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SÜT Köln

Phenomenelle Fernsehinfos vom 11. bis 28. April 2017

Von Gastautorin Ingeborg Boxhammer | Am 31. März 2017
Kategorien: kulturelle, TV | Mit 0 Kommentaren

Di, 11.4., ProSiebenMAXX, 22:20 Uhr:

Domino
USA 2005, R: Tony Scott+

Der abenteuerliche und willkürlich schnell geschnittene Actionfilm folgt bestimmten Lebensstationen von Domino Harvey (1969-2005, hier dargestellt von Keira Knightley), die als Tochter des Schauspielers Laurence Harvey zunächst als Fotomodell Karriere machen wollte, sich dann aber als skrupellose Kopfgeldjägerin verdingte. Domino erlebte den Filmstart nicht mehr, soll sich aber darüber aufgeregt haben, dass Scott ihr eine heterosexuelle Beziehung andichtete: http://www.einsiders.com/features/columns/2005_review_obituaries.php. Nix als Murks!)

Di, 11.4., SF2 23:05 Uhr:

Wild Things
USA 1998, R: John McNaughton**

Verschachtelter Überraschungsthriller über sexuelle Übergriffe an einer High School, Verführungskünste zweier Kids und allerlei mehr

 

Do, 13.4., Kabel 22:20 Uhr:

From Hell
TSCHECH/USA 2001, R: Albert + Alan Hughes**

Ein drogensüchtiger Polizeiinspektor [Johnny Depp] soll in einem London der Jahrhundertwende einem Prostituiertenmörder, angelehnt an die Person des „Jack the Ripper“, das Handwerk legen. Liz, eine der Sexarbeiterinnen ist lesbisch …

 

Fr, 14.4., ZDF 01:25 Uhr:

Shakespeare in Love
UK 1998, R: John Madden+

Viola [Gwyneth Paltrow] träumt von einem Dasein als Schauspielerin, was ihr im England des 16. Jahrhunderts jedoch verwehrt ist. Deshalb verkleidet sie sich als Mann und ergattert tatsächlich bei ihrem Idol William Shakespeare [Joseph Fiennes] eine tragende Rolle in seinem neuen Stück. Als attraktiver Jüngling wird Viola dann in einer Schenke von Huren angegraben … Harmloser Spaß, für den Paltrow den Oscar gewann und bei der Entgegennahme in ihren Freudentränen ertrank.

 

Fr, 14.4., ZDFneo 01:40 Uhr:

Thelma & Louise
USA 1991, R: Ridley Scott***

Nachdem zwei Freundinnen auf dem Weg in ein vergnügliches Wochenende in Notwehr einen Vergewaltiger erschossen haben, fliehen sie als Outlaws quer durch die USA und lassen sich nicht mehr das Geringste gefallen  … Drehbuchautorin Callie Khourie gewann 1992 einen Oscar für ihr rasantes Buch mit tollen Dialogen. Geena Davis als Thelma und Susan Sarandon als Louise haben nichts an Eindrücklichkeit verloren; für Brad Pitt war sein Kurzauftritt als sympathischer Schurke der Startschuss für seine Karriere

 

Sa, 15.4., ServusTV 16:00 Uhr:

Broken Flowers – Blumen für die Ex
USA 2005, R: Jim Jarmusch+

Ein Mann [Bill Murray] bereist seine früheren Geliebten; eine [Jessica Lange] ist nun mehr an Frauen interessiert …

 

Sa, 15.4., ServusTV 20:15 Uhr:

Ein ungezähmtes Leben
USA/D 2005, R: Lasse Hallström+

Familiendrama um den abweisenden Opa Einar [Robert Redford], der seiner Schwiegertochter [Jennifer Lopez] die Schuld am Tod seines Sohnes gibt. Die aufgeweckte kleine Enkelin interpretiert die intensive Freundschaft Einars mit Mitch [Morgan Freeman] als schwul, da sie mal eine lesbische Lehrerin hatte …

 

Sa, 15.4., SRF2 23:35 Uhr:

Cloud Atlas
USA/D 2012, R: Tom Tykwer, Lana & Andy Wachowski, Roman: David Mitchell+

Cineastischer Leckerbissen in sechs Erzählsträngen über philosophisch-weltgeschichtliche Zusammenhänge – mit vielen Stars [Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugh Grant, Susan Sarandon, Hugo Weaving u. a.] in immer und immer wieder anderen Rollen: Dabei spielen z. B. Schwarze Weiße oder umgekehrt – und genderübergreifend ist es – vermutlich Dank Lana, ehemals Larry Wachowski – sowieso. Die Story ist an manchen Stellen etwas dünn, aber insgesamt sehenswert, wenn mitunter auch sehr brutal in Szene gesetzt

 

Sa, 15.4., ServusTV 00:00 Uhr:

Johnny Guitar – Wenn Frauen hassen
USA 1954, R: Nicholas Ray*

Psychologischer Western, in dem Saloonbesitzerin Vienna [Joan Crawford] sich gegen die hasserfüllte Emma [Mercedes McCambridge] wehrt, die sie aus der Stadt treiben will. Heimlich liebt Vienna den Cowboy Johnny Guitar [Sterling Hayden], aber die eigentlichen Spannungen bezieht der Film aus den heißen Begegnungen der Frauen … Sehenswert!

 

So, 16.4., arte 20:15 Uhr:

So wie wir waren
USA 1972, R: Sydney Pollack*

Trotz der KommunistInnenjagd versuchen zwei Schreiberlinge, Hubble und Katie (Robert Redford und Barbra Streisand), Ende der vierziger Jahre in Hollywood Fuß zu fassen. Eine Kritikerin wird von Hubble kurzerhand als Lesbe diffamiert.

 

So, 16.4., arte 22:10 Uhr:

Barbra Streisand
FRA 2015

Porträt der unangepassten Sängerin, Schauspielerin, Regisseurin Barbra Streisand (geb. 1942) und feministischen Unterstützerin von lesbischen, trans* und schwulen Menschen

 

So, 16.4., SIXX 22:45 Uhr:

Verführung einer Fremden
USA 2007, R: James Foley**

Etwas unausgegorener Thriller über eine Sensationsreporterin [Halle Berry] und einen kriminellen Werbeagenten [Bruce Willis], dessen „rechte Hand“ Josie [Daniella van Graas] lesbisch ist

 

So, 16.4., ARD 23:30 Uhr:

Leb wohl, meine Königin
FRA/SPA 2011, R: Benoït Jacquot*****

Das Kostümdrama erzählt die Ereignisse am Hof von Versailles rund um den Sturm auf die Bastille im Juli 1789 aus Sicht einer Vorleserin [Léa Seydoux] der Königin Marie-Antoinette [Diane Kruger], die diese vergöttert …

 

Mo, 17.4., 3sat 21:55 Uhr:

Der große Gatsby
USA 1974, R: Jack Clayton+

Ursprünglich hatte Truman Capote das Drehbuch geschrieben und schwule und lesbische Charaktere in die Story von F. Scott Fitzgerald eingebaut; die wollten die Filmproduzenten jedoch nicht und heuerten Francis Ford Coppola an, der aus dem Zwanziger-Jahre-Liebesdrama des Aufsteigers Gatsby [Robert Redford] eine sterile und blutleere

Dreiecksgeschichte machte

 

Mo, 17.4., SRF2 01:00 Uhr:

The Help
USA 2011, R: Tate Taylor+

Eine weiße Kolumnistin [Emma Stone] veröffentlicht Anfang der sechziger Jahre zum Entsetzen der weißen Oberschicht ein Buch über den Umgang der Weißen mit schwarzen Haushaltshilfen und Kindermädchen, das auf Interviews beruht. Der beeindruckende und umwerfend gespielte Film (Oscar für Octavia Spencer!) geriet in die Kritik der Association of Black Women Historians, die die Erfahrungen schwarzer Hausangestellten trivialisiert und verharmlost sahen.

 

Do, 20.4., ZDFneo 23:25 Uhr:

Orange is the New Black
USA 2013

Endlich bei den Öffentlich-Rechtlichen: Schnarch!! Jetzt, da alle die lesbische Knast-Serie schon längst gesehen haben!!! Und hinterher wieder über dürftige Einschaltquoten maulen!

 

Fr, 21.4., ZDF 02:15 Uhr:

Jungfrau (40), männlich, sucht …
USA 2005, R; Judd Apatow+

Andy [Steve Carell] hat mit 40 noch keine sexuellen Erfahrungen mit Frauen sammeln können. Seine Umwelt findet das untragbar und setzt ihn unter Druck. Beim Speeddating gerät er an eine „Hardcore-Lesbe“, die mal wieder Männer ausprobieren will. Soll ne Komödie sein. Wo genau, erschließt sich mir nicht

 

Sa, 22.4., arte 07:00 Uhr:

Square Idee: Homosexualität: Comeback des Hasses

Diskussion zwischen einem verpartnerten Imam und dem Historiker Robert Beachy

 

Sa, 22.4., RTL2 07:40 Uhr:

Liebe mit Risiko – Gigli
USA 2003, R: Martin Brest****

Der Möchtegerngauner Gigli [Ben Affleck] muss mit einer taffen Kollegin, Ricky [Jennifer Lopez] zusammenarbeiten. Damit er sie in Ruhe lässt, gibt sie sich als Lesbe aus; und tatsächlich pfuscht auch bald ihre Ex dem tumben Gigli ins Handwerk. Aber einmal dürft ihr raten, wie der Quatsch ausgeht … Blöder Hetenkomödienkrimi

 

Sa, 22.4., HR 14:00 Uhr:

Der Chevalier des Königs/Der Favorit der Zarin
FRA/ITA 1959, R: Jacqueline Audry+

Hosenrollen-Kostümdrama: Geneviève [Andrée Debar] wird als Junge aufgezogen, tritt als Dragoner in den Dienst König Ludwigs und ärgert ihren Geliebten mit den Möglichkeiten, die sie bei Frauen hätte … Nicht durchweg überzeugend, aber von einer der wenigen (erfolgreichen) französischen Regisseurinnen der fünfziger Jahre in Szene gesetzt

 

Sa, 22.4., RBB 18:32 Uhr:

24h Kotti – Der schärfste Platz Berlins
D 2015, R: Boris Quatram

In der Reihe „Die RBB-Reporter“ ein Porträt des Platzes „Kottbusser Tor“ in Kreuzberg, einem Viertel mit viel lgbtiq-Bevölkerung

 

So, 23.4., ARD 01:55 Uhr:

Das Gesetz der Begierde
Spanien 1986, R: Pedro Almodóvar+

Ein eifersüchtiger Liebhaber [Antonio Banderas] glaubt einen bekannten Theaterregisseur ermordet zu haben und verliert nach einem Unfall sein Gedächtnis. Auf die Sprünge hilft ihm seine Schwester [Carmen Maura], die früher einmal sein Bruder war. Die beiden unterhalten sich auch mal über Lesben …

 

Di, 25.4., SuperRTL 20:15 Uhr:

E-M@il für dich
USA 1998, R: Nora Ephron+

Nora Ephron (1941–2012) nahm den Plot von Lubitsch’ „Rendezvous nach Ladenschluß“ (1940) und verlegte ihn als kompliziert-naive Liebesgeschichte zwischen Buchhändlerin Kathleen [Meg Ryan] und Konzernchef Joe [Tom Hanks] in die späten Neunziger. Joe erzählt, dass die Frau seines Vaters mit dem Kindermädchen durchgebrannt ist

 

Mi, 26.4., Kabel 20:15 Uhr:

Miss Undercover
USA 1999, R: Daniel Petri*

Polizistin [Sandra Bullock] ermittelt undercover bei Schönheitswettbewerb – natürlich als „hässliches Entlein“ – wo sich bei der Verleihung auch eine Lesbe outet – boah, wat für ne Revoluzzzzion! Öder Bullock-Witz, der dem huldigt, was er zu kritisieren vorgibt

 

Do, 27.4., 3sat 22:25 Uhr:

Schwedisch für Fortgeschrittene
Schweden 2006, R: Colin Nutley**

Die Politesse Gudrun und die Frauenärztin Elisabeth, die beide um die Vierzig sind und gerade von ihren Männern verlassen wurden, freunden sich nach einem abstrusen Streit an und ziehen gemeinsam um die Häuser. Dabei landen sie eines Abends auch in einem Sub … Ganz nette Hetenkomödie

 

Fr, 28.4., ARD 20:15 Uhr:

Verliebt in Amsterdam
D 2017, R: Florian Froschmeyer

Deutscher Karrierist verliebt sich in Amsterdamerin, die mit Eltern, Schwestern und deren lesbischer Geliebter auf einem Hausboot lebt

 

Ingeborgs Wertung nach dem Sternchenprinzip 

* * * * * * * * 8 Sterne

Eindeutiger Lesbenfilm, in dem Lesben die Handlung tragen. Ohne sie würde der
Plot im Optimalfall nicht mehr funktionieren. Lesbischsein wird hier nicht in
Frage gestellt und daher auch nicht mehr diskutiert.



* * * * * * * 7 Sterne

Es geht überwiegend um Lesben. Sie werden von der Filmlogik nicht in Frage
gestellt, sondern erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb der Handlung.



* * * * * * 6 Sterne

Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit Lesben vorhanden, wird behandelt und ist unübersehbar!



* * * * * 5 Sterne

Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst;
die Regie wagte sich vielleicht nicht explizit an das Thema heran oder wollte es
nur ausschlachten.



* * * * 4 Sterne

(Nebenrollen-) Lesben werden eindeutig als solche dargestellt und sind über
einige Sequenzen des Films präsent; kurze Affären fallen auch in diese
Kategorie!



* * * 3 Sterne

Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die aber nicht verfolgt werden und im Hintergrund fungieren!



* * 2 Sterne

Zwischendurch taucht mal eine Lesbe auf, oder wird erwähnt oder gezeigt, mal ein
Kuss, mal ein tiefer Blick und entsprechender Kommentar oder eine eindeutige
Anmache …

* 1 Stern

So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!



+Zeichen

Hier handelt es sich lediglich um (umstrittene) Andeutungen und/oder Zwischentöne. Transgender-Darstellungen oder Hosenrollen fallen mitunter auch in diese Kategorie.


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