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SÜT Köln

CSD-Macherinnen: Miriam, Jey, Ines, Diana, Grit vom CSD Magdeburg

Von Daniela Zysk | Am 30. Juli 2013
Kategorien: informelle, Pride | Mit 0 Kommentaren

Von wegen, der CSD ist nur was für Schwule. In den letzten Jahren haben sich immer mehr Frauen in den CSD-Teams der Republik etabliert und sie sorgen mit allen Kräften dafür, dass Lesben im Sommer bei den Straßenfesten und auf den Paraden sichtbarer werden und verstärkt mitgestalten. phenomenelle hat an alle weiblichen CSD-Macherinnen einen kleinen Fragebogen mit 5 Fragen verschickt. Die Antworten veröffentlichen wir, so wie sie eintrudeln und wie es zu den CSD-Terminen passt, peu à peu in den nächsten Wochen.

Macherinnen CSD Magdeburg

(von rechts nach links: Miriam, Jey, Ines, Diana, Grit)

Wer bist du und wo kommst du her?
Grit: Ich bin 34 Jahre alt, wohne seit einigen Jahren in Magdeburg, komme aber ursprünglich aus einer Kleinstadt im Speckgürtel der Landeshauptstadt.
Ines: Ich bin Ines, 39 Jahre alt und seit gut 7 Wochen eingetragen lebensverpartnert. Und ich komme aus Magdeburg.
Miriam: gebürtig aus Ffm, wohnhaft in Magdeburg.
Jey: aus Magdeburg!

Was ist deine Aufgabe beim CSD?
Grit: Seit geraumer Zeit bin ich neben 4 Männern als einzige Frau im Vorstand des noch jungen CSD e. V. Die Arbeit ist gleichberechtigt, und vielmehr von den individuellen Persönlichkeitsmerkmalen beeinflusst. Ob Mann oder Frau ist im Entscheidungsprozess völlig egal. Meine Frau und ich haben uns der Vorbereitung und Durchführung der CSD-Woche verschrieben, wofür wir neben zwei engagierten Jungs auch einige Mädels aus unserem Freundeskreis gewinnen konnten.
Ines: Unsere Gruppe plant und organisiert die einzelnen Veranstaltungen (excl. CSD-Parade und Straßenfest).
Miriam: Mitorganisation der Veranstaltungen in der CSD-Woche.
Jey: Die CSD Woche planen und dafür sorgen, dass alles bei den Veranstaltungen glatt läuft!

Welche/wie viele Veranstaltungen für Frauen gibt es bei eurem CSD?
Grit: Außer dem L-Film “Bound” gibt es keine ausschließliche Veranstaltung für Frauen, was in frauendominierten Teilen der Magdeburger Community nicht so gut ankam, und mir auch aus dieser Richtung verständlich gemacht wurde. Objekt des Anstoßes war die Vorführung des Films „Unter Männern – Schwul in der DDR“, meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Dokument, also warum nicht auch für Frauen interessant? Ich denke, wir haben schon darauf geachtet, dass niemand zu kurz kommt, obgleich auf Grund von Vorgaben aus dem Vorstand und unserem etwas späten Hinzustoßens ich schon eine gewisse Männerlastigkeit zugeben muss.
Ines: Mit unseren Veranstaltungen versuchen wir, je nach Interessenlage, die komplette Community zu erreichen. Bei unserem Filmabend werden der L-Film und der G-Film zu unterschiedlichen Zeiten gezeigt, so dass bei Interesse beide Filme geschaut werden können. Auch bei der Literaturnacht haben wir einen entsprechenden Mix.

Wie klappt es bei euch mit der Zusammenarbeit von Frauen und Männern?
Grit: In diesem Jahr sind erstmals mehrere Frauen an den Planungen beteiligt. Anfänglich mussten wir uns schon etwas gegenüber dem Vorstand emanzipieren, aber nicht als Frauen gegenüber Männern, sondern als Neue mit eigenen Ideen. Sollte das Team aus 5 Frauen und 2 Männern im nächsten Jahr wieder so antreten, werden wir der CSD-Woche sicherlich eine eigene Note verleihen, allerdings nicht eine rein weibliche, sondern eine queere, immer unter der Prämisse: Alle sollen bedient werden, keiner soll zu kurz kommen.
Ines: Das CSD-Team hatte wohl noch nie so viele Frauen an Bord, wie in diesem Jahr. Die Zusammenarbeit klappt gut, was aber auch daran liegen mag, dass niemand Vorurteile dem anderen Geschlecht gegenüber hat. Dieses Schubladendenken ‚Frauen/ Männer‘ habe ich hier noch nicht bemerkt.
Miriam: Prima. Normale Reibungen kommen vor, so wie in jeder anderen Teamarbeit auch.
Jey: 1a wir arbeiten Hand in Hand und es macht jede Menge Spaß

Was ist das besondere an eurem CSD und worauf freust du dich am meisten?
Grit: Unser CSD ist zum einen sehr regional geprägt. Andererseits ist er aber auch zunehmend professionell, was die Umsetzung, die Finanzierung und auch Unterstützung betrifft. Ich denke, der Magdeburger CSD hat seine Möglichkeiten noch längst nicht ausgereizt. Am meisten freue ich mich natürlich, die Ergebnisse unserer harten Arbeit endlich aus der Perspektive der Vorplanenden zu erleben.
Ines: Wir sind ein CSD mit viel Potential, der jährlich wächst und bei dem auch der politische Anspruch nicht zu kurz kommt. Auf die Literatur-Nacht und das Straßenfest freue ich mich am meisten. Und auf die Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl bin ich sehr gespannt.
Miriam: Das Besondere sind die vielen, bunten Veranstaltungen in der Woche vor der Parade. Ich freue mich besonders auf die Literaturnacht, das Speeddating und natürlich auf den Samstag (Parade, Straßenfest, Abschlussparty).
Jey: Alles ist besonders, weil die Leute, die die Veranstaltungen besuchen sie besonders machen! Es kommt nicht darauf an, was geplant ist, sondern wie es umgesetzt wird und im Endeffekt die Leute anspricht! Ich persönlich freue mich am meisten auf die vom CSD erstmals veranstaltete Abschlussparty unter dem Motto “Sleepless Night”.

Infos zum CSD-Magdeburg
Datum: 09.-18. August 2013
Homepage:http://info.csdmagdeburg.de
Facebook Fanseite: CSD Magdeburg
Motto 2013
Magdeburg_csd 2013

Daniela Zysk

Co-Gründerin von phenomenelle. Sie erlebte ihre ersten Lesbenbabyschritte in der schwäbischen Provinz und war dann später in Köln in mehreren LGBTIQ Organisationen tätig, wo sie u.a. den WomenPride gründete und im Moment das Filmfestival homochrom unterstützt. Sie ist ein unverbesserlicher Happy-End Freak und findet die Vernetzungsmöglichkeiten dank der Social Networks das Größte seit der Erfindung von kalten koffeinhaltigen Getränken.

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