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SÜT Köln

Goldene Palme 2013 für eine lesbische Liebesgeschichte

Von Daniela Zysk | Am 26. Mai 2013
Kategorien: Film, kulturelle | Mit 1 Kommentar

Blue is the warmest colour Soeben wurden die Preisträger der 66. Filmfestspiele in Cannes verkündet und es gewann der Film La vie d’Adèle (Blue is the warmest colour) die goldene Palme als bester Film. Darüber wurde schon im Vorfeld spekuliert, auch weil es anscheinend an wirklicher Konkurrenz mangelte.

Der fast dreistündige Film von Abdellatif Kachiche erzählt die Liebesgeschichte zwischen der jungen Adèle (Adèle Exarchopoulos), die französische Literatur liebt und an die Liebe auf den ersten Blick glaubt, und Emma (Léa Seydoux). Die beiden nähern sich in jungen Jahren an, werden ein Paar mit gemeinsamer Wohnung und Dinnerpartys und entfernen sich im Laufe der Jahre wieder voneinander, aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu verschiedenen Klassen. Besonders eine 10-minütige lesbische Sex-Szene wurde in Cannes heftig diskutiert, generell erfuhr der Film aber jede Menge positives Feedback.

Ich persönlich tue mich schwer in die nun überall zu hörenden Lobeshymnen einzusteigen, ohne den Film selbst gesehen zu haben. Anscheinend ist der Grad zwischen prickelnd und peinlich bei den Sexszenen laut dem Cineasten Hartmut Riehm sehr schmal. Allzu zu oft wurde ich als lesbische Zuschauerin auch von Filmen, die gerade von den Mainstream Medien gehypt werden, schwer enttäuscht. Dennoch freue ich mich auf das Leben der Adèle und hoffe, das der Film nicht nur des Skandals wegen die Palme gewann.

UPDATE: Es gibt schon viele kritische Stimmen zu dem Film. Die wichtigste dabei ist die von Julie Maroh, die nicht weniger als die Comic-Vorlage zu diesem Film gemacht hat.
Hier der Link zu ihrem Blogeintrag, in dem der Film und vor allem der Regisseur einiges an Kritik einstecken müssen.
http://sd-4.archive-host.com/membres/up/204771422545612119/Adele_blue.pdf
Eine deutsche Zusammenfassung der Kritik von Julie Maroh von Filmstarts.de:
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18478745.html

Wer einen ersten eigenen Eindruck gewinnen will, hier ein paar Videoclips:

Daniela Zysk

Co-Gründerin von phenomenelle. Sie erlebte ihre ersten Lesbenbabyschritte in der schwäbischen Provinz und war dann später in Köln in mehreren LGBTIQ Organisationen tätig, wo sie u.a. den WomenPride gründete und im Moment das Filmfestival homochrom unterstützt. Sie ist ein unverbesserlicher Happy-End Freak und findet die Vernetzungsmöglichkeiten dank der Social Networks das Größte seit der Erfindung von kalten koffeinhaltigen Getränken.

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Ein Kommentar

  1. Adèle-Darstellerin spielt lieber hetero als lesbisch22. August 2013 um 13:23Antworten

    [...] Seydoux, die jüngst in Cannes noch den Darstellerinnen-Preis für ihre lesbische Rolle in Das Leben der Adèle gewann, sorgte im August in französischen LGBT-Kreisen für mächtigen Aufruf. In der [...]

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