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Chicago Fire: Lesbe in einer Männerdomäne

Von Melanie | Am 11. Juni 2014
Kategorien: kulturelle, TV | Mit 0 Kommentaren

Chicago Fire Crew, © VOX/NBC Universal

Endlich ist es soweit: Die US-Serie Chicago Fire läuft ab dem 16. Juni immer montags um 20:15 Uhr in Doppelfolgen als Free-TV-Premiere bei VOX! Bislang war sie nur im Pay-TV zu sehen, seit September 2013 auf dem Universal Channel.

Inhalt

Im Mittelpunkt der Serie stehen die Hauptcharaktere der Rettungseinheiten des Firehouse-51-Departments von Chicago. Diese müssen sich nicht nur mit den alltäglichen Fällen eines Feuerwehrmanns/einer Feuerwehrfrau, sondern vor allem mit den eigenen persönlichen Problemen herum schlagen. Die dabei entstehenden Beziehungsgeflechte und Problematiken sind durchaus interessant und komplex gestaltet. Die durchzuführenden Rettungseinsätze sind abwechslungsreich aber bei genauerer Betrachtungsweise nicht immer in allen Punkten logisch bzw. realistisch. Der Storyline schadet es aber nicht. Die Episoden sind in der Regel zwar in sich abgeschlossen, bilden aber häufig eine Grundlage für spätere Folgen oder ein Handlungsstrang wird wieder aufgenommen.

Bekannte Gesichter

Chicago Fire, © VOX/NBC Universal

Monica Raymund, Jesse Spencer und Eamonn Walker (v.l.)

Einige Schauspieler_innen in den Hauptrollen sind in Deutschland bereits bekannt: Jesse Spencer (Dr. House), Eamonn Walker (Kings, Justice), Lauren German (Hawaii Five-0) und Monica Raymund (Lie to Me). Lauren German verkörpert die lesbische Rettungssanitäterin Leslie Shay, die sich zusammen mit ihrem besten Freund Kelly Severide (Taylor Kinney, Trauma) eine Wohnung teilt – und hin und wieder auch eine ihrer Liebschaften. Synchronisiert wird Shay von Marie Bierstedt, die unter anderem bekannt ist als Synchronstimme der Hollywoodstars Kirsten Dunst, Kate Beckinsale und Anne Hathaway.

Alltag oder Quotenlesbe

Chicago Fire, Leslie Shay (Lauren German), © VOX/NBC Universal Die Rolle der Shay ist in der gesamten Storyline voll integriert. Das Lesbischsein spielt dabei zu Beginn keine große Rolle, sondern ist eher eine alltägliche Normalität, wie die Sexualtität der Heterokollegen auch. Erst im Verlauf der ersten Staffel, entwickeln sich die lesbischen Themen, ein wenig klischeehaft, dennoch nicht reißerisch:

*** Spoileranfang ***
Bereits in der ersten Episode outet sich Shay gegenüber einem Frischling, der sie zu einem Date auffordern soll, als ihm die männlichen Kollegen einen Streich spielen. Sie meidet feste Beziehungen, nachdem ihr von ihrer Traumfrau das Herz gebrochen wurde. Dieser steht sie bei einem Einsatz plötzlich und unerwartet gegenüber – hochschwanger und verheiratet – und Shay muss sich mit ihren alten Gefühlen und Problemen auseinandersetzen. Die beiden kommen wieder zusammen und Shay geht in ihrer Co-Mutter-Rolle voll auf. Als sich ihre Partnerin aufgrund der Sorgerechtsklage ihres Mannes von ihr abwendet und ihr erneut das Herz bricht, beschließt Shay, selbst Mutter zu werden. Nach erfolgloser Suche nach einem Samenspender bittet sie ihren besten Freund und Mitbewohner Severide, Vater des Kindes zu werden.
*** Spoilerende ***

Die Figur der Shay entwickelt sich genauso wie jede andere. Dies gilt auch für die Darstellung ihrer Probleme, Sorgen und ihrer Sexualität. Alles entwickelt sich absolut authentisch. Auf erotische Lesbenszenen wurde in der Staffel verzichtet. Von einer Quotenlesbe kann meiner Meinung nach nicht die Rede sein.

Mein Fazit

Die Serie ist sehr unterhaltsam, die Entwicklung der Charaktere interessant, wenn auch in manchen Situationen oberflächlich und etwas konstruiert. Die Darstellung der lesbischen Lebensweise ist eher unterschwellig und erscheint alltäglich. Die Konstruktion der Lesbe mit dem Kinderwunsch, dem der beste Freund als Samenspender zum Erfolg verhelfen soll, erinnert ein wenig an Grey’s Anatomy. Ich bin schon sehr gespannt, wie es in der zweiten Staffel weiter geht.

Zusatzinfo

Seit letzten September lief in den USA die zweite Staffel von Chicago Fire. Die Cops, die in der ersten Staffel mit den Einsatzkräften des 51. Departments zu tun hatten, erhielten zu Beginn dieses Jahres ein Spin-off mit dem Namen Chicago PD. Die Einführung dazu gab es im Staffelfinale von Chicago Fire.

Fotos: © VOX/NBC Universal

Melanie

unterstützt das Projekt in erster Linie als „supportelle“, passt aber wie phenomenelle in keine Schublade und wird im Rahmen ihrer breit gefächerten Interessen, zu denen unter anderem Sport, (Hör-) Bücher, Filme, Games, Musik, Networking u.v.m. gehören, den ein oder anderen Artikel beisteuern. Beruflich arbeitet sie im Bereich der Gewaltprävention

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