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phenomenelle des Tages: Königin Máxima

Von Sabine Arnolds | Am 17. Mai 2013
Kategorien: informelle, LeStory | Mit 0 Kommentaren

Königin Máxima (geb. 17.5.1971)

Royal Wedding Stockholm 2010-Konserthuset-398Seit mehreren Jahren gehört die gebürtige Argentinierin zu den beliebtesten Mitgliedern des niederländischen Königshauses. Doch das war nicht immer so. Anfangs weht ihr und ihrem damaligen Verlobten, dem heutigen König Willem-Alexander, heftiger Gegenwind ins Gesicht. Der Grund: Ihr Vater, ein argentischer Politiker, war 5 Jahre Landwirtschaftsminister und somit Teil der argentischen Diktatur Ende der 70er Jahre.

Die Prinzessin der Niederlande – da ihr Mann, nicht sie, regiert, darf sie den Titel Königin nur ehrenhalber tragen – wird in eine wohlhabende argentische Familie geboren. Die Tochter studiert Wirtschaftswissenschaften. Nach dem Studium zieht sie nach New York, arbeitet für verschiedene internationale Banken. 1999 lernt sie den damaligen Prinzen Willem-Alexander kennen. Er soll gleich Feuer und Flamme gewesen sein, sie zögerte. Ärger bahnt sich an, als die Verbindung und vor allem die Vergangenheit ihres Vaters bekannt wird. Die holländische Regierung lässt ein Gutachten erstellen. Es kommt zu dem Ergebnis, der frühere Minister wusste von Menschenrechtsverletzungen, war aber nicht daran beteiligt. Willem-Alexander steht zu seiner Freundin und ist fest entschlossen, sie zu heiraten. Der niederländische Ministerpräsident überzeugt ihren Vater davon, die Militärherrschaft mit deutlichen Worten zu verurteilen. Außerdem verzichtet er darauf, an der Hochzeit teilzunehmen. Ein tragfähiger Kompromiss. Im Februar 2002 findet die Trauung statt.

Máxima erobert die Herzen der Niederländer_innen mit ihrer herzlichen und direkten Art im Sturm. Schnell lernt sie das Land und seine Geschichte sowie dessen Sprache kennen. Ihre gleichzeitig glücklichen und traurigen Tränen während der Hochzeitszeremonie bewegen die Bürger_innen. Lesben und Schwule in den Niederlanden haben mit ihr eine wichtige Verbündete. Seit vielen Jahren setzt sie sich gegen Homophobie ein. 2008 nimmt sie an einem Treffen für die Rechte von Homosexuellen teil und unterschreibt eine Forderung zur vollständigen Gleichbehandlung. Am 16. Mai 2013 besucht sie nur kurze Zeit nach der Amtsübernahme ihres Mannes eine Konferenz anlässlich des einen Tag später stattfindenden Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie. Der Tag selbst fällt auf ihren Geburtstag.

Foto: Holger Motzkau 2010, Wikipedia/Wikimedia Commons (cc-by-sa-3.0) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Weitere Quellen und Links

Sabine Arnolds

Ist eine der beiden Gründerinnen von phenomenelle. Die Idee spannende Geschichten um Frauen gesammelt auf einer Seite zu erzählen und ihr eigenes Online-Magazin herauszugeben, treibt sie schon mehrere Jahre um. Ein Lebenstraum wird Wirklichkeit.

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