phenomenelle
phenomenelle bei Twitterphenomenelle bei FacebookPhenomenelle bei Google PlusPhenomenelle RSS Feedphenomenelle bei Pinterest
SÜT Köln

Fernsehinfos vom 20.01. bis 02.02.2018

Von Gastautorin Ingeborg Boxhammer | Am 19. Januar 2018
Kategorien: kulturelle, TV | Mit 0 Kommentaren

Hallo zusammen!

Wenn ihr einen Eindruck der diesjährigen nahezu komplett feministischen Golden-Globes-Veranstaltung erhaschen wollt, schaut hier: https://www.youtube.com/watch?v=fN5HV79_8B8

Die Frauen, die schwarze Kleidung tragen, erklären sich übrigens solidarisch mit der feministischen Kampagne “Time’s up!” (= die Zeit für (sexualisierte) Übergriffe von Männern ist vorbei)

Und nun zu “unserem” Fernsehen:

 

Sa, 20.1., ONE 10:15 Uhr:

Ein Sommernachtstraum
UK 2016, R: David Kerr, Vorlage: William Shakespeare

Geschlechterverwechslungskomödie – freilich kommt nach den turbulenten Verwirrungen zwischen den durcheinandergewürfelten Paaren auch in dieser Adaption am Ende alles wieder ins Hetero-Lot

 

Sa, 20.1., ARD 01:05 Uhr:

Die Spionin
D/Österreich/Ungarn 2012, R: Miguel Alexandre**

Das Spioninnendrama orientiert sich lose an der um 1940 wirkenden deutsch-englischen Doppelagentin Vera von Schalburg (1912-unbekannt). Im Film kommt Vera von Schalburg (Valerie Niehaus) zwischenzeitlich bei einer Gräfin (Katerina Medvedeva) unter, die ihr nachstellt

Sa, 20.1., arte 01:05 Uhr:

Janis – Little Girl Blue
USA 2015, R: Amy J. Berg

Musikdoku über die Rocksängerin Janis Joplin (1943-1970), ihre bisexuellen Beziehungen sind hier allerdings kaum Thema!

So, 21.1., ZDF 15:00 Uhr:

10 Dinge, die ich an dir hasse
USA 1999+

Teenie-Liebeskomödie, in der ein junges Mädchen sich aufgrund eines Verbots des Vaters nur mit Jungs verabreden darf, wenn auch die ältere Schwester ein Date hat. Die Jungs hecken diesbezüglich einen Plan aus … Es versteht sich von selbst, dass eine junge Frau, die kein verstärktes Interesse an jungen Männern hat, zwangsläufig lesbisch sein MUSS. Das wissen wir doch spätestens seit der völlig unverfrorenen „Eisprinzessin“, oder??? Ach nee, geht lieber spazieren!

 

Mo, 22.1., arte 21:45 Uhr:

Showgirls
USA 1995, R: Paul Verhoeven

Eine aufstrebende Nachtclubtänzerin [Elizabeth Berkley] verdrängt die bisherige Diva [Gina Gershon] mit gemeinen Intrigen, obwohl diese sie begehrt und ihr – nicht uneigennützig, natürlich – den Weg nach oben ebnet … Unausgegorene Charaktere, Möchtegern-Tanzeinlagen und eine unentschiedene erotische Anziehung zwischen Frauen sind allesamt so stümperhaft inszeniert, dass manche den Film schon für trashigen Kult halten …

 

Di, 23.1., arte 14:00 Uhr:

Meine liebste Jahreszeit
Frankreich 1993, R: André Téchiné**

Eigentlich geht es um eine inzestuöse Liebe zwischen den Geschwistern Emilie (Catherine Deneuve) und Antoine (Daniel Auteuil). Emilies Tochter (Chiara Mastroianni) findet Gefallen an der Freundin ihres Bruders, beteuert, keine Lesbe zu sein und wünscht sich doch eine gemeinsame Nacht.

 

Mi, 24.1., Sat1 20:15 Uhr:

Taffe Mädels
USA 2013, R: Paul Feig*

Zwei völlig unterschiedliche Polizistinnen [Sandra Bullock und Melissa McCarthy] müssen gezwungenermaßen zusammenarbeiten, obwohl sie nicht viel voneinander halten. Grundlage ist die einer romantischen Screwball-Comedy – ach, und was hätte daraus werden können … Nope, Klischees pur – wie gehabt!

Do, 25.1., Tele5 20:15 Uhr:

The Shooter – Ein Leben für den Tod
USA/UK/SPA/CS 1994, R: Ted Kotcheff**

Ein CIA-Agent [Dolph Lundgren] forscht in Prag wegen eines Attentats. Die verdächtige Spur führt zu einer bisexuellen Restaurantbesitzerin [Maruschka Detmers], der die Agenten in einen Sub folgen und die sie auch schon bald „heteropieren“ können. Weder als Sexfilm noch als Krimi überzeugend, einfach nur dämlich!

Do, 25.1., SRF1 23:45 Uhr:

The Danish Girl
UK/D/USA 2015, R: Tom Hooper, Vorlage: David Ebershoff*

Die dänische Künstlerin Gerda Wegener (Alicia Vikander) malt ihren Mann Einar (Eddie Redmayne), ein bekannter Landschaftsmaler, in ihren Skizzen zunehmend mit weiblichen Zügen. Einar beginnt in den 1920er Jahren in Kopenhagen, auch in der Öffentlichkeit als Frau aufzutreten und sich Lili Elbe zu nennen. In den dreißiger Jahren lässt Lili sich als vermeintlich erste Person operativ zu einer Frau angleichen, und zwar von Dr. Kurt Warnekros (1882-1949, hier dargestellt von Sebastian Koch) in Dresden. Der Film, der sich nicht an biografische Fakten, sondern an den Roman von Ebershoff hält, konzentriert sich primär auf das Liebespaar Wegener. Außerdem wird beispielsweise die “journalistische Inszenierung” dieser Geschlechtsangleichung nicht berücksichtigt, dafür jedoch zahlreiche Behauptungen der medialen Berichterstattung als gegeben gesetzt

Fr, 26.1., RTL2 22:20 Uhr:

Sin City – Recut & Extended
USA 2005, R: Robert Rodriguez, Frank Miller, Quentin Tarantino*

Der Held Marv [Mickey Rourke] findet nach zahlreichen Verletzungen Unterschlupf bei seiner lesbischen Freundin Lucile [Carla Gugino]. Es geht aber vorwiegend um harte Männer: z. B. um Cop Hartigan [Bruce Willis] oder den Privatdetektiv Dwight [Clive Owen]. Düsterer Comic-Stil mit Wellen von Farben im dunklen Schwarzweiß.

 

Fr, 26.1., arte 02:40 Uhr:

Eleanor Roosevelt
FRA 2015, R: Patrick Jeudy

Gelungenes Porträt der mindestens bisexuellen US-amerikanischen First Lady Eleanor Roosevelt (1884-1962), die eine Zeitlang eine sehr enge Beziehung zur Journalistin Lorena Hickok (1893-1968) lebte

Sa, 27.1., RTL2 09:50 Uhr:

Kick It Like Beckham
UK/D 2002, R: Gurinder Chadha*

Londonerin Jess [Parminda Nagra], Tochter indischer Eltern, träumt von einer Karriere als Fußballspielerin. Als sie von Jules [Keira Knightley] angeworben wird, hält deren Mutter die neue Freundschaft für eine lesbische Liaison und probt den Aufstand. Derweil kriegen auch Jess’ Eltern Wind vom Treiben ihrer Tochter und laufen Sturm … Nette Fußball- und Emanzipationskomödie

Sa, 27.1., ZDFneo 20:15 Uhr:

Vicky Christina Barcelona
USA/SPA 2007, R: Woody Allen**

Zwei junge Amerikanerinnen [Rebecca Hall und Scarlet Johansson] beginnen in Barcelona eine Dreiecksbeziehung mit dem Macho Juan Antonio [Javier Bardem]. Seine Ex-Frau [Penelope Cruz] mischt schließlich das Dreieck nachdrücklich auf. Teilweise unterhaltsam, teilweise voller abgegriffener Klischees.

Sa, 27.1., ONE 21:40 Uhr:

Die fetten Jahre sind vorbei
D 2004, R: Hans Weingartner+

Drei Möchtegern-Anarchist_innen kidnappen den Alt-68er, inzwischen vermögenden Hardenberg (Burghart Klaußner), der ihnen u. a. von freier Liebe in der WG erzählt, bei der seine Frau auch lesbische Erfahrungen sammelte

Do, 1.2., SRF1 20:05 Uhr: 

Das Geschlecht der Seele – Transmenschen in der Schweiz: Mann – Frau – Mensch
Schweiz 2018, R: Béla Batthyany

Der Autor begleitet vier verschiedene Trans*Menschen bei ihren alltäglichen Erfahrungen

Do, 1.2., Kabel 20:15 Uhr:

Up in the Air
USA 2009, R: Jason Reitman+

Der skrupellose Ryan Bingham [George Clooney] ist Vielflieger und dafür zuständig, Menschen in Filialen zu entlassen. Er verliebt sich unterwegs in Bonuskartensammlerin Alex [Vera Farmiga], muss aber erkennen, dass sein Lebenstraum sich nicht erfüllt. Zu Ryans Überraschung zieht Alex auch lesbische Beziehungen für sich in Betracht. Kluges und entlarvendes Gesellschaftsporträt, toll gespielt und inszeniert und: absolut sehenswert!

Do, 1.2., Disney 20:15 Uhr:

Vier Hochzeiten und ein Todesfall
UK 1994, R: Mike Newell+

Charles [Hugh Grant] verliebt sich in Carrie [talentfreier Hutständer: Andie McDowell], kriegt sie aber erst nach mehreren Hochzeiten und einer Beerdigung. Fiona [charming: Kristin Scott Thomas], eine aus seiner Clique, räumt bei einer Nachfrage ein, sie sei mal 15 Minuten lang „Lesbierin“ gewesen, das würde wohl aber nicht zählen. Über weite Strecken unterhaltsame Heterokomödie

Ingeborgs Wertung nach dem Sternchenprinzip 

* * * * * * * * 8 Sterne

Eindeutiger Lesbenfilm, in dem Lesben die Handlung tragen. Ohne sie würde der
Plot im Optimalfall nicht mehr funktionieren. Lesbischsein wird hier nicht in
Frage gestellt und daher auch nicht mehr diskutiert.



* * * * * * * 7 Sterne

Es geht überwiegend um Lesben. Sie werden von der Filmlogik nicht in Frage
gestellt, sondern erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb der Handlung.



* * * * * * 6 Sterne

Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit Lesben vorhanden, wird behandelt und ist unübersehbar!



* * * * * 5 Sterne

Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst;
die Regie wagte sich vielleicht nicht explizit an das Thema heran oder wollte es
nur ausschlachten.



* * * * 4 Sterne

(Nebenrollen-) Lesben werden eindeutig als solche dargestellt und sind über
einige Sequenzen des Films präsent; kurze Affären fallen auch in diese
Kategorie!



* * * 3 Sterne

Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die aber nicht verfolgt werden und im Hintergrund fungieren!



* * 2 Sterne

Zwischendurch taucht mal eine Lesbe auf, oder wird erwähnt oder gezeigt, mal ein
Kuss, mal ein tiefer Blick und entsprechender Kommentar oder eine eindeutige
Anmache …

* 1 Stern

So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!



+Zeichen

Hier handelt es sich lediglich um (umstrittene) Andeutungen und/oder Zwischentöne. Transgender-Darstellungen oder Hosenrollen fallen mitunter auch in diese Kategorie.


Wenn ihr die Arbeit von Ingeborg Boxhammer unterstützen wollt, dann könnt ihr für www.lesbengeschichte.de spenden und damit die Zukunft ihrer Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort “Lesbengeschichte”
Kontonummer 300 933 579 bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 501 98) Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen, deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen, Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf www.lesbengeschichte.de.

Schlagwörter: , ,

Der Artikel hat Dir gefallen? Dann teile ihn mit Deinen Freunden!

Dein Feedback

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Plan International Anzeige
Anzeige Plan International: Bildung macht Mädchen stark!
terminelle Ankündigung Kalender

Liebe Leser_innen,

nach 4 1/2 Jahren wunderbarer und vertrauensvoller ehrenamtlicher Arbeit ist unsere Terminredakteurin bei phenomenelle von Bord gegangen. Wir lassen sie ungern ziehen, aber sie widmet sich jetzt anderen Aktivitäten. Für den wohlverdienten Ruhestand wünschen wir ihr alles erdenklich Gute.

Den Terminkalender werden wir in den kommenden Wochen erst einmal deaktivieren. Die Termine einzupflegen, ist mit einem hohen Aufwand verbunden, den wir in dieser Form derzeit nicht leisten können. Vielen Dank für euer Verständnis.

Das phenomenelle Redaktionsteam

Folge uns bei Facebook!