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SÜT Köln

Fernsehinfos vom 2. bis 16.8. 2019

Von Gastautorin Ingeborg Boxhammer | Am 2. August 2019
Kategorien: Allgemein, kulturelle, TV | Mit 0 Kommentaren

Fr, 2.8., Tele5 00:05 Uhr:

Heimliche Spiele
FRA 2002, R: Jean-Claude Brisseau*****

Die Stripperin Nathalie bringt der schüchternen Sandrine bei, locker mit dem eigenen Körper umzugehen. Gemeinsam testen sie Anzüglichkeiten und Selbstbefriedigung in der Öffentlichkeit. Aber getreu des herkömmlichen Sexfilmmottos muss freilich bald ein Mann zwischen die beiden treten …

 

Sa, 3.8., WDR 22:55 Uhr:

Carolin Kebekus: Pussy Terror
D 2019

Freche Sketch-Comedy, u. a. Sketch mit lesbischem Bezug

 

Sa, 3.8., ORF1 23:20 Uhr:

Up in the Air
USA 2009, R: Jason Reitman+

Der skrupellose Ryan Bingham [George Clooney] ist Vielflieger und dafür zuständig, Menschen in Filialen zu entlassen. Er verliebt sich unterwegs in Bonuskartensammlerin Alex [Vera Farmiga], muss aber erkennen, dass sein Lebenstraum sich nicht erfüllt. Zu Ryans Überraschung zieht Alex auch lesbische Beziehungen für sich in Betracht. Kluges und entlarvendes Gesellschaftsporträt, toll gespielt und inszeniert und: absolut sehenswert!

 

Sa, 3.8., SRF1 00:00 Uhr:

L’auberge espagnole – Beziehungsweise New York
FRA 2013, R: Cédric Klapisch***

Dritter Teil der unsäglichen Porträts von Absolvent_innen des europäischen Erasmus-Bildungsprogramms, erneut mit dem gleichen unsympathischen Ensemble, das sich bewusstlos treiben lässt und jegliche verantwortliche Entscheidung ablehnt: Also wieder mit dem nervigen Xavier, seiner schwankenden Frau Wendy, die ihn für New York verlässt, und mit der gemeinsamen lesbischen Freundin Isabelle [Cécile de France]. – Hoffentlich ist der Murks jetzt wirklich mal zu Ende!

 

Mo, 5.8., RBB 22:00 Uhr:

Tatort: Architektur eines Todes
D 2009, R: Titus Selge*

Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) und Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) versuchen herauszufinden, wer die Architektin Sofia Martens (Nina Petri) anonym bedroht. Es stellt sich heraus, dass Martens versteckt lesbisch lebt … Und das ist selbstverständlich Grund zum Argwohn, nicht wahr?!

 

Di, 6.8., SRF2 22:50 Uhr:

Toni Erdmann
D/Österreich 2015, R: Maren Ade+

Ein Vater [Peter Simonischek] möchte sich seiner entfremdeten Tochter [Sarah Hüller] wieder annähern und scheut nicht davor zurück, sich vor ihren Karrierekolleg_innen zum Affen zu machen. Ungewöhnliche Beziehungsstudie, die letztlich auch die Tochter zu ausgefallenen Reaktionen bringt. Dabei spielt Nacktheit eine Rolle, die ihre Assistentin beinah falsch versteht. – Die Publikumsreaktionen reichten von „ganz großes Kino“ bis zu „was soll der Scheiß?“ Ich gehöre zur Großes-Kino-Fraktion!

 

Di, 6.8., arte 00:50 Uhr:

Nicht Frau, nicht Mann!
Frankreich 2017, R: Regine Abadia

Doku über intersexuelle Menschen, also Personen, die mit weiblichen und männlichen Genitalien ausgestattet sind

 

Do, 8.8., DisneyChannel 20:15 Uhr:

Coco Chanel
FRA/ITA/UK 2008, R: Christian Duguay

Eine weitere biografische Verfilmung des Lebens der Modeschöpferin Coco Chanel (1883-1971), diesmal mit Shirley MacLaine in der Titelrolle. Ob hier ihre Beziehungen zu Frauen Thema sind, weiß ich nicht; in der Besetzungsliste waren ihre Geliebten (z. B. Misia Sert (1872-1950) und Nicoletta Arrivabene (1906-1986)) nicht zu finden, ist also vermutlich eine heteronormierte Biografie …

 

Do, 8.8., SRF1 23:55 Uhr:

Certain Women
USA 2016, R: Kelly Reichardt**

Im dritten Teil des gut beobachteten Episodenfilms um die Einsamkeit von Frauen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen verliebt sich eine junge Pferdepflegerin in die Abendschullehrerin Beth [Kristen Stewart]

 

Do, 8.8., RBB 00:00 Uhr: N E U !

Zwischen Sommer und Herbst
D 2019, R: Daniel Manns********

Lena [Linn Reusse] verliebt sich in Eva [Isabel Thierauch], die leider die Freundin ihres Bruders ist.  – Nette, leider stellenweise arg konventionell geratene Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Frauen im Bielefelder Raum

 

Fr, 9.8., arte 14:00 Uhr:

Entre Nous (Coup de Foudre)
Frankreich 1983, R: Diane Kurys******

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind zwei Heteropaare froh, wieder in Frieden leben zu können. Die Freundschaft der beiden Frauen [Isabelle Huppert und Miou-Miou] intensiviert sich bald in einer Weise, die den Männern verschlossen bleibt. Besonders Michel [Guy Marchand] äußert sein Unverständnis in aggressiven Übergriffen, die die Frauen zwar beeindrucken, aber nicht auseinanderbringen. – Interessante Beziehungsstudie – längst ein Klassiker!

Mo, 12.8., ARD 01:55 Uhr:

Tiger & Dragon
HK/China/Taiwan/USA 2000, R: Ang Lee***

Ein heiliges Schwert wird gestohlen. Verschiedene Gruppen sind daran interessiert und versuchen es in ihre Gewalt zu bringen. Eine Kämpferin und ihre Schülerin, die einander sehr zugetan sind, scheinen auf unterschiedlichen Seiten zu stehen. Es gibt prickelnde Spannungen zwischen den Frauen, aber leider siegen die heterosexuellen Liebesgeschichten

 

Di, 13.8., ZDFneo 21:45 Uhr:

Getrieben
D 2019, R: Maris Pfeiffer***

Ein brutaler Mord an einer Studentin in Berlin-Lichtenberg bringt Psychologin Kara Bischoff [Petra Schmidt-Schaller] und LKA-Kommissarin Sibylle Deininger [Ulrike C. Tscharre], die früher mal ein Paar waren, zunächst beruflich wieder zusammen …

 

Di, 13.8., NDR 00:10 Uhr:

Freier Fall: Johanna K.
D 1992, R: Klaus Wildenhahn, Kamera: Gisela Tuchtenhagen

Porträt über die transsexuelle Johanna, die sich Zeit ihres Lebens dagegen wehrt, als Mann wahrgenommen zu werden

 

Do, 15.8., Vox 20:15 Uhr:

Pitch Perfect
USA 2012, R: Jason Moore**

Musikkomödie um einen Jungmädchenchor einer Highschool, mit allen Klischees einander bekriegender junger Frauen; kleine lesbische Mini-Nebengeschichte, nix Neues

 

Fr, 16.8., 3Sat 11:30 Uhr:

Die Abschaffung der Geschlechter
Österreich 2018, R: Constanze Grießler, Franziska Mayr-Keber

Die Idee von Gleichberechtigung und Vielfalt löst bei selbsternannten Geschlechtsrollen-Hütenden schon seit Jahrhunderten für Panikattacken und Schnappatmung; dieses Feature beschäftigt sich u. a. mit der Gegenwehr, die der Idee geschlechtlicher Uneindeutigkeit entgegenschlägt

 

 

 

Ingeborgs Wertung nach dem Sternchenprinzip 

* * * * * * * * 8 Sterne

Eindeutiger Lesbenfilm, in dem Lesben die Handlung tragen. Ohne sie würde der
Plot im Optimalfall nicht mehr funktionieren. Lesbischsein wird hier nicht in
Frage gestellt und daher auch nicht mehr diskutiert.



* * * * * * * 7 Sterne

Es geht überwiegend um Lesben. Sie werden von der Filmlogik nicht in Frage
gestellt, sondern erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb der Handlung.



* * * * * * 6 Sterne

Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit Lesben vorhanden, wird behandelt und ist unübersehbar!



* * * * * 5 Sterne

Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst;
die Regie wagte sich vielleicht nicht explizit an das Thema heran oder wollte es
nur ausschlachten.



* * * * 4 Sterne

(Nebenrollen-) Lesben werden eindeutig als solche dargestellt und sind über
einige Sequenzen des Films präsent; kurze Affären fallen auch in diese
Kategorie!



* * * 3 Sterne

Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die aber nicht verfolgt werden und im Hintergrund fungieren!



* * 2 Sterne

Zwischendurch taucht mal eine Lesbe auf, oder wird erwähnt oder gezeigt, mal ein
Kuss, mal ein tiefer Blick und entsprechender Kommentar oder eine eindeutige
Anmache …

* 1 Stern

So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!



+Zeichen

Hier handelt es sich lediglich um (umstrittene) Andeutungen und/oder Zwischentöne. Transgender-Darstellungen oder Hosenrollen fallen mitunter auch in diese Kategorie.


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