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SÜT Köln

Phenomelle Fernsehinfos vom 8. bis 21. Juli 2017

Von Gastautorin Ingeborg Boxhammer | Am 7. Juli 2017
Kategorien: kulturelle, TV | Mit 0 Kommentaren

Sa, 8.7., RTL2 08:35 Uhr:

Mädchen, Mädchen
D 2001, R: Dennis Gansel*

Drei Oberstufenschülerinnen [Felicitas Woll, Diana Arnft und Karoline Herfurth] wollen endlich mal einen Orgasmus erleben und lassen sich allerlei Originelles einfallen. Eine Internet-Bekanntschaft scheint auf eine lesbische Liaison hinauszulaufen, aber natürlich tarnt sich dahinter ein männlicher Verehrer. Überwiegend unterhaltsamer Teenie-Spaß

 

Sa, 8.7., BR 12:00 Uhr:

Lilly Schönauer: Weiberhaushalt
Österreich/D 2013, R: Karola Hattop*****

Oh-oh: In der  stockbiederen Schönauer-Märchenwelt droht eine lesbische Liaison eine Heterofamilie auseinanderzubringen! Wird Lesbe Lucy leer ausgehen? Oder kann sich das Drehbuch neben dem heterosexuellen auch ein lesbisches Happy-End vorstellen …?

 

Sa, 8.7., HR 12:15 Uhr:

Vier kriegen ein Kind
D 2014, R: Mathias Steurer*******

Ein lesbisches Paar wünscht sich ein Kind. Steff wird durch eine Samenspende auch schwanger, aber die wurde verwechselt und gehört einem schwulen Paar, das ebenfalls ein Kind möchte. Also müssen sich die Paare irgendwie zusammenraufen. Tun sie auch!

 

Sa, 8.7., WDR 13:00 Uhr:

Bowfingers große Nummer
USA 1999; R: Frank Oz*

Klamaukige Komödie aus der Filmbranche: Der halbgare Regisseur Bobby Bowfinger [Steve Martin] fingiert einen Starfilm mit einem tumben Doppelgänger und landet einen Coup. In seinem Chaotenteam kommt auch Daisy [Heather Graham] als Schauspielerin unter und schläft dafür mit allen, inclusive Aufnahmeleiterin Farrah [Reamy Hall]. Eher nervig!

 

So, 9.7., WDR 23:30 Uhr:

Christopher Street Day 2017
D 2017, R: Oliver Bätz, André Schäfer

Feature über den diesjährigen Insolvenzantrag des “Kölner Lesben- und Schwulentag e. V“ (KluSt), der seit 1991 den Kölner CSD ausrichtet

 

Mo, 10.7., arte 07:10 Uhr:

Re: Aufbruch statt Angst: Homo-Liebe im strengen Albanien
Feature über rechtsradikale Mobilisierungen gegen Schwule und Lesben in Albanien

 

Mo, 10.7., Phoenix 12:15 Uhr:

Mutter, Mutter, Vater, Kind – Elternglück für Schwule und Lesben
D 2016, R: Frauke Siebold

Die Reportage geht der Frage nach, wie Homosexuelle sich ihre Sehnsucht nach einem Baby erfüllen. Porträtiert werden zwei Regenbogenfamilien.

 

Mo, 10.7., arte 22:25 Uhr:

Dohee – Weglaufen kann jeder
Südkorea 2014, R: July Jung******

Eine wegen ihrer lesbischen Beziehung strafversetzte Polizistin nimmt sich einer misshandelten Jugendlichen an, kann jedoch die komplexen Probleme wegen ihrer eigenen Verletztlichkeit nicht stemmen.

 

Di, 11.7., ZDFneo 23:10 Uhr:

Stieg Larsson: Verdammnis
Schweden/DK/D 2009, R: Daniel Alfredson, Krimi: Stieg Larsson***

Zweiter Teil der Trilogie, in der Lisbeth Salander [Noomi Rapace] nach Schweden zurückkehrt und kurze Zeit später wegen Mordes gesucht wird. Sie überlässt ihrer Geliebten Miriam [Yasmine Garbi] ihre Wohnung und versteckt sich. Natürlich kommt es bald zu einem blutigen Treffen zwischen ihr und den Bösen. Journalist Blomqvist rettet sie.

 

Mi, 12.7., 3sat 20:15 Uhr:

Schon wieder Henriette
Deutschland/Österreich 2013, R: Nikolaus Leytner+

Betagte Kunstrestauratorin und Hobby-Detektivin [Christiane Hörbiger] wird von ihrem jungen Adlatus kurzzeitig für lesbisch gehalten … Leider fälschlicherweise, denn das hätte der Fließbandproduktion wenigstens etwas Pfiff gegeben!

 

Do, 13.7., HR 13:00 Uhr:

Wunschkinder und andere Zufälle
D 2003, R: Thomas Jacob******

2003 mit GEZ-Geldern (?) gedrehte und seitdem gnadenlos in Monatsabständen wiederholte rechtslastige Farce, in der eine Mutter (Ruth-Maria Kubitschek) ihre heterosexuellen und lesbischen Töchter (Tina Ruland) mit der Aussetzung der Familienvilla in Schwangerschaften zwingt. Der Name Kubitscheks bürgt inzwischen für frauenfeindlichen Müll!

 

Do, 13.7., arte 13:45 Uhr:

Ich will dich
D 2015, R: Rainer Kaufmann*******

Bürgerliche und lebensgemeinschaftliche Bereicherungen stehen der Liebe zwischen zwei Frauen (Erika Marozsán und Ina Weisse) im Wege, die sich weder von ihrem bisherigen sozialen Gefüge (Marie) noch von ihren Zukunftsträumen (Ayla) verabschieden möchten. Sie sehen sich als heterosexuelle Frauen mit heterosexuellen Errungenschaften (Familie, Anerkennung), die sie nicht aufzugeben bereit sind.

 

Do, 13.7., Vox 22:10 Uhr:

Max Payne
USA/Kanada 2008, R: John Moore+

Ein Cop [Mark Wahlberg] sucht den Mörder seiner Familie und gerät zwischendurch mal an eine bisexuelle Russin [Olga Kurylenko]. Wirre Rache-Action, mit einem Lesbenkuss garniert.

 

Do, 13.7., RBB 00:10 Uhr:

Cloud Atlas
USA/D 2012, R: Tom Tykwer, Lana & Andy Wachowski, Roman: David Mitchell+

Cineastischer Leckerbissen in sechs Erzählsträngen über philosophisch-weltgeschichtliche Zusammenhänge – mit vielen Stars [Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugh Grant, Susan Sarandon, Hugo Weaving u. a.] in immer und immer wieder anderen Rollen: Dabei spielen z. B. Schwarze Weiße oder umgekehrt – und genderübergreifend ist es – vermutlich Dank Lana, ehemals Larry Wachowski – sowieso. Die Story ist an manchen Stellen etwas dünn, aber insgesamt sehenswert, wenn mitunter auch sehr brutal in Szene gesetzt

 

Sa, 15.7., ARD 23:55 Uhr:

Inas Nacht
Unterhaltungsshow

u. a. lesbische TV-Moderatorin Dunja Hayali (Jahrgang 1974) zu Gast bei Ina Müller

 

Sa, 15.7., ZDFneo 20:15 Uhr:

Vicky Christina Barcelona
USA/SPA 2007, R: Woody Allen**

Zwei junge Amerikanerinnen [Rebecca Hall und Scarlet Johansson] beginnen in Barcelona eine Dreiecksbeziehung mit dem Macho Juan Antonio [Javier Bardem]. Seine Ex-Frau [Penelope Cruz] mischt schließlich das Dreieck nachdrücklich auf. Teilweise unterhaltsam, teilweise voller abgegriffener Klischees.

 

 

So, 16.7., arte 20:15 Uhr:

Radio Rock Revolution
USA/UK/D/FRA 2009, R: Richard Curtis**

Auf einem Schiff auf der Nordsee ist Mitte der sechziger Jahre ein britischer Piratensender stationiert, der mit Rockmusik und unmoralischen Sprüchen für Verbotsgelüste bornierter Tories [herrlich verklemmt: Kenneth Branagh] sorgt. Als einzige Frau auf dem Schiff hat es die lesbische Köchin nicht leicht, denn es ist ein Männerfilm mit Männerspäßen …

 

So, 16.7., RBB 22:00 Uhr:

Seitensprung
D 2014, R: Sabine Boss+

Werbetexterin Fiona [Claudia Michelsen] ist zwar nicht erfreut, dass ihr Gatte die Nachbarin geschwängert hat, aber sie nimmt sie in die Familie auf und steht ihr bei der Geburt bei. Dies lässt die Hebamme denken, es handle sich um ein lesbisches Paar. Leider nicht …

 

Mo, 17.7., arte 22:15 Uhr:

Liebe im Reich der Mitte – Chinas Frauen im Aufbruch
D 2016

Porträt chinesischer Frauen, darunter auch ein lesbisches Paar in Peking

Di, 18.7., SRF2 20:15 Uhr:

Rubbeldiekatz
D 2011, R: Detlev Buck**

Der glücklose Charleys-Tante-Mime Alexander [Matthias Schweighöfer] übernimmt als Alexandra notgedrungen die Rolle eines BDM-Mädels in einem Unterhaltungsfilm über Nazis und verliebt sich –– echt jetzt? Aber so was hatten wir doch noch nie!!!! – in seine Filmpartnerin [Alexandra Maria Lara]. Überwiegend witzloser Klamauk, der viele seiner Gags auf Kosten von Schwulen präsentiert

 

Mi, 19.7., ONE 20:15 Uhr:

Tod auf dem Nil
UK 1977, R: John Guillermin+

Hercule Porree — pardonnez-moi, Poirot! [Peter Ustinov] ermittelt auf einem Nildampfer, auf dem ein Mord verübt wurde. Dabei beobachtet er auch die Witwe Mrs. Van Schuyler [Bette Davis] und die ihr in einer Art Hassliebe verbundene Gesellschafterin (?!) Miss Bowers [Maggie Smith] …

 

Fr, 21.7., HR 00:00 Uhr:

Fanny Hill – Die Memoiren eines Freudenmädchens
UK 1983, R: Gerry O’Hara****

Mitte des 18. Jahrhunderts gerät die junge und naive Fanny Hill [Lisa Foster] in London in ein Bordell und wird dort von Frauen in diverse Sexualkontakte eingeführt, die ihr Spaß machen. Natürlich dienen die lesbischen Sexspielchen nur der Vorbereitung auf Heterosex, und Fanny verliebt sich in einen Kunden, mit dem sie durchbrennt, bis sie im Hurenhaus von Mrs. Cole [Shelley Winters) landet. Naiv, oberflächlich und ausbeuterisch.

 

Sa, 22.7., tagesschau24 20:15 Uhr:

DDR unterm Regenbogen – Homosexuelle der DDR
D 2011, R: Jochen Hick, Andreas Stohfeldt

Dokumentation über die Geschichte der Homosexualitäten in der DDR. Porträtiert werden die Lebensgeschichten der AktivistInnen Peter Rausch, Christian Pulz und Marina Krug, die alle drei früh ihre Homosexualität erkannt haben.

 

Ingeborgs Wertung nach dem Sternchenprinzip 

* * * * * * * * 8 Sterne

Eindeutiger Lesbenfilm, in dem Lesben die Handlung tragen. Ohne sie würde der
Plot im Optimalfall nicht mehr funktionieren. Lesbischsein wird hier nicht in
Frage gestellt und daher auch nicht mehr diskutiert.



* * * * * * * 7 Sterne

Es geht überwiegend um Lesben. Sie werden von der Filmlogik nicht in Frage
gestellt, sondern erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb der Handlung.



* * * * * * 6 Sterne

Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit Lesben vorhanden, wird behandelt und ist unübersehbar!



* * * * * 5 Sterne

Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst;
die Regie wagte sich vielleicht nicht explizit an das Thema heran oder wollte es
nur ausschlachten.



* * * * 4 Sterne

(Nebenrollen-) Lesben werden eindeutig als solche dargestellt und sind über
einige Sequenzen des Films präsent; kurze Affären fallen auch in diese
Kategorie!



* * * 3 Sterne

Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die aber nicht verfolgt werden und im Hintergrund fungieren!



* * 2 Sterne

Zwischendurch taucht mal eine Lesbe auf, oder wird erwähnt oder gezeigt, mal ein
Kuss, mal ein tiefer Blick und entsprechender Kommentar oder eine eindeutige
Anmache …

* 1 Stern

So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!



+Zeichen

Hier handelt es sich lediglich um (umstrittene) Andeutungen und/oder Zwischentöne. Transgender-Darstellungen oder Hosenrollen fallen mitunter auch in diese Kategorie.


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