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And you belong von Julia Ostertag – Rezension

Von Gastautorin L. Gleich | Am 17. Juli 2013
Kategorien: Film, kulturelle | Mit 0 Kommentaren

Filmischer Einblick in die Arbeit von Scream Club

© www.andyoubelong.comDie Dokumentation And you belong, welche fast durchgängig auf Englisch ist, begleitet die Band Scream Club im Zeitraum 2009–2012 durch unterschiedliche Phasen der Entwicklung, sowohl musikalisch als auch privat. Die beiden Bandmitglieder, Cindy Wonderful und Sarah Adorable, geben einen Einblick in die verschiedensten Aspekte ihres künstlerischen Schaffens. Das Duo aus Olympia, Washington (USA,) definiert sich dabei vor allem durch die Kombination von Musik, Kunst und queerer Identität. Angefangen aus Spaß, mit viel Lust auf Neues und Mut zum Experimentieren wurde aus dem „queer electro sex-hop punk“-Duo ein europäisch gefragter Act.

Streifzug durch Berliner Szene

screamclub6Julia Ostertag begleitet die beiden Frauen auch durch die Berliner Szene und es kommen viele weitere Künstler zu Wort, mit denen Scream Club bereits gearbeitet hat, wie zum Beispiel Nicky Click, DJane Metzgerei, Heidi Mortensen und Nuclear Family, ebenso wie Künstler aus ihrer Heimat Olympia. Allen gemein ist die Unabhängigkeit von Labels und Mainstream und dem Wunsch, sich mit ihrer Musik auszudrücken und einen Raum für Freiheit zu schaffen.

Cindy und Sarah erzählen auch von ihrer Jugend, von fehlenden Vorbildern und den Anfängen seit 2002.

Beth Ditto ist ein gutes Vorbild, ansonsten gibt es wenige wirklich starke Frauen in der Musik heutzutage,

so Cindy. Neben der Möglichkeit für sich selbst eine Identität zu schaffen steht vor allem der Spaß im Vordergrund, das wird durch die Interviews der anderen Künstler deutlich.

Learning by doing and do it yourself

Pressebilder © www.andyoubelong.comViele der Projekte entstanden aus einer spontanen Idee und dem Wunsch nach etwas, das es bisher nicht gab, heraus. „Learning by doing” und „do it yourself“ sind dabei die Leitmotive. So haben Scream Club nicht nur einen Underground Veranstaltungsraum geschaffen, sondern auch Anteil an der Entstehung der Soap Partys samt Bend Over Magazin, Ausstellungen, jeder Menge Kooperationen und Auftritten. Auch getourt wird viel übers Jahr verteilt. Cindy sagt:

Unabhängig zu sein, heißt frei zu sein, denn man hat nichts zu verlieren.

Die Ziele von Scream Club sind klar: Sie wollen weiterhin anders und als Künstlerinnen im Jetzt relevant sein sowie von einem neuen Publikum entdeckt und selbst von ihm berührt werden.

Ungeschminkte und ehrliche Doku

Pressebilder © www.andyoubelong.comDie Dokumentation an sich kommt sehr ehrlich und ungeschminkt daher. Die Zuschauer_in ist live und mittendrin bei Scream Club dabei, ob beim Auftritt, hinter der Bühne oder wartend auf dem Bahnhof. Der Film gibt außerdem in den rund 80 Minuten einen guten Einblick in eine Szene, die dem Mainstream sonst eher verborgen bleibt. Lohnenswert ist And you belong allemal, denn der Titel ist Programm: Der Film zeigt eine alternative Welt, die Mut macht, sich selbst treu zu bleiben, die eigene Identität – ganz egal wie sie aussieht – zu feiern und das zu machen, worauf jede_r Lust hat.

Webseite des Films: www.andyoubelong.com

Fotos: Pressebilder © www.andyoubelong.com

Trailer

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