phenomenelle des Tages vom 13.10.2012
Ich darf jeder unverheirateten Frau, die hier ist und vorhat, die Erforschung der [Afrikaner] aufzunehmen, im Vertrauen sagen, daß sie ständig durch die Frage “Wo ist ihr Gatte?” …in Verlegenheit gebracht werden wird. Ich muß sie davor warnen, zu sagen, daß sie keinen habe. Ich habe das versucht und das führt nur zu noch schrecklicheren Fragen. Ich bin der Meinung, daß es ratsamer ist zu erklären, daß Sie auf der Suche nach ihm sind und dann als seinen Aufenthaltsort die Richtung angeben, in die Sie reisen wollen; dann wird ihnen geholfen und Mitgefühl entgegengebracht werden.
(Quelle: fembio.org)
Mary Kingsley (geb. 13.10.1862)
Offizielle Studien werden ihr untersagt. Sie holt sich ihr Wissen aus der Bibliothek des Vaters, eines Forschungsreisenden. Erst mit 30, nach dem Tod der Eltern, wagt sie sich aus dem behüteten England in das unbekannte Afrika. Sie übernachtet in Hütten, lenkt Kanus, sammelt Fische und Reptilien. Doch anstatt Ruhm zu ernten, kämpft sie mit Depressionen und stirbt mit nur 37 Jahren an Typhus.
Schlagwörter: Afrika, Forschungsreisende, Mary Kingsley, viktorianisches England


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