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Gerüchte – Teil 2: Schluckauf

Viele Mythen rund um das Thema Gesundheit begleiten uns schon seit Anbeginn unserer Kindheit. Dass diese nicht immer ganz der Wahrheit entsprechen, wird in vielerlei Hinsicht noch angezweifelt; nicht selten zum Leidwesen der Betroffenen. Mit diesen Gerüchten räumt unsere Serie auf, aber nun zu Teil 2.

2 gekühlte Cocktails mit Hicks-Symbol

Bei Schluckauf die Luft anhalten

Schluckauf tritt durch ein Krampfen des Zwerchfells auf. Das Zwerchfell sitzt unmittelbar unter den Lungenspitzen, ist mit diesen verwachsen und dient als entscheidender Hilfsmuskel bei der Atmung. Manchmal kann es vorkommen, dass das Zwerchfell sich verkrampft. Dies könnt ihr euch wie bei einem Krampf im Fuß vorstellen, mit einem kleinen Unterschied, das Zwerchfell versucht eigenständig, sich aus diesem Krampf zu befreien.

Die „Befreiungsversuche“ nennen wir dann Schluckauf. Sie treten in regelmäßigen Abständen auf und wir nehmen sie als abrupt auftretenden Hickser war. Diese kurzen, heftigen und ruckartigen Bewegungen werden vom Zwerchfell abgegeben, um die Spannung in den Muskelphasern zu lösen. Da die Lunge direkt am Zwerchfell angrenzt, ist sie in Mitleidenschaft gezogen, zwingt uns deshalb sozusagen dazu zu hicksen, sobald das Zwerchfell zuckt.

Wie bei einem Krampf im Fuß entsteht die kurzzeitige Muskelverhärtung des Zwerchfells durch Anspannung, die durch äußere Einflüsse hervorgerufen werden kann. In diesem Fall können es kalte Getränke sein, die zu schnell getrunken werden, unregelmäßiges Atmen oder ein Lachanfall, der eine gleichmäßige Atmung behindert. Da das Zwerchfell den Normalzustand, regelmäßig und gleichmäßig zu atmen, wieder herbeiführen möchte, ist das Luftanhalten also eher das Gegenteil von dem, was dem Schluckauf entgegenwirken würde.

Anstelle des Luftanhaltens hilft gegen Schluckauf: Gleichmäßiges Ein- und Ausatmen, Entspannung und ein bisschen Geduld.

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