśla) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0], via Wikimedia Commons

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Sabine Arnolds

Ist eine der beiden Gründerinnen von phenomenelle. Die Idee spannende Geschichten um Frauen gesammelt auf einer Seite zu erzählen und ihr eigenes Online-Magazin herauszugeben, treibt sie schon mehrere Jahre um. Ein Lebenstraum wird Wirklichkeit.

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Ein Kommentar

  1. Susanne Lück16. Mai 2013 um 14:14Antworten

    Sehr interessant… schon wieder was dazugelernt!

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