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Ylva Verlag

Lesbische Sexgeschichten – Rezension von Venusgeflüster

Von Gastautorin Andrea Bruns | Am 23. Januar 2014
Kategorien: kulturelle, LITelle | Mit 0 Kommentaren

Mit Sexgeschichten ist das so eine Sache

Cover "Venusgeflüster" von Roberta GradlEs braucht nicht viel, dass ich sie als Einhand-Lektüre ohne Anspruch deklassiere. Wirklich gute Sexgeschichten kann eben nicht jede/r. Der Verlag Krug & Schadenberg jedoch hat längst bewiesen, dass er kann. Schließlich haben die Damen Krug & Schadenberg schon drei wundervolle Anthologien veröffentlicht. Sowohl Verführungen als auch Augenblicke und Begehren sind wahre Wunderwerke erotischer Geschichten, die sinnlich die Gedanken beflügelten und unserer Phantasie viele neue Impulse und Inspirationen lieferten. Diese drei Bände bestachen nicht nur inhaltlich, sondern vor allem auch und wieder einmal durch die perfekte Gestaltung durch Dagmar Schadenberg, die es immer wieder vermag, einem jeden Buch das richtige Antlitz zu verleihen.

Diesmal aber sollte es ein E-Book werden und ja, ich gestehe – ich bin keine Freundin des elektronischen Lesevergnügens. Ich bin und bleibe taktile Fetischistin, die das Papier an ihren Fingerspitzen spüren möchte. Aber ich weiß um die praktische Seite der E-Books und darum, dass immer mehr Menschen danach greifen und deshalb fällt es mir auch nicht schwer, ein Loblied darauf zu singen. Nicht auf alle und per se, aber auf dieses eine unbedingt – Venusgeflüster von Roberta Gradl. Diesmal auch explizit »Sexgeschichten« genannt und nicht »erotische Erzählungen«. Da puckerte das Herz ja schon, bevor ich die erste Zeile überhaupt gelesen hatte. Ich war also mehr als nur gespannt, vertraute aber auch diesmal wieder darauf, dass Andrea Krug den richtigen Riecher in der Auswahl dessen hatte, was unter ihrem und Dagmars Namen veröffentlichen wird.

Was soll ich sagen? Sie hatte ihn – und mehr als das, denn Venusgeflüster ist weitaus mehr als ein zartes Flüstern, das unser Begehren weckt. Die Worte sind Inspiration pur und die Geschichten authentisch, nachvollziehbar und vor allem nachspürbar. Es macht Spaß, Teil dieser Erotik zu sein, und es fällt gewiss nicht schwer, in die Rolle der einen oder anderen Protagonistin zu schlüpfen. Ich kann und will dieses kleine Kunstwerk uneingeschränkt weiterempfehlen. Lest Venusgeflüster. Nehmt es mit ins Bett und lest eurer Liebsten daraus vor. Lasst euch inspirieren und lebt aus, was die Worte euch in eure Phantasie pflanzen …

Venusgeflüster
Roberta Gradl
Verlag K + S digital, 2014
Bestell-Link: krugschadenberg.e-bookshelf.de

Ich wünsche Euch viel Vergnügen …

Gastautorin Andrea Bruns veröffentlicht auch auf ihrem eigenen Blog: femalegold.

Zur Buchautorin Roberta Gradl
Roberta Gradl wuchs in einem winzigen Dorf an den bayerischen Alpen auf. Dem Landleben verdankt sie ihre tiefe Verbundenheit zur Natur und allem, was da kreucht und fleucht. Den harten Wintern und verschneiten Straßen wiederum verdankt sie ihre Liebe zu Büchern. Statt Hanni und Nanni las sie Abenteuerromane und Science Fiction und ahnte recht früh, dass die Erfüllung ihrer Träume westlich der bayerischen Berge lag. Mit siebzehn ging Roberta Gradl für ein Jahr nach Peru. Anschließend zog sie nach München, schlug sich mit allerlei mehr oder minder bizarren Jobs durch, studierte später Englisch und Spanisch und arbeitete unter anderem als Übersetzerin, aber auch als ausgebildete Betreuerin für Demenzkranke in einem Seniorenheim. Nach etlichen Umwegen kam sie vor nicht allzu langer Zeit zum Schreiben und erinnerte sich, dass dies einer ihrer Kindheitsträume war. Einige unerfüllte Träume hat sie noch, und die sucht sie inzwischen genau da zu verwirklichen, wo sie gerade ist. Roberta Gradl lebt heute in einem Vorort von München.
Venusgeflüster ist ihre erste Veröffentlichung.

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