phenomenelle
phenomenelle bei Twitterphenomenelle bei FacebookPhenomenelle bei Google PlusPhenomenelle RSS Feedphenomenelle bei Pinterest
SÜT Köln

phenomenelle des Tages: Dinah Shore

Von Ulrike Anhamm | Am 24. Februar 2014
Kategorien: informelle, LeStory | Mit 0 Kommentaren

Dinah Shore (29.02.1916-24.02.1994)

Dinah Shore

Dinah Shore, Miami Book Fair International 1990, Foto: MDCarchives

Die Sängerin, Schauspielerin und Entertainerin wurde als Frances Rose Shore geboren und wuchs in Tennessee auf. Ihren größten Wunsch, als Sängerin in einer der großen Big Bands mitzuwirken, konnte sie nicht erfüllen; sie zog 1938 nach New York, um dort an einer Karriere als Solosängerin zu arbeiten. Im Vergleich zu den damaligen Stars wirkte sie aber zu schlicht, zu bieder, zu nichtssagend, so dass sich ihr Name niemandem so recht einprägen wollte. Shore blieb hartnäckig und sang fleißig bei Radiostationen und Orchestern vor.

Als sie schließlich zu einer New Yorker Radiosendung eingeladen wurde, hatte der Moderator bereits ihren Namen vergessen und kündigte sie mit „the Dinah girl“ an, weil sie bis dahin fast immer den Jazzklassiker „Dinah“ beim Vorsingen vorgetragen hatte. „Dinah“ blieb nicht nur an ihr haften, sondern wurde zum Katalysator ihres Erfolgs: aus Frances Rose Shore wurde Dinah Shore, und die bekam in den folgenden Jahren häufiger Einladungen zu Radioshows. 1940 erhielt sie ihren ersten Plattenvertrag, 1942 hatte sie ihren ersten Millionenhit: „Blues in the Night“. 1943 heiratete sie den Westernstar George Montgomery, 1944 drehte sie ihren ersten Film, bekam zwischendurch noch zwei Kinder und wurde in den Fünzigerjahren so richtig berühmt  durch ihre Dinah Shore Show im Fernsehen (die von Chevrolet gesponsert wurde und deshalb auch Dinah Shore Chevy Show genannt wurde).

Die leidenschaftliche Golferin Shore, die in den Folgejahren gerne an Charity-Sport-Projekten teilnahm, wurde Anfang der Siebzigerjahre von Colgate angesprochen, ob sie mit ihrem Namen ein Turnier für Damen unterstützen könne. Und so wurde Dinah Shore 1972 Mitbegründerin des Colgate Dinah Shore Tournament, das seitdem jedes Frühjahr in der Nähe von Shores Haus in Palm Springs stattfindet und zu einem der wichtigsten Golfturniere für Frauen wurde (heute hat es den hübschen Namen Kraft Nabisco Championship).

Zu einem Golfturnier am Wochenende gehört natürlich auch die ein oder andere Party für die angereisten, zumeist weiblichen Zuschauer_innen, zu denen erstaunlich viele Lesben zählen. So wuchs mit zunehmender Bedeutung des Turniers mit der Anzahl der Zuschauerinnen auch die der Lesben, die an diesem Wochenende nach Palm Springs reisten. 1986 verselbständigten sich die dazugehörigen Lesbenpartys unter dem inoffiziellen Titel Dinah Shore Weekend; es wird aber nicht nur gefeiert, sondern auch gesammelt für die Menschenrechtskampagne und die AIDS-Foundation in Nordamerika. Fünf Jahre später veranstaltet Mariah Hanson das erste offizielle Dinah Shore Weekend im Palm Springs Museum. „The Dinah“ gilt heute als das größte Lesbentreffen der Welt.

Die unfreiwillige Namenspatronin soll nicht allzu glücklich über diese Entwicklung gewesen sein, hat aber wohl geahnt, dass es für Protest zu spät war.

Dinah Shore starb am 24. Februar 1994.

Mehr über die Sängerin und Entertainerin:  http://www.popularsong.org/artist7.html

Ulrike Anhamm

gründete das legendäre ‘Lesbenmagazin “Lespress”, das seit 1995 über zehn Jahre das lesbische Leben in Deutschland prägte. Die Phenomenelle-Idee gefiel ihr so gut, dass sie sofort zur Unterstützerin wurde.

Mehr Artikel von Ulrike Anhamm

Dein Feedback

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Workshop LAG-Lesben
Anzeige LAG Lesben und Schwules Netzwerk Projekt-Workshop
terminelle Ankündigung Kalender

Liebe Leser_innen,

nach 4 1/2 Jahren wunderbarer und vertrauensvoller ehrenamtlicher Arbeit ist unsere Terminredakteurin bei phenomenelle von Bord gegangen. Wir lassen sie ungern ziehen, aber sie widmet sich jetzt anderen Aktivitäten. Für den wohlverdienten Ruhestand wünschen wir ihr alles erdenklich Gute.

Den Terminkalender werden wir in den kommenden Wochen erst einmal deaktivieren. Die Termine einzupflegen, ist mit einem hohen Aufwand verbunden, den wir in dieser Form derzeit nicht leisten können. Vielen Dank für euer Verständnis.

Das phenomenelle Redaktionsteam

Plan International Anzeige
Anzeige Plan International: Schülerin statt Sklavin
Folge uns bei Facebook!
homochrom Filmfest
homochrom Filmfestival 2017