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Wii Sports – So fing alles an

Von Sandra | Am 7. Dezember 2012
Kategorien: Games, webelle | Mit 2 Kommentaren

Screenshot von WiiSport Tennis

Ein Meilenstein in der Konsolenentwicklung

Am 8. Dezember 2006 – ja, 6 Jahre ist das schon her – brachte Nintendo eine neue Konsole auf den Markt, die zum ersten Mal Bewegungssteuerung ermöglichte. Plötzlich boxten, golften und bowlten sich die Spielefans durch Wohn- und Kinderzimmer. Die Kollegen von Sony und Microsoft zogen bald nach, ermöglichten weitere Bewegungsarten. Neuartige Controller wie das Balance Board ermöglichten später Yoga und Fitness-Übungen vor dem Fernseher. Ein bisschen wie TeleGym, nur ohne Vorturner. Vor allem aber eröffneten die Bewegungskonsolen neuen Käufer_innenschichten die Welt der Games. Anstatt möglichst schnell und kompliziert verschiedene Knöpfe drücken, waren echte Bewegungen angesagt. Der hohe Preis von Konsolenspielen machte allerdings zuletzt den Herstellern und Spielentwicklern zu schaffen, kostenlose Browsergames sind auf dem Vormarsch.

Jetzt wird die Wii von ihrer jüngeren Schwester der Wii U abgelöst. Am 30. November kam sie in Europa auf den Markt, der neue Controller verfügt über Touchscreen, Bewegungssensoren, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher. Es hat eine Weile gedauert, aber inzwischen konnten wir auch ein Exemplar ergattern. Sobald wir ausreichend gespielt und probiert haben, veröffentlichen wir einen Bericht. Den Geburtstag ihrer älteren Schwester hat derweil phenomenelle Autorin Sandra zum Anlass genommen, sich noch einmal an ihre ersten Erfahrungen mit Wii Sports zu erinnern, das Spiel, mit dem die Wii bis heute ausgeliefert wird.

Nur was für Kinder? Von wegen

Als die Wii erschien, dachte ich in erster Linie, diese Konsole ist nur für Kinder gemacht. Aber da ich „Kinderspiele“ liebe, stand für mich außer Frage, dass ich sie haben muss!! Also ab ins nächste Geschäft und die Konsole gekauft, die im Bundle direkt das Spiel WiiSports enthielt. Ja… manchmal halte ich mich echt für die absolute Sportskanone! Nichts wie nach Hause und alles sofort an meinen Fernseher angeschlossen. Natürlich nicht, ohne mir das dazugehörige HDMI-Kabel zu kaufen, welches die Grafik der Konsole auf dem Fernseher noch verbessern soll. Ich persönlich sehe so etwas zwar überhaupt nicht, aber wenn es in der Werbung angepriesen wird, muss es schließlich stimmen! Ich gestehe, ich falle sehr gern und bewusst auf Werbung rein.

Anschließen, vorbereiten und handeln

Das Anschließen der Wii an den Fernseher stellt tatsächlich keine Schwierigkeit dar, auch für nicht-affine Technikfreaks. Ladekabel in die Steckdose stecken, HDMI-Kabel mit Konsole und Fernsehen verbinden, die Sensorleiste vor den Fernseher legen und schwupps, der Spaß kann beginnen. Ich nehme die Fernbedienung zur Hand.

Das Handling ist für mich ungewohnt, da ich ganz normale Pads von anderen Konsolen gewöhnt bin. Mit der Fernbedienung ziele ich auf den Fernseher (bzw. die Sensorleiste) und schon erscheint sie als Hand. Schon klar, ich sollte Fingerfertigkeiten besitzen.

Mii von SandraAls Erstes gibt es die Möglichkeit, sich ein eigenes Mii zu erstellen. Nintendo hat sich hier ein süßes Gimmick einfallen lassen. Ich kann mich selbst als ein Mii gestalten, sprich Geschlecht, Aussehen etc. auswählen und dann in den Spielen für mich antreten lassen.

Endlich Sport spielen

Nachdem ich die ganzen Vorbereitungen getroffen habe, will ich aber endlich spielen. Flott zurück ins Hauptmenu und das Spiel Wii Sports ausgewählt: Da erscheint zunächst der Hinweis, wie ich den Controller anlegen und per Handgelenkschlaufe sichern soll. Ich schmunzele und denke: „Na klar, wenn Kinder spielen, ist dieser Hinweis schon wichtig, sie sind ja noch nicht so koordiniert.“ Mädels, aus eigener Erfahrung rate ich Euch, den Hinweis ernst zu nehmen!! Da ich mich ja für erwachsen genug halte, lege ich auf den Hinweis nicht den geringsten Wert, überlese ihn und ordne ihn lediglich in die Kategorie „Für mich ist dieser Sicherheitshinweis völlig überflüssig“ ein.

WiiSports stellt der Spielerin 5 Sportspiele zur Auswahl. Ich entscheide mich als erstes spontan für Tennis, das habe ich früher in meiner Jugend gespielt und stellt für mich mit Sicherheit kein Problem dar, wäre ja gelacht. Hm… Moment, da erscheint der nächste Sicherheitshinweis: Fragt, ob ich die Fernbedienungshülle verwende. Und darauf achte, dass sich keine Menschen oder Gegenstände in der Nähe befinden! Zur Kenntnis genommen und natürlich auch keine Beachtung geschenkt. Das Spiel geht los!!! Die Spannung steigt!!

Sicherheitshinweise nicht nur für Kinder

Spätestens hier hört meine Behauptung, es handelt sich um reine Kinderspiele, auf jeden Fall auf. Mit der Fernbedienung fuchtele ich wild durch die Luft, um den mir zugespielten Ball zu bekommen. Sollten in diesem Moment meine Nachbarn zu mir reinschauen, werden sie auf jeden Fall ihren absoluten Spaß haben. Ich hüpfe rum, schwitze, haue in der Luft hin und her, schimpfe wie ein Rohrspatz und versuche, die gegnerischen Bälle zurück zu schlagen. Und *fump*, weg ist meine Fernbedienung…quer durchs Wohnzimmer geflogen und im Regal gelandet…offensichtlich hat sich der Hersteller bei der Handgelenksschlaufe echt was gedacht.

Wii Sports BaseballNach zwei Stunden Spielzeit höre ich völlig erschöpft auf, nachdem ich alle Spiele ausprobiert habe. Ein paar Tage später ist eine Freundin bei mir zu Besuch und wir spielen Baseball gegeneinander. Während die eine Spielerin den Baseball wirft, versucht die andere Spielerin den Ball zu treffen und am besten einen Home-Run zu schaffen. Und hier erlebe ich, dass auch der zweite Sicherheitshinweis, ihr erinnert euch sicher, absoluten Sinn macht!! Meine Freundin steht rechts neben mir. Sie wirft denn Ball und ich hole mit der Fernbedienung, die rechts über meiner Schulter schwebt, aus und knalle diese volle Kanne auf ihren linken Oberarm!!! Geschrei von meiner Freundin!!! Oberarm zu 100 Prozent astrein getroffen!!! Also schnell eine unfreiwillige Spielpause eingelegt und die immer größere, rot und dick werdende Stelle an ihrem Oberarm verarzten.

Fazit: Suchtfaktor groß

Im Großen und Ganzen hat sich der Wii wirklich gelohnt. WiiSports macht einfach total Spaß. Ihr könnt es alleine oder mit bis zu 4 Spielern spielen. Das Handling der Wii-Fernbedienung ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber das habe ich relativ schnell rausbekommen. Mit ein wenig Übung wurde es von mal zu mal immer besser. Die Grafik ist nicht mit einer PS3 vergleichbar, aber ich gehe davon aus, dass diese Konsole in erster Linie Spaß machen soll und der Faktor eindeutig höher angesiedelt ist.

Die Schwierigkeitsgrade der Spiele lassen sich variieren und ich komme dabei tatsächlich ins Schwitzen. Um an dieser Stelle sogar etwas wertvoll „pädagogisches“ einzubringen (ich korrigiere zur Zeit die Facharbeiten meiner Cousine): Kinder können mit ihren Eltern oder anderen Kindern spielen, lernen miteinander zu spielen und auch mal verlieren zu können. Was Kindern ja nicht immer leicht fällt, hier ein ganz dicker Schmatzer an meinen Neffen.

Und für alle „im Herzen ein Kind gebliebenen“ Mädels, schnappt euch Eure Freundinnen, kauft euch eine Flasche Wein und gebt euer Bestes, der Spaß und die Lachanfälle über die Gesichter und Bewegungen der anderen Mädels ist gewiss!!

PS: Und IMMER die Sicherheitshinweise der Konsolen-Hersteller beachten, sie haben sich tatsächlich etwas dabei gedacht!.

Viel Spaß!
Eure Sandra

Sandra

schlüpft begeistert in ihrer Freizeit in andere Rollen und bringt Spielekonsolen damit zum Glühen. Ihre Begeisterung für die virtuelle Welt bringt sie zur Rubrik Games, in der sie Klassiker und aktuelle Spiele testet. Damit sie für anstehende Testrunden fit genug bleibt, hält sie sich mit Sport oder ihrem Hund Franko in Form.

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2 Kommentare

  1. Anke kropp8. Dezember 2012 um 11:42Antworten

    So lang ist das schon her? Ich erinnere mich sehr gut daran, das wir beim Boxen die Patenkinder hinten an der Hose festhielten, damit kein Schlag in den Bildschirm trifft.Ausserdem waren wir die “in-Tanten”, weils das zu Hause nicht gab. Sind wir uübrigens bis heute!

  2. Sandra8. Dezember 2012 um 21:17Antworten

    @Anke Ich hoffe, ich werde für meine Neffen auch mal eine “In-Tante” werden ;0)

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