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SÜT Köln

Im Trend – selbstbestimmt und authentisch arbeiten

Von Gastautorin Ursula Neumann | Am 10. September 2013
Kategorien: Beruf und Karriere, informelle | Mit 0 Kommentaren

Interessen erforschen und Träume leben

Konfuzius "Choose a job you love"Immer mehr Frauen wollen heute die Zeit, die sie mit Geldverdienen verbringen (müssen), mit Aufgaben und Inhalten füllen, die ihnen Freude machen. Schließlich verbringt Frau häufig mehr Zeit mit den Kolleginnen* auf der Arbeit als mit ihrer Partnerin, den Kids oder dem Hund. 
Für viele von uns ist das Bild einer Frau Anfang 60, die noch 3, 5 oder gar 7 Jahre durchhalten muss, bis sie endlich in den lang ersehnten Ruhestand wechseln darf, kein Vorbild, sondern schreckt ab. Auch meldet sich im Verlauf des Arbeitslebens, wenn eine gewisse Routine und Ruhe eingekehrt ist, nicht selten eine Stimme die fragt, ob es das jetzt gewesen sein soll? 
Was ist mit den eigenen Potenzialen? Gibt es da nicht noch Interessen, die erforscht und Träume, die gelebt werden wollen? Außerdem stellt sich den meisten von uns früher oder später die Frage nach dem Sinn. Und wenn diese nicht zufrieden stellend beantwortet werden kann, macht sich Unzufriedenheit breit.

Ein Dank den Wegbereiterinnen

Unsere Mütter hatten für derartige Fragen keinen Platz. Erst hatten sie alle Hände voll damit zu tun, den Krieg zu überleben und mit Wunden an Leib und Seele den Aufbau unserer heutigen Bundesrepublik zu schultern. Sie strebten fleißig nach Wohlstand, setzten Kinder in die Welt, erzogen sie nach bestem Wissen und Gewissen, bis diese das Haus verließen. Als dann die Emanzipationsbewegung in der bürgerlichen Familie ankam und Gitte mit „Ich will alles, ich will alles – und zwar sofort!“ aus den Küchenradios plärrte, galt es die nächste große Hürde zu nehmen. Die Befreiung und Selbstbestimmung der eigenen Person. Dieser Aufbruch richtete sich zwangsläufig auch gegen den „Feind Mann“, der dummer Weise mit im eigenen heterosexuellen Bett lag.
 Den (Raben)Müttern, denen es gelang, mit oder ohne Zustimmung des Partners, als Wieder- oder Neueinsteigerin im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, war es wichtig, unabhängig zu sein und über eigenes Geld zu verfügen. Das war der Sinn ihrer Erwerbsarbeit. Wenn noch ein weiterer dazu kam, der aus der Tätigkeit selbst resultierte, auch gut.

Die neue Sinnfrage der Erbinnen

Was unsere Mütter motiviert hat, zieht bei der modernen Frau des 21. Jahrhunderts nur noch bedingt. Wir leben heute in einer grundsätzlich stabilen Gesellschaft. Freiheit und Gleichberechtigung sind nicht nur Verfassungsgrundsätze, sondern verglichen mit den Problemen der Müttergeneration deutlich besser im Alltag verankert. Materieller Wohlstand und soziale Absicherung sind auf einem gewissen Basisniveau für viele von uns gegeben. Frauen sind häufig berufstätig und so gut ausgebildet wie nie zuvor.
Inzwischen haben wir nicht nur gelernt, dass wir denken können, sondern auch, dass wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen müssen, um mit dem Ergebnis zufrieden zu sein. Als Folge rücken Lebens- und Arbeitszufriedenheit immer stärker in den Fokus und damit stellt sich die Sinnfrage auf ganz neue Art und Weise.

Einig in der Sinnsuche

Als Unternehmensberaterin und Coach für Freie Berufe, Kunst und Kreativwirtschaft erlebe ich den neuen Zeitgeist am Beispiel meiner Kundinnen täglich in allen Facetten und als großen Ideenreichtum. Was alle verbindet ist, dass sie ihre Arbeit auf den eigenen Stärken, Potenzialen und Ideen aufbauen möchten. Das Ergebnis soll zu ihnen passen, Freude machen, Sinn geben und – auch noch die Existenz sichern. Heraus kommt in den meisten Fällen eine neue Art der Arbeit, die in einer Weise maßgeschneidert ist, dass sie eine klassische „Arbeitgeberin“ gar nicht bieten kann.

Sinn gefunden – und nun?

Maßgeschneiderter Arbeitsplatz – das klingt doch super, oder? In vielen Fällen, ist es das auch. Weil die Lebens- und Arbeitsqualität tatsächlich steigt. Das eigene Arbeiten wird als authentischer und weniger fremdbestimmt erlebt. Die eigenen Ideen und Sinn gebenden Motivationen rücken in den Mittelpunkt des Handelns. Hierarchien fallen weg oder werden selbst gestaltet, keine Chefin, die einer das Leben schwer macht. Die Arbeit mit Kundinnen und Kolleginnen findet auf Augenhöhe statt und nur dann, wenn beide Seiten das wollen. Und meist auch nur dann, wenn die „Chemie“ stimmt.

Wie es weiter geht …

Was Sie tun können, um Ihren eigenen Arbeitsplatz selbst zu „kreieren“? Das lesen Sie in der nächsten Folge. Darin geht es weiter mit der Frage, wie Sie dieses Ziel erreichen können? Ob dieser Weg für Sie geeignet ist und wie er aussehen könnte? Was Sie bereit sein sollten einzusetzen und zu wagen?  Was Sie gewinnen können? Und es geht um eine neue Art, „Erfolg“ zu definieren.

* Aus Gründen der Zielgruppenansprache nutze ich ausschließlich die weibliche Form, Männer sind selbstverständlich mit gemeint.

Mehr über Ursula Neumann
Ursula NeumannUrsula Neumann ist Unternehmensberaterin für Freie Berufe, Kunst und Kreativwirtschaft am Standort Köln. Außerdem tummelt sie sich als Klang- und Wortkünstlerin sowie mit Musik-Kabarett in der Kunstszene. Beim Aufbau des Online-Magazins „phenomenelle“ stand sie Sabine Arnolds beratend zur Seite.
www.ursulaneumann.de

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