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SÜT Köln

BBC bringt erneut Lesben ins Fernsehen

Von Daniela Zysk | Am 20. Juni 2012
Kategorien: kulturelle, TV | Mit 2 Kommentaren

Billie Piper und Kaya Scodelario aus True Love

Wahre Liebe auf der britischen Insel

Der englische TV Kanal BBC und seine diversen Unterkanäle haben ja in den letzten Jahren so manchen lesbischen Film und Serienfan glücklich gemacht. Seien es die großartigen Verfilmungen der Sarah Waters Bücher wie Die Muschelöffnerin und Fingersmith oder das schottische The-L-Word-Pendant Lip Service, das auch seine Fangemeinde in aller Welt fand. Jedenfalls waren die BBC und ihre Produktionen immer eine sehr erfrischende Abwechslung zu den doch oft abgestumpften US Produktionen.

Den neuesten Coup landet die Kurzserie True Love bei BBC One in 5 Teilen. In der Serie geht es um die Irrungen und Wirkungen der Liebe, die anhand der Geschichte von mehren Menschen in der selben Kleinstadt erzählt wird. Darunter ist Lehrerin Holly (Billie Piper), die in einer unglücklichen Beziehung mit einem verheirateten Mann steckt und sich plötzlich von einer ihrer Schülerinnen namens Karen (Kaya Scodelario) angezogen fühlt. Es knistert, als ihre Gefühle tatsächlich erwidert werden. Hört sich nach Klischee an, dennoch scheint die Chemie und die schauspielerische Leistung all dies zu überragen. Und

Vorsicht Spoiler
es scheint am Schluß das lesbische Herz einmal zu bekommen, was es begehrt.

Wir würden uns phenomenelle freuen, wenn die deutschen öffentlich-rechtlichen Sender doch mal ihre Rosamunde Pilcher Filme ins Vormittagsprogramm verbannen würden und den lesbischen GEZ-Zahlerinnen mehr für ihr Geld bieten würden. Unser Tipp: Einfach mal über den Ärmelkanal blicken.

Offizielle Homepage: http://www.bbc.co.uk/programmes/b01k692j
Kurzer Ausschnitt auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=86uB0xdyBZY
Der Trailer zur Serie: http://www.youtube.com/watch?v=keoQmLpuxNE

Daniela Zysk

Co-Gründerin von phenomenelle. Sie erlebte ihre ersten Lesbenbabyschritte in der schwäbischen Provinz und war dann später in Köln in mehreren LGBTIQ Organisationen tätig, wo sie u.a. den WomenPride gründete und im Moment das Filmfestival homochrom unterstützt. Sie ist ein unverbesserlicher Happy-End Freak und findet die Vernetzungsmöglichkeiten dank der Social Networks das Größte seit der Erfindung von kalten koffeinhaltigen Getränken.

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2 Kommentare

  1. Caro20. Juni 2012 um 22:30Antworten

    War ganz gut gemacht, auch wenn die Musik ab und an gestört hat. Die wurde manchmal so unpassend eingesetzt… oder kam mir das nur so vor?
    Jedenfalls endlich mal ne Geschichte, in der niemand wieder hetero wird, niemand nur experimentieren will und niemand am Ende stirbt. Schade, dass es nur bei dieser einen Episode bleibt.

  2. Sabine Arnolds21. Juni 2012 um 09:07Antworten

    Ich fand es vor allem schauspielerisch überzeugend. Die Musik war für meine Ohren sehr stimmungsvoll und passend. Mich hat mehr gestört, dass wir wieder zweimal Hetero-Sex “genießen” durften – dazu noch äußerst platt – der lesbische Sex züchtig ausgeblendet wurde. Aber Lesben haben ja eh keinen ;-)

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