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phenomenelle des Tages: Gloria Steinem

Von Sabine Arnolds | Am 25. März 2013
Kategorien: informelle, LeStory | Mit 1 Kommentar

Gloria Steinem (geb. 25.3.1934)

Gloria Steinem 2008Ihre Großmutter war eine führende Suffragette. Ihre Mutter entschied sich gegen den Beruf, für Ehe und Familie. Erst die Enkelin tritt das Erbe an; Steinem wird eine der zentralen Figuren der 2. Frauenbewegung der 70er Jahre. Die Geschichte der Großmutter kennt sie nur aus Büchern.

Nach dem Studium verbringt sie einen 2-jährigen Studienaufenthalt in Indien, kommt in Kontakt mit Ghandis Friedensbewegung. Zurück in New York versucht sie als Journalistin Fuß zu fassen. Der Durchbruch gelingt 1963. 3 Wochen arbeitet sie investigativ als Bunny in einem Playboy Club, um anschließend eine kritische Reportage zu schreiben. Dennoch darf die junge Journalistin vor allem über Mode, Essen, Make-up, Celebrities und Kinder schreiben. Ganz zu schweigen von der sexistischen Anmache männlicher Redakteure, die auch Steinem trifft.

Ende der 60er Jahre soll sie über eine Anhörung zur Abtreibung berichten. Erst dort begreift sie, wie wichtig eine feministische Bewegung ist. Sie lernt, dass sie die gefährliche Erfahrung einer illegalen Abtreibung mit vielen anderen Frauen teilt. Alle berichten von der Angst, von der Verletzung, von der Gefahr, von der sexuellen Demütigung. Noch nie zuvor hatte Steinem jemandem von ihrer eigenen Abtreibung während der College-Zeit erzählt, aber:

Ich wusste, dass es das erste Mal war, dass ich Verantwortung für mein eigenes Leben übernahm. Ich ließ nicht zu, dass mit mir Dinge passierten. Ich war dabei mein Leben zu dirigieren und deshalb fühlte es sich positiv an.
(Quelle: Wikipedia en)

Sie erkennt, dass eine so universale Erfahrung eine gemeinsame Bewegung braucht, um Frauen solche Situationen zu ersparen. Aus der mit journalistischer Distanz Beobachtenden wird die Aktivistin Gloria Steinem. Sie reist durch die USA, hält Vorträge, spricht mit Frauen. Die Resonanz ist überwältigend.

Anfang der 70er gründet Steinem mit anderen Frauen wie Betty Friedan verschiedene Frauenorganisationen und 1972 die feministische Zeitschrift Ms. Magazine, die immer wieder Debatten anstößt. Sie schreibt mehrere Bestseller und gehört bis heute zu den wichtigsten feministischen Aktivistinnen und Vordenkerinnen der USA. 2005 ehrt die Serie The L Word Steinem mit einem kurzen Cameo in der Episode Lacuna der 2. Staffel. Auf der Trauerfeier für Bettes Vater nimmt auch die berühmte Feministin von Melvin Porter Abschied.

Foto: By Mindy Kittay of Boulder, Colorado [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

Weiterführende Quellen und Links

 

Sabine Arnolds

Ist eine der beiden Gründerinnen von phenomenelle. Die Idee spannende Geschichten um Frauen gesammelt auf einer Seite zu erzählen und ihr eigenes Online-Magazin herauszugeben, treibt sie schon mehrere Jahre um. Ein Lebenstraum wird Wirklichkeit.

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Ein Kommentar

  1. phenomenelle des Tages vom 2.4.2013: Camille Paglia2. April 2013 um 15:20Antworten

    [...] viele ist sie die Anti-Feministin schlechthin. Sie selbst sieht sich aber als Feministin, was Gloria Steinem zu der Aussage hinriss, dies sei in etwa so als behaupte ein Nazi, er sei nicht anti-semitisch. [...]

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