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SÜT Köln

Jette und Elisabeth in “Der Havelkaiser”

Von Daniela Zysk | Am 10. Dezember 2012
Kategorien: kulturelle, TV | Mit 2 Kommentaren

Lesben im Abendprogramm

Heute gehen wir mal zurück in die Vergangenheit und erinnern uns an die erste (mir bekannte) Lesben-Storyline in einer TV Serie zur Prime-Time, d.h. nach 20 Uhr.
Von 1994 bis 2000 gab es in der ARD eine 11-teilige Serie mit dem Titel Der Havelkaiser, die in vier Staffeln produziert wurde. In der Hauptrolle der inzwischen verstorbene Günther Pfitzmann als Berliner Werftbesitzer Richard Kaiser. Die lesbische Liebesgeschichte entwickelt sich zwischen der offen lesbischen Anwältin Elisabeth Havemann (Michele Marian) und der Tochter des Werftbesitzers Jette Kaiser (Marion Kracht).

Die genaue Storyline könnt ihr hier nachlesen:
http://www.cootv.de/serien/havelkaiser.html

Natürlich war auch diese Geschichte mit einigen holprigen Klischees verbunden, dennoch überraschte mich wie selbstverständlich die lesbische Beziehung der zwei Charaktere in das Gesamtkonzept eingebaut wurde. Gerade die Rolle der lesbischen Anwältin Elisabeth war für mich damals positive lesbian visibility pur. Erfolgreich und offen lesbisch war bei dieser Darstellung völlig selbstverständlich.

Zu verdanken haben wir dies zu einem großen Teil Günther Pfitzmann.
Die Schauspielerin Marion Kracht erinnert sich in einem Stern Artikel.

“Das war Pfitzmanns Idee”, erinnert sich Kracht. Er habe auch dafür gesorgt, dass es ein ganz normales Paar wurde. “Wenn Journalisten ihn danach fragten, hat er gesagt: Was meinen Sie? Ich wurde damals gefragt, ob es nicht meiner Karriere schaden könnte. Solche Sätze sind da gefallen – unfassbar.”

Einen kleinen Ausschnitt der Liebesgeschichte seht ihr hier

Inzwischen gibt es die komplette Serie auch auf DVD

Daniela Zysk

Co-Gründerin von phenomenelle. Sie erlebte ihre ersten Lesbenbabyschritte in der schwäbischen Provinz und war dann später in Köln in mehreren LGBTIQ Organisationen tätig, wo sie u.a. den WomenPride gründete und im Moment das Filmfestival homochrom unterstützt. Sie ist ein unverbesserlicher Happy-End Freak und findet die Vernetzungsmöglichkeiten dank der Social Networks das Größte seit der Erfindung von kalten koffeinhaltigen Getränken.

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2 Kommentare

  1. Dani27. Dezember 2012 um 17:07Antworten

    Oh, das waren noch Zeiten! Habe die Serie damals noch mit meinen Eltern gesehen – zumindest die ersten Folgen, bis ich einen eigenen Fernseher hatte – und war total verknallt in Michele Marian :D Ich erinnere mich noch gut an diese Strandszene (leider nicht im Clip), die ich glücklicherweise auf Video aufgenommen und mir immer und immer wieder angeschaut habe. Das DVD-Boxset steht schon seit einer Weile auf meiner Wunschliste. Früher oder später werde ich mir die DVDs sicher kaufen.

  2. Phenomenelle TV-Tipps vom 29. Juni bis zum 12. Juli 2013 - phenomenelle28. Juni 2013 um 10:45Antworten

    [...] Start der Wiederholung der deutschen Fernsehserie über den Abstieg einer Berliner Werft, deren Geschäfte angesichts familiärer Konflikte und Intrigen zu scheitern drohen. Jette, die jüngste Tochter [Marion Kracht] vom „Havelkaiser“ [Günter Pfitzmann], darf  in Teil 6 der Serie lesbische Erfahrungen mit der Anwältin Elisabeth [Michèle Marian] machen. (Daniela stellte uns übrigens vor kurzem die zwei Lesben aus dem Abendprogramm vor: Jette und Elisabeth in “Der Havelkaiser”).  [...]

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