phenomenelle
phenomenelle bei Twitterphenomenelle bei FacebookPhenomenelle bei Google PlusPhenomenelle RSS Feedphenomenelle bei Pinterest
SÜT Köln

phenomenelle des Tages: Lily Laskine

Von Ulrike Anhamm | Am 4. Januar 2013
Kategorien: informelle, LeStory | Mit 0 Kommentaren


Musik prägte ihr Leben: Lily Laskine kam 1893 als Tochter eines aus Russland nach Paris immigrierten Musikerehepaars zur Welt und entdeckte schon als Kleinkind die Harfe, auf der sie unter Aufsicht ihrer Mutter bis zu sechs Stunden am Tag übte, bzw. üben musste. Bereits mit acht Jahren bekam sie Harfenunterricht bei Professor Alphonse Hansemanns, vor dem sie sich zeitlebens fürchtete, und studierte drei Jahre später am am Pariser Konservatorium, dessen  wichtigsten Preis sie 1906, also mit gerade mal 13 Jahren gewann. Von da an nahm sie nie wieder Unterricht, sondern kümmerte sich um ihre musikalische Karriere und forschte nach neuer Literatur für die Harfe. 1909 wurde sie als erste Frau ins Pariser Opera-Orchester aufgenommen, was einer kleinen Revolution gleichkam. Von dort aus setzte Lily Laskine sich dafür ein, dass die Harfe Anfang des 20. Jahrhunderts zu einem gleichberechtigten Soloinstrument wurde.

Ravel und Laskine 1935

Maurice Ravel und Lily Laskine 1935 während einer Aufführung von Ravels ”Introduction et allegro”, Bild: Studio G.L. Manuel frères

Lily Laskine gilt unter HarfenistInnen als die erste Soloharfenistin überhaupt. Zahlreiche Komponisten schrieben Harfenkonzerte für sie, aber auch außerhalb des Orchesterbetriebes interessierten sich KünstlerInnen für sie. So gibt es zahlreiche Filmmusikaufnahmen mit ihr, aber auch Duette mit Edith Piaf oder Maurice Chevalier.

Laskine konzertierte in der ganzen Welt, unterrichtete schließlich selbst als Professorin am Pariser Konservatorium und entdeckte zudem einige unbekannte Harfenkonzerte, wie z. b. Gössels “Symphonie concertante” für zwei Harfen.

Lily Laskine starb am 4. Januar 1988 in Paris. Seit 1993 wird alle drei Jahre in Paris der nach ihr benannte Harfenwettbewerb “Concours de harpe Lily Laskine” ausgerichtet.

Ulrike Anhamm

gründete das legendäre ‘Lesbenmagazin “Lespress”, das seit 1995 über zehn Jahre das lesbische Leben in Deutschland prägte. Die Phenomenelle-Idee gefiel ihr so gut, dass sie sofort zur Unterstützerin wurde.

Mehr Artikel von Ulrike Anhamm

Schlagwörter: ,

Der Artikel hat Dir gefallen? Dann teile ihn mit Deinen Freunden!

Dein Feedback

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

phenomenelle des Tages

Anne Will (18.3.1966)

081110 Anne Will Als Vorzeigelesbe mag sie sich wohl nicht sehen, frauenpolitisch wird die Journalistin und Polittalkerin als Mitinitiatorin von Pro Quote umso deutlicher.
<<< Mehr dazu >>>
Stellenanzeige
Anzeige Plan International: Schülerin statt Sklavin
Ehe für Alle – Aktion
terminelle Ankündigung Kalender

Liebe Leser_innen,

nach 4 1/2 Jahren wunderbarer und vertrauensvoller ehrenamtlicher Arbeit ist unsere Terminredakteurin bei phenomenelle von Bord gegangen. Wir lassen sie ungern ziehen, aber sie widmet sich jetzt anderen Aktivitäten. Für den wohlverdienten Ruhestand wünschen wir ihr alles erdenklich Gute.

Den Terminkalender werden wir in den kommenden Wochen erst einmal deaktivieren. Die Termine einzupflegen, ist mit einem hohen Aufwand verbunden, den wir in dieser Form derzeit nicht leisten können. Vielen Dank für euer Verständnis.

Das phenomenelle Redaktionsteam

Plan International Anzeige
Anzeige Plan International: Schülerin statt Sklavin
Folge uns bei Facebook!
BMH – Förderung 2017
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld - Fördergelder 2017