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So glückt die Nassrasur

Von Eva Essers | Am 1. Juni 2012
Kategorien: Beauty, spezielle | Mit 1 Kommentar

Einwegrasierer in rosa Becher

Tipps für Beauty-Queens

Der Sommer steht vor der Tür, wir zeigen weniger Stoff, dafür mehr Haut. Und die trage ich gern gepflegt und glatt.

Seit ich 15 bin, rasiere ich meine Beine, die Achseln und die Intimzone. Immer wenn nötig – was in etwa zweimal die Woche der Fall war – schäumte ich mir mit fruchtig duftendem Rasiergel die Beine ein. Dann ging es mit einem speziellen Rasierer für Frauen drüber und fertig.  Erst als ich mit meiner Freundin zusammen zog, erhöhte ich den Rhythmus: Alle zwei Tage rasieren musste jetzt sein. Der “Drei-Tage-Bart” begann in gewissen Regionen zu stören. Aber plötzlich bekam ich Rasurbrand, in Form von Pickeln und Rötungen – haarig war dagegen sexy. All die Jahre hatte ich nie Probleme und jetzt das? Die häufigere Rasur schien meine Haut bis aufs Äußerste zu reizen. Google, Blogs und Foren durchforstete ich nach einer Lösung. Ich konnte unmöglich die Einzige mit diesem Problem sein. Und tatsächlich wimmelte es von Tipps: der einzig wahre Rasierer wurde beschworen, Babyöl, Puder und Co als Wundermittel angepriesen. Sogar Rasurforen für Männer las ich und fand dort die hilfreichsten Ratschläge. Ich dachte, was für Gesichtshaut gut ist, kann für meine Beine nicht schlecht sein. Ich las, die Haut gewöhne sich daran, mehr rasieren führe zu weniger Irritationen. Das hörte sich zunächst verrückt an, aber da ich mit den gerupften Hühnerbeinchen nicht sonderlich viel zu verlieren hatte, war es einen Versuch wert. Nach und nach entwickelte ich mein morgendliches Rasur-Ritual:

Vorbereitung

Am Beginn steht bei mir: Warm duschen oder baden, damit die Haut entspannt, erwärmt und ebenmäßig ist. Über eine Gänsehaut rasiert es sich eher schlecht als recht. Der Rasierer gleitet gut über die Haut, wenn vor der Rasur Rasiergel oder Rasierschaum aufgetragen wird. Dadurch wird das Haar auch weicher. Wer es eher männlich herb mag, kann auch zu Rasiercreme greifen.

Das Gel schäumt erst auf der Haut in Verbindung mit Wasser, der Schaum kommt “fertig” aus der Tube. Wer empfindliche Haut hat, sollte zur Sensitive-Version des jeweiligen Produktes greifen. Für gewöhnlich benutze ich Rasiergel, ich empfinde es als angenehmer. Aber das ist reine Geschmackssache.

Ist gerade weder Gel, noch Schaum griffbereit, verwende ich Shampoo, Spülung oder Duschgel als “Gleithilfe”. Einige Rasierer kommen auch schon mit Rasiergelkissen daher, die die Rasierklingen umgeben.

Der Rasierer

Es gibt Einweg- und Systemrasierer. Erstere sind kostengünstiger. Einweg bedeutet nicht, dass sie nach einmaliger Nutzung entsorgt werden müssen, sondern schlicht, dass sie in einem entsorgt werden. Je nach eigenem Empfinden könnt ihr einen Einwegrasierer 3 bis 5 Mal benutzen, manchmal sogar noch häufiger. Spätestens aber, wenn der Rasierer über die Haut kratzt, es ziept und die Rasur nicht mehr angenehm ist, wird es Zeit das bunte Plastikding zu entsorgen. Günstig muss nicht immer schlecht bedeuten. Ich habe diverse getestet und muss sagen, gerade Einwegrasierer ab drei Klingen können ganz locker mit den “Großen” mithalten, gerade wenn sie einen beweglichen Kopf haben. Besonders haben mir der Balea Summertime und der Wilkinson Xtreme 3 Beauty gefallen.

Systemrasierer sind teurer als Einwegrasierer dafür aber besser verarbeitet und die Klingen sollen hochwertiger und somit länger nutzbar sein. Sie besitzen einen beweglichen, austauschbaren Kopf, der nach Abnutzung einfach gegen eine Ersatzklinge ausgetauscht wird. Sie verursachen also weniger Müll als Einwegrasierer. Die Modelle haben 2 bis 6 Klingen. Ich persönlich empfinde 3 bis 5 Klingen als sehr angenehm. Bei weniger als 3 fehlt mir bei der Rasur die Gründlichkeit, mehr als 5 Klingen halte ich für überflüssig. Denn ab 4 aufwärts stelle ich keinen Unterschied mehr fest.

Der bewegliche Kopf passt sich den Körperkonturen an und kann so schonender über die Haut gleiten. Wer also unter Rötungen, Pickeln und Irritationen leidet, sollte sich für einen guten Systemrasierer entscheiden. Auch hier für die Sensitive-Version, denn auch die Inhaltstoffe der sich auf dem Rasierkopf befindlichen Gleitstreifen können zu Irritationen führen.

Immer wieder lese ich, dass die Klingen der Männerrasierer schärfer und vor allem länger scharf sein sollen, gründlicher und zudem günstiger. Frauen achten anscheinend mehr auf die Farbe des Rasierers als auf Qualität. In meinem Fall bekenne ich mich schuldig. Der Blick in die “Männerabteilung” lohnt . Dort fällt der preisliche Unterschied der Folgeklingen direkt auf.

Es gibt völlig identische Einwegrasierer, die für Männern statt pink blau und günstiger sind, wie den Wilkinson Extra 2. Tatsächlich hatte ich bei den Tests das Gefühl, dass zum Beispiel der Gillette Fusion im Gegensatz zum Gillette Venus angenehmer über die Haut gleitet, ich mich weniger schneide und die Klinge länger scharf bleibt. Wer nicht auf seinen pinken Rasierer verzichten möchte, tauscht einfach die Klingen entsprechend aus, so passen etwa auf den Gillette Venus die Klingen des Gillette Mach 3, auf den Wilkinson Quattro for Women die Klingen des Wilkinson Quattro usw.

Die Rasur

Den Schaum auf den Beinen lasse ich etwa 3 min einwirken, die Poren sind durch das warme Wasser offen, die Haare weich. Bei empfindlicher Haut rasiert ihr am besten zunächst mit dem Strich. Wer es gründlicher mag und seiner Haut ein wenig mehr zumuten kann, zieht die Haut glatt und rasiert in einem zweiten Durchgang gegen den Strich. Lasst dabei den Rasierer sanft über die Haut gleiten und übt keinen Druck aus. Anschließend spült ihr den restlichen Schaum mit lauwarmem Wasser ab und befreit den Rasierer eures Vertrauens unter fließendem, warmen Wasser von Schaumresten und Haaren. Die Reinigung ist wichtig, damit die Klingen länger halten und nicht durch ein Gemisch aus Haaren und getrocknetem Schaum verkleben. Außerdem sieht es nicht schön aus. Um Rasurbrand zu verhindern, duscht ihr die rasierte Haut abschließend mit kaltem Wasser ab, das schließt die Poren.

Die Nachbehandlung

Die Haut ist jetzt empfindlich, deshalb tupfe ich sie mit einem sauberen Handtuch nur sanft trocken. Nun kommt es darauf an, wie sich meine Haut anfühlt. Ich habe auch hier so einiges probiert. Es gibt spezielle Lotionen für die Haut nach der Rasur, oft reicht aber eine normale Bodylotion. Einreiben mit Babyöl oder Babypuder beruhigt und sorgt für zarte Haut. Im Härtefall, wenn meine Haut sehr gereizt ist, verwende ich Wundschutzcreme für Babys. Diese legt einen Schutzfilm über die Haut, damit sie anschließend nicht noch zusätzlicher Reibung durch die Hose ausgesetzt ist und wirkt Wunder.

Fazit

Meine Haut hat sich in der Tat an das Rasieren gewöhnt. Heute leide ich weder unter Rötungen noch Rasurbrand. Es macht meiner Haut nichts mehr aus, wenn ich mit einem günstigen Einwegrasierer in Eile nur mit ein wenig Duschgel sofort gegen den Strich rasiere und die lästigen Härchen entferne. Bis dahin hat es mit obigem Rasurprogramm aber mehrere Monate gedauert. Durchhalten lohnt also.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen glatten und geschmeidigen Sommeranfang.

Eva Essers

Vegetarische Schreibtischtäterin, die sich in Köln von ihrem Kater auf der Nase rumtanzen lässt, mit einer Schwäche für die Farbe Pink, Kosmetik, Serien, Disney und Games.

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Ein Kommentar

  1. Nassrasur Mann10. Februar 2013 um 22:39Antworten

    Interessanter Artikel über die Nassrasur bei Frauen. Da Sie ja auch das Thema ‘Männerrasierer’ ansprachen, möchte ich noch etwas zu diesem Artikel beitragen. Es ist auch immer noch sehr preiswert und effizient sich mit einem klassichen Rasierhobel zu rasieren. Die Haut wird weniger gereizt, da nur eine einzige Klinge über die Haut fährt. Mit dem Rasierhobel muss zwar genauer auf die Rasurtechnik geachtet werden (Klinge im 30 Grad Winkel zur Haut), aber mit ein bißchen Übung und der richtigen Rasurvorbereitung lassen sich perfekte und angenehme Rasuren realisieren.

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