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SÜT Köln

Fernsehinfos vom 21.7. bis 2.8.2019

Von Gastautorin Ingeborg Boxhammer | Am 20. Juli 2019
Kategorien: kulturelle, TV | Mit 0 Kommentaren

So, 21.7., RBB 10:30 Uhr:

Winnetous Weiber
D 2014, R: Dirk Regel**

Zu Pferd besuchen fünf unterschiedliche Frauen die Drehorte der Karl-May-Filme der sechziger Jahre. Unterwegs sind aber vor allem die persönlichen Probleme der Beteiligten Thema. So geraten Gabriele/Gabi (Floriane Daniel) und Maren (Nina Kronjäger) mehrmals miteinander in Streit, denn Gabi ist nicht nur erfolgreiche Unternehmerin, sondern auch in sie verliebt. Maren Kroymann ist auch mit dabei – als schnöselige Hetenwitwe!

 

So, 21.7., SuperRTL 20:15 Uhr:

10 Dinge, die ich an dir hasse
USA 1999+

Teenie-Liebeskomödie, in der ein junges Mädchen sich aufgrund eines Verbots des Vaters nur mit Jungs verabreden darf, wenn auch die ältere Schwester ein Date hat. Die Jungs hecken diesbezüglich einen Plan aus … Es versteht sich von selbst, dass eine junge Frau, die kein verstärktes Interesse an jungen Männern hat, zwangsläufig lesbisch sein MUSS. Das wissen wir doch spätestens seit der völlig unverfrorenen „Eisprinzessin“, oder??? Ach nee, geht lieber mal wieder ins Kino!

Mo, 22.7., HR 21:45 Uhr:

Tatort: Ein neues Leben
D 2012, R: Elmar Fischer***

Hölzerne und ungelenke Fantasie über ein skrupelloses lesbisches Verbrecherinnenpärchen, das arme Männer in eine Drückerkolonne zwingt. Extrem lesbenfeindlich und frauenverachtend. Wegzappen, ausschalten, bei den tumben ARD-Anstalten beschweren!

 

Di, 23.7., SRF2 20:10 Uhr:

Ghost – Nachricht von Sam
USA 1990, R: Jerry Zucker+

Whoopi Goldberg spielt die unwiderstehliche Geisterbeschwörerin Oda Mae, die vom ermordeten Sam [Patrick Swayze] beauftragt wird, mit seiner Freundin Molly [Demi Moore] Kontakt aufzunehmen. Mit viel Energieaufwand ist es den Geistern auch möglich, vorübergehend in einen anderen Körper zu schlüpfen … Wenn ihr mal wieder vor dem Fernseher heulen wollt, wär dies die richtige Wahl – Whoopi allerdings ist zum Kringeln!

 

Di, 23.7., 3sat 20:15 Uhr:

Die Tote aus der Schlucht
D 2014, R: Christian Thede******

Die lesbische Münchner Kommissarin Susanne Landauer (Rosalie Thomass) entdeckt bei Ermittlungen in ihrem Heimatort die Leiche ihrer bis dahin unbekannten leiblichen Mutter und versucht, gegen die Abwehr des ganzen bayrischen Dorfes ihre Geschichte zu recherchieren. Ihre lesbische Lebensweise ist dabei erfrischenderweise kein Thema!

 

Di, 23.7., arte 20:15 Uhr:

Lustvolle Befreiung: 1. Befriedigung und Spaß, 2. Liebe und Moral
FRA 2017

Zweiteilige Reportage über die „sexuelle Revolution“ der 1960er Jahre, die nicht nur Freizügigkeit brachte

 

Di, 23.7., DisneyChannel 20:15 Uhr:

She’s the Man – Voll mein Typ
USA 2006, R: Andy Fickman+

Eine Teenagerin möchte um jeden Preis Fußball spielen und da es keine Mädchenmannschaft gibt, schleicht sie sich in die Jungenmannschaft ein … Übliche Geschlechterverwechslungsgeschichte, die die antiquierten Rollenzuschreibungen letztendlich bestätigt

 

Di, 23.7., ORF2 00:05 Uhr:

Der Geschmack von Apfelkernen
D 2013, R: Vivian Naefe**

Iris (Hannah Herzsprung), Ende zwanzig, erbt nach dem Tod ihrer Oma ein Landhaus in Schleswig-Holstein, zu dem eine große Apfelplantage gehört. Vor Ort erinnert sich Iris an ihre Jugendfreundinnen, ihre Tante Inga (Marie Bäumer), eine andere Tante (Meret Becker) und an ihre Mutter … Völlig unspektakulär.

Do, 25.7., arte 13:55 Uhr:

Entre Nous (Coup de Foudre)
Frankreich 1983, R: Diane Kurys******

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind zwei Heteropaare froh, wieder in Frieden leben zu können. Die Freundschaft der beiden Frauen [Isabelle Huppert und Miou-Miou] intensiviert sich bald in einer Weise, die den Männern verschlossen bleibt. Besonders Michel [Guy Marchand] äußert sein Unverständnis in aggressiven Übergriffen, die die Frauen zwar beeindrucken, aber nicht auseinanderbringen. – Interessante Beziehungsstudie – längst ein Klassiker!

 

Do, 25.7., arte 21:40 Uhr:

Dreimal Manon
Frankreich 2014, R: Jean-Xavier de Lestrade***

Dreiteilige Mini-Serie: Die Protagonistin ist die 15-jährige Manon (Alba Gaïa Bellugi), die ihre übergriffige, vereinnahmende Mutter im Affekt niedersticht und dafür in einem Erziehungsheim landet. Eindrucksvoll und nachvollziehbar werden die Beziehungen zwischen den Mädchen, Manons erdrückender Mutter und den Erzieher_nnen bzw. Lehrerinnen gezeichnet. Die Fortsetzung läuft im Anschluss!

 

Do, 25.7., NDR 22:00 Uhr:

Ziemlich beste Freunde
Frankreich 2011, R: Olivier Nakache, Eric Toledano*

Der gelähmte Philippe [François Cluzet] freundet sich mit seinem neuen Assistenten, dem Senegalesen Drisse [Omar Sy] an. Philippes Sekretärin Magalie [Audrey Fleurot] lebt lesbisch. – Warum aus dem Assistenten, der ein Algerier war, ein Senegalese werden musste, lässt sich in der vom Kinopublikum innig geliebten Verfilmung auf den ersten Blick nicht erkennen …

 

Do, 25.7., RBB 23:30 Uhr:

Von Mädchen und Pferden
D. 2014, R: Monika Treut*******

Etwas arg ruhiges Porträt einer unglücklichen pubertierenden Sechzehnjährigen, die auf einem Pferdehof zu sich selbst und zu einer Freundin findet, in die sie sich verliebt.

 

Do, 25.7., SRF1 00:00 Uhr:

Die Taschendiebin
Südkorea 2016, R: Park Chan-wook, Vorlage: Sarah Waters (Fingersmith)******

Eine Taschendiebin wird als Hausmädchen in den Haushalt einer japanischen Erbin geschleust. Sie soll der Erbin den Grafen, ihren Kompagnon, schmackhaft machen. Aber die Diebin findet selbst Gefallen an der Frau … Durchaus interessante Interpretation des Romans von Sarah Waters; allerdings strotzt der Film vor überflüssigen Gewaltszenen und einstudierter Klischee-Lesben-Erotik.

 

Fr, 26.7., Tele5 22:00 Uhr:

Emanuelle 2 – Garten der Liebe
FRA 1975, R: Francis Giacobetti**

Auf einem Schiff, das Emanuelle [Sylvia Kristel] zu ihrem Ehemann bringen soll, wird sie versehentlich in einem Frauenschlafsaal untergebracht. Klischeegetreu wird sie hier in die „lesbische Liebe“ eingeführt und gibt ihr Wissen pflichtbewusst weiter. Genretypische Aneinanderreihung von Sexszenen

Fr, 26.7., arte 23:40 Uhr:

Beth Ditto – Lille 2017

Nach ihrer Karriere mit der Band „Gossip“ startete die lesbische Sängerin Beth Ditto (geb. 1981) solo und gab im Herbst 2017 im französischen Lille ein gewohnt temperamentvolles Konzert

 

Sa, 27.7., arte 06:05 Uhr:

Sound of Freedom – Der Sound der Freiheit (1+2/2)
D 2019, R: Claus Wischmann, Ulrike Neubecker

Zweiteilige Dokumentation über politische Positionierungen zu Protest und Freiheit in der Musik, u. a. mit Blick auf die Stärke von Frauen; zweiter Teil im Anschluss

 

Sa, 27.7., RTL2 20:15 Uhr:

Wenn ich bleibe
USA 2014, R: R. J. Cutler*

Mia [Chloë Grace Moretz], eine junge Cellistin, fällt nach einem Unfall ins Koma. Ihr Geist hat Flashbacks und die Möglichkeit, sich ihre Umwelt genau anzugucken. Dabei erfährt sie, dass eine der Background-Sängerinnen in Adams Band lesbisch ist

 

Sa, 27.7., ONE 21:40 Uhr:

Cloud Atlas
USA/D 2012, R: Tom Tykwer, Lana & Andy Wachowski, Roman: David Mitchell+

Cineastischer Leckerbissen in sechs Erzählsträngen über philosophisch-weltgeschichtliche Zusammenhänge – mit vielen Stars [Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugh Grant, Susan Sarandon, Hugo Weaving u. a.] in immer und immer wieder anderen Rollen: Dabei spielen z. B. Schwarze Weiße oder umgekehrt – und genderübergreifend ist es – vermutlich Dank Lana, ehemals Larry Wachowski – sowieso. Die Story ist an manchen Stellen etwas dünn, aber insgesamt sehenswert, wenn mitunter auch sehr brutal in Szene gesetzt

 

Sa, 27.7., RBB 01:05 Uhr:

Christopher Street Day 2019
Parade und Fest in Berlin

 

Sa, 27.7., Sat1 02:10 Uhr:

Airforce Two
USA 2005, R: Brian Trenchard-Smith***

Bodyguard Delaney [Mariel Hemingway] stürzt mit dem US-am. Vizepräsidenten und einer naiven Reporterin [Jill Bennett!] über dem Pazifik ab. Sie retten sich auf eine Insel, wo sie von Rebellen angegriffen werden. In einem blutigen Gemetzel besiegt Delaney die brutalen Aufständischen, rettet natürlich den Vize – und kriegt am Ende die Reporterin … Dummer und gewaltverliebter Ramboverschnitt!

 

So, 28.7., tagesschau24 19:30 Uhr:

Ich bin Sophia! Leben als Transgender-Kind
D 2018, R: Norbert Lübbers

Porträt einer Zehnjährigen, der mit vier Jahren beschloss, ein Mädchen zu sein

 

So, 28.7., ORF1 20:15 Uhr:

Mother’s Day – Liebe ist kein Kinderspiel
USA 2016, R: Garry Marshall

Verschiedene, miteinander lose verwobene Episoden zentrieren sich auf romantisch-komödiantische Ereignisse am und zum Muttertag – dazu  rassistische Späße der Eltern: Wo sollte der Stuss noch gleich witzig sein??

 

So, 28.7., SuperRTL 20:15 Uhr:

Girl‘s Club – Vorsicht, bissig!
USA 2004, R: Mark S. Waters***

Die junge Cadie [Lindsay Lohan], bisher Privatunterricht gewohnt, gerät an der neuen Highschool in alle Intrigen und Gemeinheiten, die eine sich so vorstellen kann. Natürlich geht das nicht ohne (Gerüchte über) Schwule und Lesben —

 

So, 28.7., RTL2 00:20 Uhr:

Basic Instinct
USA 1992, R: Paul Verhoeven****

Polizist Nick Curran [Michael Douglas] gerät in den Bann der des Mordes verdächtigen Schriftstellerin Catherine Tramell [Sharon Stone]; ihre Geliebte muss dafür dran glauben. Umstrittener und überschätzter Hetero-Sex-Thriller

Mo, 29.7., 3sat 23:35 Uhr:  R a r i t ä t ! ! !

Annemarie Schwarzenbach – Schweizerin und Rebellin (1908-1942)
Schweiz 2000, R: Carole Bonstein

Spannendes Porträt über Annemarie Schwarzenbach (1908-1942). Bonstein spürt auch Schwarzenbachs Reisen mit der Fotografin Marianne Breslauer (1909-2001) oder mit der Reiseschriftstellerin Ella Maillart (1903-1997) nach. Über die Reisen von Maillart läuft vorher um 22:25 Uhr eine Doku!

 

Mo, 29.7., SRF2 22:50 Uhr:

Boogie Nights
USA 1997, R: Paul Thomas Anderson+

Anhand eines jungen Mannes [Marc Wahlberg] wird der Aufstieg und Fall eines Pornodarstellers Ende der siebziger/Anfang der achtziger Jahre porträtiert. Der Regisseur [Burt Reynolds] setzt sowohl Männer als auch Frauen [u. a. Julianne Moore und Heather Graham] entsprechend in Szene. Muss nich sein …

Di, 30.7., WDR 22:10 Uhr:

Tatort: Mörderspiele
D/Österreich 2004, R: Stephan Mayer, Peter F. Bringmann*****

Nachdem Kommissar Thiel [Axel Prahl] eine Frauenleiche ohne Kopf begutachten musste, meldet eine junge Studentin [Tanja Schleiff], dass sie ihre Dozentin und Liebste vermisst. Offenbar ist die Leiche aber die Ehefrau eines russischen Wirtschaftsmagnaten? Tote Lesben, verworrene Handlung und dumme Sprüche – dieser „Tatort“ lohnt sich nicht!

Do, 1.8., arte 00:20 Uhr:

Madame Claude und ihre Gazellen
FRA 1976, R: Just Jaeckin**

Die Zuhälterin Madame Claude [Françoise Fabian] hat auch Sex mit den Frauen, die für sie arbeiten.

 

Do, 1.8., ServusTV 20:15 Uhr:

Grüne Tomaten
USA 1992, R: Jon Avnet*****

Geglättete und weitgehend „lesbenfreie“ Adaption des Romans von Fannie Flagg (1987); trotz der weitgehenden Ausblendung lesbischer Aspekte genießt dieses anrührende Freundinnendrama längst Kultstatus – mit Kathy Bates, Jessica Tandy, Mary Stuart Masterson, Mary-Louise Parker

 

Ingeborgs Wertung nach dem Sternchenprinzip 

* * * * * * * * 8 Sterne

Eindeutiger Lesbenfilm, in dem Lesben die Handlung tragen. Ohne sie würde der
Plot im Optimalfall nicht mehr funktionieren. Lesbischsein wird hier nicht in
Frage gestellt und daher auch nicht mehr diskutiert.



* * * * * * * 7 Sterne

Es geht überwiegend um Lesben. Sie werden von der Filmlogik nicht in Frage
gestellt, sondern erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb der Handlung.



* * * * * * 6 Sterne

Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit Lesben vorhanden, wird behandelt und ist unübersehbar!



* * * * * 5 Sterne

Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst;
die Regie wagte sich vielleicht nicht explizit an das Thema heran oder wollte es
nur ausschlachten.



* * * * 4 Sterne

(Nebenrollen-) Lesben werden eindeutig als solche dargestellt und sind über
einige Sequenzen des Films präsent; kurze Affären fallen auch in diese
Kategorie!



* * * 3 Sterne

Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die aber nicht verfolgt werden und im Hintergrund fungieren!



* * 2 Sterne

Zwischendurch taucht mal eine Lesbe auf, oder wird erwähnt oder gezeigt, mal ein
Kuss, mal ein tiefer Blick und entsprechender Kommentar oder eine eindeutige
Anmache …

* 1 Stern

So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!



+Zeichen

Hier handelt es sich lediglich um (umstrittene) Andeutungen und/oder Zwischentöne. Transgender-Darstellungen oder Hosenrollen fallen mitunter auch in diese Kategorie.


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