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phenomenelle des Tages: Dorothee Markert

Von Sabine Arnolds | Am 6. März 2013
Kategorien: informelle, LeStory | Mit 1 Kommentar

Dorothee Markert (6./7.3.1999)

Porträt Dorothee Markert, Quelle: http://www.dorotheemarkert.deAllein war sie nicht, aber als eine der treibendsten Kräfte gehört ihr ein großer Anteil daran, dass auf dem 11. Verbandstag der SVD (Schwulenverband in Deutschland) zum LSVD (Lesben- und Schwulenverban in Deutschland) erweitert wurde. Am 6. und 7. März 1999 ergänzten die Mitglieder Name, Programm und Satzung. Dorothee Markert zog mit 4 weiteren Frauen in den Vorstand des Verbandes ein. Vorausgegangen war dem eine heftige Debatte innerhalb der organisierten Lesbenbewegung.

Markert, geboren 1950, unterrichtete von 1972–1997 an verschiedenen Grund-, Haupt- und Förderschulen. Zwischendurch studierte sie Pädagogik auf Diplom, erwarb einen Doktortitel. Heute arbeitet sie als Lerntherapeutin in der Nähe von Freiburg, schreibt und übersetzt Bücher. Seit 1972 war Markert in der Frauenbewegung aktiv, gründete mit anderen Frauen ein Frauenzentrum in Freiburg. Ende der 80er Jahre entdeckte sie italienische Philosophinnen aus Mailand und Verona, deren befreiende Gedanken sie schätzt und hilft in Deutschland bekannt zu machen.

In den 90er Jahren tobt im gerade wiedervereinigten Deutschland der Kampf um das Standesamt. Viele lesbische Aktivistinnen stehen der Instititution Ehe ablehnend gegenüber, auch das gemeinsame Dach verschiedener Organisationen, der Lesbenring. Markert sieht das anders.

1998 beim Lesbenfrühlingstreffen bietet sie mit Ute Küfer einen Workshop unter dem Motto “Wir wollen heiraten, noch in diesem Jahrhundert” an. Daraus entwickelt sich eine Initiative, die einen Brief an den Lesbenring schreibt und diesen auffordert, sich für eine Gleichstellung und die Öffnung der Ehe einzusetzen. Doch die Frauen dort winken ab. Markert findet das falsch, will die Sache nicht mehr allein den Schwulen überlassen. Sie wendet sich an den SVD und fordert ihn auf, sich in Bürgerrechtsfragen “zu einem Schwulen- und Lesbenverband zu erweitern”. Der Vorstand reagiert positiv, es kommt zu einem ersten Treffen. Im November des Jahres treten die ersten 300 Frauen dem Verband bei. Markert schreibt das Programm mit um. Wenige Wochen später wird aus dem SVD der LSVD.

Fotoquelle: www.dorotheemarkert.de

Weiterführende Links und Quellen

 

Sabine Arnolds

Ist eine der beiden Gründerinnen von phenomenelle. Die Idee spannende Geschichten um Frauen gesammelt auf einer Seite zu erzählen und ihr eigenes Online-Magazin herauszugeben, treibt sie schon mehrere Jahre um. Ein Lebenstraum wird Wirklichkeit.

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Ein Kommentar

  1. Dorothee Markert11. März 2013 um 13:11Antworten

    Danke für den schönen Bericht! Fühle mich eigentlich ganz wohl so zwischen Anna Magnani und Rosa Luxemburg!

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