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CSD-Macherinnen: Ilka Kass vom CSD Hamburg

Von Daniela Zysk | Am 24. Juli 2013
Kategorien: informelle, Pride | Mit 0 Kommentaren

Von wegen, der CSD ist nur was für Schwule. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Frauen in den CSD-Teams der Republik etabliert und sie sorgen mit allen Kräften dafür, dass Lesben im Sommer bei den Straßenfesten und auf den Paraden sichtbarer werden und verstärkt mitgestalten. phenomenelle hat an alle weiblichen CSD-Macherinnen einen kleinen Fragebogen mit 5 Fragen verschickt. Die Antworten veröffentlichen wir, so wie sie eintrudeln und wie es zu den CSD-Terminen passt, peu à peu in den nächsten Wochen.

Vorstand Hamburg Pride Ilka Kass

Wer bist Du und wo kommst du her?
Hallo! Erst einmal freue ich mich, mich euch vorstellen zu können. Ich bin Ilka Kass und seit Oktober 2012 Zweite Vorsitzende von Hamburg Pride e.V., dem Veranstalter des HAMBURG PRIDE (CSD). Neben dieser ehrenamtlichen Tätigkeit bin ich eigentlich studierte Pädagogin mit Fokus Bildungsmanagement und Organisationsentwicklung und arbeite derzeit an der juristischen Fakultät der Uni Hamburg. Ich bin gebürtige Hamburgerin und freue mich daher umso mehr, eine so bedeutende und auch schöne Veranstaltung für die norddeutsche Region begleiten und organisieren zu können.

Was ist Deine Aufgabe beim CSD?
Die Hauptaufgabe des Vereins ist die Ausrichtung und Organisation des jährlichen HAMBURG PRIDE. In Hamburg haben wir hierfür Aufgaben nach Schwerpunkten unter den Vorständen aufgeteilt; wobei natürlich alle auch alles machen. Als Zweite Vorsitzende koordiniere ich mit dem Ersten Vorsitzenden, Dr. Lars Peters dabei alle allgemeinen Vereinsaktivitäten und bin darüber hinaus natürlich auch Repräsentantin des Vereins bei Veranstaltungen und öffentlichen Anlässen. Natürlich habe ich auch einen Blick für lesbische Themen und bringe diese in unsere Arbeit mit ein.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Tätigkeit ist unsere Projektförderung „supported by Hamburg Pride e.V.“, die ich federführend betreue. In diesem Rahmen unterstützen wir (finanziell) andere Personen und Vereine, die die gleichen Ziele wie wir verfolgen und wollen dazu ermutigen, eigene Ideen und Konzepte für die norddeutsche Community in die Tat umzusetzen.

Welche/wie viele Veranstaltungen für Frauen gibt es bei eurem CSD?
Der HAMBURG PRIDE ist eine Veranstaltung für Männer und Frauen – egal ob homo-, bi-, trans-, inter- oder heterosexuell. In diesem Rahmen bemühen wir uns jedes Jahr sehr darum, Veranstaltungen für alle Interessensgruppen zu schaffen und haben im Rahmen der Pride Week auch mehrere Möglichkeiten hierfür, z. B. tolle Informationsveranstaltungen in unserem Pride House. Hervorheben möchte ich in dem Zusammenhang eine Diskussionsrunde zum Thema „Lesben mit Kinderwunsch“ und eine Fotoausstellung lesbischer Frauen im Alter zwischen 22 und 80 Jahren. Zudem finden rund um den HAMBURG PRIDE verschiedene „Come-together-Veranstaltungen“ im Frauencafé endlich statt. Und nicht zu vergessen: Am 2. August steigt die Party „Nacht der Verzauberten“ im Café Schöne Aussichten – natürlich für Frauen!

Wie klappt es bei euch mit der Zusammenarbeit zwischen Frauen und Männern?
Wie alle Vorstände von Vereinen diskutieren auch wir untereinander Meinungen und Überlegungen. Hierbei gehen wir stets sehr konstruktiv vor und respektieren einander – egal ob Mann oder Frau, ob hetero- oder homosexuell. Das versteht sich von selbst! Daher empfinde ich die Frage als überflüssig.

Was ist das Besondere an eurem CSD und worauf freust du dich am meisten?
Eine besondere Herausforderung ist es, einer Pride-Veranstaltung unserer Größenordnung nicht nur den Fun-Faktor zu verleihen, sondern stets auch unsere politische Aufgabe so umzusetzen, dass allen die Bedeutung und Dringlichkeit des HAMBURG PRIDE bewusst ist. Hier wurden in den vergangenen Jahren immer wieder neue Wege beschritten – wie auch in diesem Jahr. Zuviel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten; freue mich aber, über alle, die an der Pride Parade am 3. August teilnehmen und mit uns, unseren Forderungen so mehr Ausdruck verleihen. Zudem geben wir uns immer sehr viel Mühe auch ein entsprechendes Rahmenprogramm in der Pride Week zu schaffen. Um sich einen Überblick über alle Programmpunkte zu erhalten, empfehle ich einen Blick in unser Pride Magazin. Wer dies noch nicht zur Hand hat, kann auf unserer Website www.hamburg-pride.de das E-Paper einsehen. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Natürlich freue ich mich auch auf die feierlichen Veranstaltungen – angefangen mit der Pride Night am 27. August. Hier erwarten wir tolle Gäste und ein spannendes Abendprogramm, in dessen Rahmen wir auch den diesjährigen HAMBURG PRIDE Award verleihen werden; eine Anerkennung an Einzelpersonen oder Institutionen, die ebenso wie wir, die rechtliche und gesellschaftliche Akzeptanz von homo-, bi- trans-, und intersexuellen Menschen stärken und voran treiben. In diesem Sinne: Ich freue mich auf eine erfolgreiche Pride-Saison mit euch!

Infos zum CSD Hamburg:
Homepage: http://www.hamburg-pride.de
Facebook Fanseite: CSD Hamburg/Hamburg Pride
Motto 2013

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Daniela Zysk

Co-Gründerin von phenomenelle. Sie erlebte ihre ersten Lesbenbabyschritte in der schwäbischen Provinz und war dann später in Köln in mehreren LGBTIQ Organisationen tätig, wo sie u.a. den WomenPride gründete und im Moment das Filmfestival homochrom unterstützt. Sie ist ein unverbesserlicher Happy-End Freak und findet die Vernetzungsmöglichkeiten dank der Social Networks das Größte seit der Erfindung von kalten koffeinhaltigen Getränken.

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