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SÜT Köln

Diskussion „Regenbogen, Patchwork, Vater-Mutter-Kind”

Von Gastautorin Claudia Lindner | Am 14. April 2014
Kategorien: Hirschfeld-Tage 2014, kulturelle | Mit 0 Kommentaren

Welche Politik braucht die Vielfalt von Familienmodellen?

shutterstock_114530854Vor einem kleinen Publikum diskutierten am 9. April 2014 in Münster der schwule Ex-MdB Michael Kauch (FDP) sowie der katholische Pfarrer Ulrich Messing, Stellvertreter des Dechanten von Münster, über die richtige Politik für neue Familienformen. Organisiert war die Veranstaltung von der LISL, den Schwulen und Lesben in der FDP.

Das Gespräch konzentrierte sich zunächst auf die FDP-Positionen zum Thema. Neues war dabei jedoch kaum zu erfahren. Kauch betonte, dass seine Partei für die Eheöffnung und das gemeinsame Adoptionsrecht sei. Die Ablehnung entsprechender Gesetzentwürfe im Bundestag durch die FDP rechtfertigte er wie üblich mit der Koalitionstreue und der Notwendigkeit einer stabilen Regierung. Machterhalt ist eben letztlich doch wichtiger als Gleichstellung von LGBT.

Katholische Kirche im Wandel?

Pfarrer Ulrich Messing zeigte sich beim Thema liberal, stellte aber klar, dass seine Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften wegen des Sakraments der Ehe nicht anerkennen könne – „noch nicht“, wie er betonte, doch komme sie langsam in Bewegung. Dabei gestand er ein, dass es weiterhin auch Probleme zwischen LGBT und der Haltung der Kirche gebe. Konkrete Punkte wie die Diskriminierung gerade von verpartnerten Lesben und Schwulen durch die Kirche als Arbeitgeber blieben aber leider unerwähnt.

Vertrauensverlust bei LGBT

Eine der wenigen kritischen Fragen aus dem Publikum war die, ob die FDP durch ihr Abstimmungsverhalten nachhaltig Vertrauen bei der ‘schwulen’ Wählerschaft verspielt habe. Kauch hielt das für die letzten vier Jahre für möglich, doch seiner Meinung hängt vor allem das „Nein“ zur Eheöffnung unter Rot-Grün im Jahre 2000 seiner Partei immer noch nach. Ob es ihr gelingt, verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen, hängt wohl davon ab, ob die FDP in den Parlamenten zukünftig ihren Worten auch endlich mal Taten im Sinne gleicher Rechte von  LGBT folgen lässt.

Urheberrechte Foto: © Dubova, Verwendung unter Lizenz von Shutterstock.com

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