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Konkursbuchverlag

Mein lesbisches Auge 12/13 – Review

Von Gastautorin Jess Doenges | Am 27. Mai 2013
Kategorien: kulturelle, LITelle | Mit 0 Kommentaren

von Mein lesbisches Auge 12/13Von Poesie über Kurzgeschichten und “Bekenntnisse”, aber auch politisch angehauchte Artikel ist das erstmals als Doppelnummer erschienene Jahrbuch Mein lesbisches Auge 12/13 ein wundervolles Potpourri an Kunst und Wörtern. Die Texte stammen von  bekannten und unbekannten Autorinnen. Das Buch ist sowohl von vorne nach hinten lesbar als auch immer mal wieder durcheinander. An verschienen Stellen beschäftigen sich die Autorinnen mit der Interviewfrage “Dein erster Schwarm. Würdest du dich heute noch in sie verlieben?” Sie bindet uns Leserinnen gleich ein, weil frau selbst drüber nachdenkt, nachdenken muss.

Wir finden teilweise sehr alte Dokumente, die mir besonders gut gefallen, aber auch zeitlos schöne sowie aktuelle Bilder – beim ersten Durchblättern liebe ich das Buch schon. Weil es schwarzweiß ist, weil es bunt ist – wie die Vielfalt der Texte. Hochwertige Fotos, Gemälde und Skizzen sind wie gewohnt sehr gut ausgewählt und wunderbar sortiert. Sehr gut passend zu den Textbeiträgen, aber auch für sich allein stehend als Hingucker, als Kunstwerk in sich.

Ein solches Kunstwerk ist Sigrun Caspers Schön. In ihrem Text beschreibt sie genau das, was ich fühle, wenn ich Menschen ansehe: “Schönheit ist dazu da, entdeckt zu werden…Sie verschwindet…und auf einmal taucht sie wieder auf und macht mich, die Betrachtende, glücklich”. Die danach folgende Fotostrecke unterstreicht diese Zeilen großartig.

Roberta Gradls Als du aus dem Regen kamst ist eine der erotischen Geschichten, die mich am meisten berührt haben. Bei ihr vermischen sich Gefühle, Gedanken und Situationsbeschreibungen derart gut, dass frau ihr wunderbar folgen, sich identifizieren kann. Und wer möchte nicht hören “Ich will nur, dass du weißt, du bist hier sicher und verstanden?” Dazu Mascha Dübens wahnsinnig bunte besondere Bilder – es ist einer der schönsten Teile des Buches.

Die Beiträge erstaunen und faszinieren, lassen mich kopfschütteln aber auch lächeln – genau so muss ein Buch sein, dessen verschiedene Ausgaben frau seit Jahren sammeln kann und im Regal haben sollte. Für mich ist es eines der besten Jahrbücher aus dem konkursbuch-Verlag.

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