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phenomenelle des Tages: Annie Besant

Von Sabine Arnolds | Am 1. Oktober 2013
Kategorien: informelle, LeStory | Mit 0 Kommentaren

Annie Besant (1.10.1847–20.9.1933)

Annie Besant FreemasonSie begeistert ihr Publikum als mitreißende Rednerin und beeinflusst an führender Stelle die soziale Bewegung in England ebenso wie die indische Unabhängigkeitsbewegung. Gemeinsam mit anderen organisiert sie den Blutigen Sonntag, eine Demonstration für Redefreiheit und gegen restriktive Politik sowie den Streik der Arbeiterinnen der Streichholzfabrik Bryant and May gegen Hungerlöhne und für bessere Arbeitsbedingungen. Sie schreibt Bücher und gibt verschiedene Zeitungen heraus.

Die Tochter verarmter Eltern ist während ihres langen Lebens Journalistin, Schriftstellerin, Politikerin, Frauenrechtlerin, Freidenkerin, Freimaurerin und Theosophin. Als erste Studentin überhaupt legt sie an der Universität in London den Bachelor of Science in Biologie ab. Eine frühe Ehe mit einem Pfarrer scheitert. Zu sehr unterscheidet sich ihr freier Geist von der konservativen traditionellen Denkweise ihres Mannes. Außerdem hinterfragt Besant zunehmend ihren und seinen Glauben. Verschiedene Beziehungen zu anderen Männern folgen, darunter eine zweijährige zum damals noch unbekannten Dramatiker George Bernard Shaw. Für Besant heißt das: Beziehung ja, aber ohne Sex.

Auf der Suche nach dem Glauben

Besant kommt in Kontakt mit Atheisten, schließt sich einer sekulären Gesellschaft an. Und sie beginnt öffentliche Reden und Vorträge zu halten. Ihr Redetalent macht sie schnell bekannt und beliebt. 1877 veröffentlicht sie ein Buch über Geburtenkontrolle. Dafür müssen sie und der Autor 6 Monate ins Gefängnis wegen “obszöner” Schriften. Das kann Besant nicht stoppen, kaum entlassen, schreibt sie ein eigenes Buch zum Thema. Ihr Mut kostet sie die Familie. Der Ex-Mann erkämpft vor Gericht das Sorgerecht für die Kinder.

Unermüdlich kämpft sie für soziale Gerichtigkeit, persönlich sucht sie nach dem echten Glauben. In der Theosophischen Gesellschaft meint sie ihn zu finden und reist nach Indien auf der Suche nach spritistischer Erkenntnis. Sie bleibt 40 Jahre. Auch in ihrer neuen Heimat kann sie von der Politik nicht lassen. Als eine der wenigen Brit_innen setzt sie sich für die Selbstverwaltung Indiens ein. Sie fordert eine Reform der Kinderehe, des Kastensystems und Frauenrechte. Mit 70 wird sie kurz Vorsitzende des Nationalkongresses.

Foto: By Fuzzypeg at en.wikipedia (Transferred from en.wikipedia) [Public domain], from Wikimedia Commons

Weitere Quellen und Links

 

Sabine Arnolds

Ist eine der beiden Gründerinnen von phenomenelle. Die Idee spannende Geschichten um Frauen gesammelt auf einer Seite zu erzählen und ihr eigenes Online-Magazin herauszugeben, treibt sie schon mehrere Jahre um. Ein Lebenstraum wird Wirklichkeit.

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