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Fernsehinfos vom 10. bis zum 23. Januar 2026
Sa, 10.01.2026, ONE 18:30 Uhr:
Kick It Like Beckham
UK/D 2002, R: Gurinder Chadha*
Londonerin Jess [Parminda Nagra], Tochter indischer Eltern, träumt von einer Karriere als Fußballspielerin. Als sie von Jules [Keira Knightley] angeworben wird, hält deren Mutter die neue Freundschaft für eine lesbische Liaison und probt den Aufstand. Derweil kriegen auch Jess’ Eltern Wind vom Treiben ihrer Tochter und laufen Sturm … Nette Fußball- und Emanzipationskomödie
Sa, 10.01.2026, ONE 20:15 Uhr: T i p p ! ! !
Die Poetin / Reaching for the Moon
Brasilien 2012, R: Bruno Barreto
Bewegendes biografisches Porträt des Lebensabschnitts der New Yorker Dichterin Elizabeth Bishop (1911-1979), den sie in Rio de Janeiro mit der aufregenden Architektin Lota de Macedo Soares (1910-1969) verbrachte. Sehenswert!
So, 11.01., 3Sat 20:15 Uhr:
Tod auf dem Nil
UK 1977, R: John Guillermin+
Hercule Poirot! [Peter Ustinov] ermittelt auf einem Nildampfer, auf dem ein Mord verübt wurde. Dabei beobachtet er auch die Witwe Mrs. Van Schuyler [Bette Davis] und die ihr in einer Art Hassliebe verbundene Gesellschafterin (?!) Miss Bowers [Maggie Smith] … Ihr könnt den schon mitsprechen?! Wundert mich nicht.
So, 11.01., SIXX 20:15 Uhr:
Der Club der Teufelinnen
USA 1995, R: Hugh Wilson***
Drei ehemalige Freundinnen [„Teile von ihr werden 50“-Goldie Hawn, Bette Midler und Diane Keaton] rächen sich ausgiebig an ihren untreuen Ehemännern und werden tatkräftig von der lesbischen Tochter unterstützt. Sehr witzige Komödie, die vom Image der Hauptdarstellerinnen lebt! Bette Midler vor einem Schaufenster mit magersüchtigen Schaufensterpuppen: „Wer soll DAS denn tragen??? Ein Embryo????“
Mo, 12.01., ONE 20:15 Uhr: T i p p ! ! !
The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit
USA 2002, R: Stephen Daldry, Roman: Michael Cunningham
In drei verschiedenen Zeitebenen bildet Virginia Woolf mit ihrer „Mrs. Dalloway“ den Aufhänger für drei exzellent verwobene Frauengeschichten. Sehr sehenswert und mit Staraufgebot: Meryl Streep, Julianne Moore, Nicole Kidman, Ed Harris
Mo, 12.01., WDR 23:15 Uhr:
Kroymann
D 2025
Folge 21 der Sketchserie von und mit Maren Kroymann: Road to Reality
Fr, 16.01., MDR 12:30 Uhr:
Eltern allein zu Haus: Die Winters
D 2017, R: Josh Broecker**
Dritter Teil eines Fernsehdreiteilers über wechselnde Paare und Familienprobleme: Matthias Winter [Walter Sittler] versteht nicht, wieso die eigene Tochter plötzlich lesbisch wird …
Fr, 16.01., Tele5 23:55 Uhr:
High Tension
FRA 2001, R: Alexandre Aja*
Blutiger Thriller mit einem Twist, der lesbische Begierde als (mörderische) Krankheit darstellt – nichts für schwache Nerven! Die alte Mär halt, aber nicht uninteressant inszeniert…
Sa, 17.01., ARD 14:00 Uhr:
Die Hochzeit meiner Töchter
D 2005, R: Thomas Jacob*
Fortsetzung der grauenhaft altbackenen Gluckerei in „Wunschkinder und andere Zufälle“: Eine Mutter [Made by Ruth Maria Kubitschek] will nach den erzwungenen Schwangerschaften nun auch noch alle Töchter unter die Haube bringen, auch ihre lesbische Tochter, die dabei sogar lesbisch bleiben darf. Vorsicht: Hochgradige Verdummungsgefahr!
Sa, 17.01., ONE 20:15 Uhr:
Lotte am Bauhaus
D 2019, R: Gregor Schnitzler***
Der Film entwickelt anhand einer fiktiven Person, der Zeichnerin und Tischlerin Lotte Brendel (Alicia von Rittberg), die Geschichte einer jungen Frau, die sich 1923 gegen den Willen ihrer traditionsbewussten Eltern die Kunstschule des Weimarer Bauhauses besucht. Die Malerin und Innenarchitektin Friedl Dicker (1898-1944 Auschwitz) wird hier als junge rebellische Frau inszeniert, die sich für Lotte interessiert, gern Frauen küsst und ebenso gern Hosen trägt.
Sa, 17.01., ZDFneo 22:05 Uhr:
Die Wutprobe
USA 2002, R: Peter Segal*
Dave [Adam Sandler] erhält Anti-Aggressionstherapie von Doktor Rydell [Jack Nicholson – der würde mich hier auch in die Klapse bringen]. In der Therapiestunde gibt es ein lesbisches Paar, das seine Eifersucht nicht unter Kontrolle hat. Blöder Klamauk: Das Lesbenpaar soll nur den schrägen Reigen „gestörter“ Menschen abrunden!
Sa, 17.01., SRF1 22:30 Uhr:
Die fabelhafte Welt der Amélie
Frankreich 2000, R: Jean-Pierre Jeunet*
Im Tarnmäntelchen eines Märchens kommt diese extrem bürgerliche Komödie daher: Amélie [Audrey Tautou] sucht nach dem Mann, dem die Kinderschätze in ihrem Haus gehören, und gerät so an manch falsche Adresse. Eine der Dominiques, die Amélie aufsucht, trägt einen Anzug, raucht und betrachtet sie genüsslich. Freilich macht Amélie, dass sie weg kommt …
So, 18.01., RBB 13:15 Uhr:
So ein Schlamassel
D 2010, R: Dirk Regel***
Tochter rebelliert gegen ihre Familie, die einen jüdischen Schwiegersohn will; mit Hilfe ihrer lesbischen Freundin schwindelt sie ihren Eltern vor, ihr Liebster sei jüdischen Glaubens … Sehr zahm und irgendwie unpassend
So, 18.01., ORF1 21:50 Uhr: N E U ! ! !
Breaking the Ice
Österreich 2023, R: Clara Stern*
Die ehrgeizige Weinbäuerin Mira [Judith Schaller], Kapitänin des örtlichen Eishockeyteams, verliebt sich in die neue Spielerin Theresa [Judith Altenberger]. Überraschend gut!
Mo, 19.01., ONE 20:15 Uhr:
In den besten Händen
FRA 2021, R: Catherine Corsini*
Derb-schwarzhumorige Studie des Niedergangs einer Beziehung, und all das vor dem Hintergrund der Gelbwesten-Demonstrationen in der Notaufnahme eines Pariser Krankenhauses – sehenswert!
Mo, 19.01., WDR 22:45 Uhr:
Kroymann
D 2025
Sketchreihe, hier die Folge “Das Einzeldate”
Di, 20.01., MDR 22:55 Uhr:
Anatomie eines Falls
FRA 2023, R: Justine Triet**
Spannendes und perfekt komponiertes Justizdrama um die Schriftstellerin Sandra Voyter [Sandra Hüller], deren Mann bei einem Unfall (?) stirbt. In einem aufsehenerregenden Prozess muss sie sich und ihre selbstbewusste Lebensweise verteidigen; auch eine Affäre mit einer Frau wird ihr vorgeworfen.
Di, 20.01., arte 23:30 Uhr: N E U !
Queens of Joy – Queerer Kampf für die Freiheit
FRA/TSCHECH/Ukraine 2025, R: Olga Gibelinda
Wie hat der Krieg die queere Community in der Ukraine verändert? Drei Menschen aus der Ukraine kämpfen mit einer Drag-Show für Solidarität und Widerstand
Mi, 21.01., BR 00:00 Uhr:
Bulldog
D/Spanien 2022, R: André Szardenings
Sohn-Mutter-Drama: Eine junge Frau arbeitet mit ihrem erwachsenen Sohn Bruno im Facilitymanagement einer Hotelanlage auf Ibiza. Sie scheinen ein eingespieltes Team zu sein, bis seine Mutter eine Beziehung mit Hannah [Karin Hanczewski] beginnt, die zu ihnen in den Bungalow zieht.
Fr, 23.01., SuperRTL 20:15 Uhr:
Coyote Ugly
USA 2000, R: David McNall+
„Ugly“ ist hier vor allem die ausbeuterische Story: Piper Perabo macht Karriere, indem sie halbnackt auf der Theke tanzt und von einer Kollegin wird sie mal kurz für lesbisch gehalten– verlogene Hetenkomödie
© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2025)
Ingeborg Boxhammers Bewertungen im Spielfilmbereich liegen folgenden Kategorien zugrunde (Wertung nach dem Sternchenprinzip):
* * * * * * * * 8 Sterne
Eindeutiger Lesbenfilm, in dem Lesben die Handlung tragen. Ohne sie würde der Plot im Optimalfall nicht mehr funktionieren. Lesbischsein wird hier nicht in Frage gestellt und daher auch nicht mehr diskutiert.
* * * * * * * * 7 Sterne
Es geht überwiegend um Lesben. Sie werden von der Filmlogik nicht in Frage gestellt, sondern erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb der Handlung.
* * * * * * * * 6 Sterne
Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit Lesben vorhanden, wird behandelt und ist unübersehbar!
* * * * * * * * 5 Sterne
Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst; die Regie wagte sich vielleicht nicht explizit an das Thema heran oder wollte es nur ausschlachten.
* * * * * * * * 4 Sterne
(Nebenrollen-) Lesben werden eindeutig als solche dargestellt und sind über einige Sequenzen des Films präsent; kurze Affären fallen auch in diese Kategorie!
* * * * * * * * 3 Sterne
Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die aber nicht verfolgt werden und im Hintergrund fungieren!
* * 2 Sterne
Zwischendurch taucht mal eine Lesbe auf, oder wird erwähnt oder gezeigt, mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick und entsprechender Kommentar oder eine eindeutige Anmache …
* 1 Stern
So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!
+Zeichen
Hier handelt es sich lediglich um (umstrittene) Andeutungen und/oder Zwischentöne. Transgender-Darstellungen oder Hosenrollen fallen mitunter auch in diese Kategorie.
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