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SÜT Köln

Interviewserie “Frauen an den Turntables”: DJane Skinny

Von Daniela Zysk | Am 24. Mai 2014
Kategorien: informelle, kulturelle, LeStory, Musik | Mit 0 Kommentaren

Eine Frau als DJ – das ist so ähnlich wie eine Frau in der Chefetage eines Großkonzerns. Es gibt sicherlich etliche weibliche DJs, aber die wenigsten schaffen es ganz nach oben.
Der Weg dorthin ist gepflastert mit Vorurteilen und dummen Sprüchen wie ” „Hast du den Track von deinem Freund?“.

Wir wollen bekannten und weniger bekannten weiblichen DJs/DJanes mit unserer Interviewreihe “Frauen an den Turntables” Gelegenheit geben sich zu äußern und weitere Sichtbarkeit zu bekommen.
Kennst du auch eine weibliche DJ, die wir interviewen sollten? Dann schicke uns bitte eine Info an: redaktionelle@phenomenelle.de

SKINNY

Skinny_LBeach2011

Unter welchem Namen trittst du auf ?
Mein Name ist Skinny und ist entstanden in Anlehnung an die Skunk Anansie-Sängerin Skin, die eine meiner größten musikalischen Helden ist.

Seit wann machst du Musik und wie kamst du dazu ?
Mit 18 habe ich ein Praktikum in einem kleinen unkommerziellen Radiosender (FreeFM 102.6) in meiner Heimatstadt Ulm gemacht. Die brauchten jemanden, der den Sender bei einem Beachvolleyball-Turnier repräsentiert und das war dann ich.
Am Anfang habe ich viel in Jugendhäusern gespielt, bis dann ein paar Jahre später die ersten Szeneparties dazu kamen. Zuerst in Ulm, und dann auch auswärts, z. B. in Stuttgart, Augsburg und München. Das war total verrückt für mich, als ich das erste Mal auswärts aufgelegt habe!

Welche Musikrichtung bevorzugst du als DJ/DJane ?
Ich lege mich ungern fest auf eine Richtung, es sei denn ich bin z. B. fix für ein 80er/90er-Set gebucht. Ansonsten tobe ich mich gerne in mehreren Genres aus: (Deutsch-)Rock- und (Electro-)Pop, HipHop & Rap, Dance & Funk, Trash & Alltime-Classics

Wo legst du überall auf ?
Bisherige Stationen waren hauptsächlich im süddeutschen Raum: Ulm, Stuttgart, Heidelberg, Mannheim, Esslingen, Regensburg, Augsburg, München, Kempten. Auch war ich aber schon in Erfurt, Weimar, Berlin, Köln (Elleworld), Düsseldorf (Zakk) und Münster (Halloween-Party des Livas e.V.). Kleine Schritte über die Grenzen gab es auch schon in die Schweiz (Luzern und Zürich), sowie nach Österreich (Wien).
2011, 2012 und 2013 habe ich auch bei L-Beach aufgelegt.

Was war/wäre dein größter Erfolg ?
Den größten Jubel generell hat die erste Anfrage von Claudia Kiesel (die L-Beach Veranstalterin) bei mir ausgelöst. Ansonsten war auch mein 1.Mal in Berlin unglaublich. Aber ganz pauschal gesagt, ist für mich jedes Event ein Erfolg, bei dem sich Menschen an meiner Musik erfreuen und tanzen.

Gibt es einen Unterschied zwischen einem lesbischen und einem nicht-lesbischen Publikum ?
Ich spüre immer wieder, dass die Stimmung entspannter ist, wenn die Partys gemischt sind. Sprich, Jungs & Mädels sich unter den Partygästen tummeln. Woran das liegt, kann ich nicht festmachen, aber es bestätigt sich sehr häufig. (Ausnahme sind hier Events wie L-Beach!)

Was liegt dir auf dem Herzen im Bezug auf Locations und/oder Veranstalter ?
An die Gäste: Bitte lasst Eure USB-Kabel zuhause.
An die Veranstalter: Bitte zahlt den DJs, die Euch die Clubs füllen, eine faire Gage!

Hast du Vorbilder und wenn ja wen ?
Hildegard finde ich groß! Obwohl ich kein großer House-und Technofreund bin, schaue ich mir gerne ihre Sets an.

Weitere Infos zu Skinny:
Facebook Fanseite: https://www.facebook.com/pages/Djane-Skinny/264005810904
Instagram: http://instagram.com/djaneskinny

Fotocredit: Krizzi with the K, Seeandfeel.us

Daniela Zysk

Co-Gründerin von phenomenelle. Sie erlebte ihre ersten Lesbenbabyschritte in der schwäbischen Provinz und war dann später in Köln in mehreren LGBTIQ Organisationen tätig, wo sie u.a. den WomenPride gründete und im Moment das Filmfestival homochrom unterstützt. Sie ist ein unverbesserlicher Happy-End Freak und findet die Vernetzungsmöglichkeiten dank der Social Networks das Größte seit der Erfindung von kalten koffeinhaltigen Getränken.

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